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Mittwoch, 8. Feb. 12
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Urlaub
Die Wohnung für den Urlaub sichern Berlin - Diebe machen auch in der Ferienzeit keinen Urlaub. „Die Zahl der Einbruchsdiebstähle geht allerdings im Sommer leicht zurück”, sagt Stephan Schweda vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin.
Der Grund: Während der dunklen Jahreszeit ist das Risiko, entdeckt zu werden, für die Diebe geringer. Dennoch müsse ein Haus oder eine Wohnung vor jedem Urlaub gesichert werden. „Ein unbewohntes Haus weckt immer das Interesse von Einbrechern.” „Während des Urlaubs sollte in der Wohnung unbedingt Anwesenheit simuliert werden”, rät Detlef Nolte, Leiter der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle beim Landeskriminalamt Hamburg. Deshalb sei es wichtig, dass sich Freunde oder Nachbarn um die Post kümmern. Ein überquellender Briefkasten sei immer ein deutlicher Hinweis auf Abwesenheit. Selbst wenn Briefe und Päckchen bei der Post lagerten, sollte der Kasten kontrolliert werden. Denn kostenlose Wochenblätter oder Wurfsendungen lassen sich im Gegensatz zur abonnierten Zeitung nicht abbestellen oder an die Urlaubsadresse umleiten. In einer leeren Wohnung sollten möglichst die Rollladen abends heruntergelassen und morgens wieder hochgezogen werden, rät die Verbraucherzentrale Hamburg. Ist eine elektronische Steuerung vorhanden, lässt sich dies entsprechend einstellen. Zusätzlich könne das Licht oder auch das Radio mit einer Zeitschaltuhr ein- und ausgestellt werden. Bei wochen- bis monatelanger Abwesenheit sei es ratsam, Wäsche von Nachbarn oder Bekannten aufhängen und abnehmen zu lassen. Der Mülleimer sollte gefüllt und von der Müllabfuhr geleert werden. Auch der Garten sollte gepflegt werden - das übernehmen auch Gärtnereien. Für gestohlene Gegenstände beim Wohnungseinbruch kommt in der Regel die Hausratversicherung auf. „Längere Abwesenheit kann von der Versicherung jedoch als gefahrenerhöhend ausgelegt werden”, warnt Schweda. Bleibt ein Haus oder eine Wohnung länger als 60 Tage hintereinander unbewohnt, sollte dies dem Versicherungsunternehmen mitgeteilt werden. Zusätzliche Sicherungen an Fenstern und Türen sind nicht nur während der Urlaubszeit sinnvoll. „In 70 Prozent der Fälle werden Türen und Fenster mit einem großen Schraubenzieher oder dem so genannten Kuhfuß aufgehebelt”, erläutert Nolte vom Landeskriminalamt Hamburg. Um den ungebetenen Gästen das Handwerk zu erschweren, sollte immer zuerst in mechanische Sicherungen der Fenster und Türen investiert werden. Alarmanlagen seien kein Ersatz für solche Sicherungsmittel. „In Einfamilienhäusern sind vor allem Fenster und Fenstertüren zur Terrasse die bevorzugten Angriffsziele”, berichtet die Stiftung Warentest in Berlin anlässlich einer Untersuchung von Fenstersicherungen in der Zeitschrift „test” (Ausgabe 3/2005). Selbst verriegelte Fenster stellten für Diebe selten ein größeres Problem dar. Nur wer in zusätzliche oder besonders stabile Schlösser oder Riegel investiert, könne seine Chance, ungeschoren davonzukommen, deutlich steigern. Bei Mehrfamilienhäusern sei meist die Wohnungstür der entscheidende Punkt, erläutert Nolte. Aber auch hier könnten Zusatzsicherungen an Fenster oder Balkontür sinnvoll sein. Dies sei vor allem dann der Fall, wenn die Wohnung im Erdgeschoss liegt oder Fenster und Balkontüren besitzt, die beispielsweise über ein Carportdach leicht zu erreichen sind. „Mieter müssen sich den Einbau zusätzlicher Sicherheitseinrichtungen allerdings vom Vermieter genehmigen lassen”, sagt Ulrich Ropertz von Deutschen Mieterbund in Berlin. Der Vermieter müsse in der Regel zustimmen, wenn ein berechtigtes Interesse des Mieters vorliege. Die Kosten muss der Mieter selbst tragen, wenn der Vermieter sich nicht an der Investition beteiligen will. Der Mieter ist theoretisch auch dazu verpflichtet, die Sicherungen beim Auszug wieder zurückzubauen, wenn der Vermieter dies wünscht. Wer einen Türspion haben möchte, sollte deshalb mit dem Vermieter vereinbaren, dass die Sicherungsmaßnahmen auch bei einem Auszug bleiben darf. Denn „Rückbau” bedeutet in diesem Fall: Austausch der Tür. Informationen: Bei der Verbraucherzentrale Hamburg, Kirchenallee 22, 20099 Hamburg, kann mit einer formlosen Einzugsermächtigung über 10,30 Euro die Broschüre „Sicherheit für Haus und Wohnung” bestellt werden. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/08/02/service/reise/t/rzo160436.html |
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