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Freitag, 10. Feb. 12
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Urlaub
Der Mix machts: In die Reisekasse gehören Bares und Karten Stuttgart - Wenn einer eine Reise tut, dann muss er auch im Jahr vier nach der Euro-Einführung besonderes Augenmerk auf die Reisekasse legen.
Denn obwohl Bezahlen in vielen Staaten Europas unkomplizierter geworden ist, sind einige Regeln zu beachten. „Eine gute Mischung der Reisekasse aus Bargeld, Karten und gegebenenfalls Reiseschecks ist wichtig”, rät Evelyn Keßler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Meist lässt sich im Reiseland Geld per Kredit- oder Maestro-Karte abheben. „Doch da muss man ganz genau auf die Gebühren achten”, sagt Keßler. Innerhalb der Eurozone darf das Bezahlen und Abheben mit der Maestro-Karte zwar nicht teurer sein als zuhause. „Doch das hat die Banken eher dazu bewogen, hier die Gebühren für das Abheben bei einem fremden Institut zu erhöhen”, sagt Uwe Döhler von der in Berlin erscheinenden Zeitschrift „Finanztest” der Stiftung Warentest. Drei bis fünf Euro Gebühren fallen am Geldautomaten meist an, manchmal ein Prozent der Abhebesumme. „Bei der Kreditkarte sind es mindestens fünf bis sieben Euro oder zwei Prozent”, sagt Döhler. Sonderkonditionen ermögliche die Postbank mit ihrer „Sparcard”: „Damit kann man vier Mal im Jahr im Ausland kostenlos Geld abheben.” Für verzichtbar hält Döhler Reiseschecks in Kartenform. „Erstens gibt es sie nur in drei Währungen, statt wie die Reiseschecks in neun.” Zudem können sie nur in Läden zum Bezahlen genutzt werden, die über ein entsprechendes Kartenlesegerät verfügen. Reiseschecks seien dagegen besonders bei Reisen nach Nordamerika sehr zu empfehlen. Generell sollte das Geld erst im Reiseland getauscht werden. „Ein kleines Handgeld für Taxi oder Trinkgeld sollte man dabei haben”, sagt Raimund Hartmann von der Reisebank in Frankfurt/Main - und auch ein paar US-Dollar oder Euro. Wurde früher allein der Dollar fast überall genommen, gilt dies immer mehr auch für den Euro. „Man kann in Südamerika Euros gegen die jeweilige Landeswährung wechseln, auch in Südostasien ist der Euro auf dem Vormarsch”, bestätigt Uwe Döhler. Die europäischen Länder, die nicht der Eurozone angehören, sind meist tolerant: In der Türkei etwa sind viele Preise in Euro und Lira ausgezeichnet. „Aber man handelt dort ja ohnehin fast jeden Preis aus, so dass man keinen Verlust fürchten muss”, sagt Döhler. Der Wechselkurs der dänischen Krone ist an den Eurokurs angelehnt. „Selbst in England und der Schweiz hat man den Euro akzeptiert”, sagt Evelyn Keßler von der Verbraucherzentrale. Neben dem richtigen Mix raten die Experten zum vorsichtigen Umgang mit dem Geld. „Auf der Reise sollte man es am Körper tragen”, sagt Keßler. Auf keinen Fall gehört Geld in Gepäck, das man aufgibt: „Ein Koffer kommt nicht unbedingt da an, wo man selbst ist.” Zudem biete es sich an, Karten- und Sperrnummern auf einen Zettel zu schreiben und diesen getrennt aufzubewahren. „Wenn die Karte wirklich abhanden kommt: sofort anrufen und sperren lassen”, so Döhler. Voraussichtlich vom 1. Juli an soll es eine zentrale Sperrnummer geben - 116 116 innerhalb Deutschlands, 0049/116 116 aus dem Ausland. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/08/02/service/reise/t/rzo160437.html |
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