Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Urlaub Gesundheit Beruf Lexikon
Freitag, 18. Sep. 20

BMW OberklasseMünchen - Heute teilen sie wie selbst­ver­ständ­lich den oberen Rang der Auto­hier­archie: Die S-Klasse von Mer­cedes und der 7er von BMW.

-Stutt­gart - Old­timer fahren für gewöhn­lich nicht als Taxi durch die Gegend und stehen nachts nicht unter freiem Himmel an der Straße. Anders ist das Auto mit der Bau­rei­hen­bezeich­nung W 123 von Mer­cedes...

Delft/De­troit - Wer im auto­mobi­len Wel­tat­las nach Sport­wagen sucht, blickt nach Deutsch­land, England oder Ita­lien. Doch auch in Amerika haben kraft­strot­zende Autos Tra­dition...

Osna­brück - Der 14. Juli 1955 war ein son­niger Tag - auch in der Nähe von Osna­brück. Foto­gra­fien zeigen Herren mit Son­nen­bril­len, die auf die ele­gan­ten Formen eines neuen Autos schauen.

Hamburg - Das Tuning von US-Klas­sikern in Deutsch­land immer mehr Freunde. Während die einen alte Fahr­zeuge mög­lichst im Ori­ginal­zustand erhal­ten wol­len...

Frank­fur­t/Main/Seeon - Lieb­haber ame­rika­nischer Autos wurden lange belächelt. Doch wenn Helmut Veidt heute zu einem Old­timer­tref­fen fährt, ist seine 1960er Cor­vette oft eine der Attrak­tio­nen.

Mobiles

News  

Aus zweiter Hand  

Auto-ABC  

Tests  

Recht  

Liebhaber-Autos  

Wie BMW in die Oberklasse einstieg

München - Heute teilen sie wie selbstverständlich den oberen Rang der Autohierarchie: Die S-Klasse von Mercedes und der 7er von BMW.

BMW Oberklasse

Beim BMW Li war die Karosserie um zehn Zentimeter länger. (Bild: BMW/dpa/gms)

Fast vergessen ist, dass die Münchener Autobauer lange um den Erfolg ihrer Topmodelle kämpfen mussten.

Den Start auf dem Weg in die Oberklasse markierte ein namenloses Auto. Der intern E3 genannte Typ war noch kein 7er und wurde ausschließlich nach den Hubräumen der Motoren benannt: vom 2500 bis hin zum 3,3 Li.

Mit den E3-Modellen führte BMW den Reihen-Sechszylinder-Motor ein. Er sollte die Bayerischen Motorenwerke Mitte der sechziger Jahre in der Oberklasse etablieren. Zu diesem Zeitpunkt zog BMW vor allem mit sportlich-kompakten Limousinen Kunden an. Nach dem „Barockengel” der fünfziger Jahre gab es aber kein echtes Topmodell mehr. So begannen laut der in Mainz erscheinenden Zeitschrift „Oldtimer Markt” im Sommer 1965 die Arbeiten an einer neuen Modellreihe. Ende 1968 stellte BMW ein Auto vor, dessen Formen schlicht und elegant waren.

Während Konkurrent Mercedes zu dieser Zeit noch auf bauchig hervorgehobene Kotflügel setzte, zeichneten die BMW-Designer vor allem glatte Flächen. Hinzu kam eine Frontpartie, die in ähnlicher Ausführung noch lange Zeit Bestand haben sollte. Denn die charakteristischen Doppelscheinwerfer galten schnell als BMW-Merkmal. In Hinblick auf die Größe hatten die Münchener jedoch Zurückhaltung geübt. Von den Motoren her war der E3 zwar ein Oberklasse-Modell, seine Abmessungen orientierten sich aber an der mittleren Mercedes-Baureihe, dem so genannten Strich-Achter.

Der große BMW war also eher gemäßigter Sportwagen als noble Sänfte. Das lag am vergleichsweise straffen Fahrwerk, vor allem aber an den Motoren. Den Einstieg bildete ein Sechszylinder mit 2,5 Litern Hubraum und 150 PS im Modell 2500. Der beschleunigte den Wagen auf damals bemerkenswerte 190 Stundenkilometer (km/h). Noch flotter ging es im 2800 mit 170 PS voran. Hier war erst bei der magischen Grenze von 200 km/h Schluss. Im Jahr 1971 vergrößerte BMW den Hubraum auf drei Liter (180 PS) und taufte die Motorisierung 3,0 S.

Später verbauten die Ingenieure statt gewöhnlicher Vergaser eine Einspritzanlage, die das dann 3,0 Si genannte Modell 200 PS stark machte. So ausgestattet erreichte der Wagen die auch heute noch beachtliche Geschwindigkeit von 210 km/h. Mit dem Si kam auch die erste und einzige Modellpflege: Die anfangs länglichen Rückleuchten wurden kürzer und höher, der Kühlergrill mattschwarz.

Nach einigen Erfolgen unterzog BMW die sportlich-straffe Limousine Mitte der siebziger Jahre einer Art Mastkur. Heraus kamen die L-Ausführungen. Sie hoben sich durch ihre um zehn Zentimeter längere Karosserie und einen luxuriöseren Innenraum von den übrigen Mitgliedern der Modellfamilie ab. Das Raumangebot sollte wohlhabende Autokäufer locken. Zwar gab es den L auch mit 2,8 oder 3,0 Litern Hubraum - wer aber etwas auf sich hielt, orderte den üppigen 3,3 Li.

Die Leistung des Topmodells blieb nach der Hubraumerhöhung auf 3,3-Liter bei den 200 PS, die auch das 3,0-Liter-Aggregat erreichte. Stattdessen gab es mehr Drehmoment. Preislich bewegte sich der zu dieser Zeit nicht mehr ganz taufrische BMW auf dem Niveau der teuersten Mercedes S-Klasse - so fanden sich nur wenige Käufer.

Als der 3,3 Li erschien, hatte sich ein Seitenzweig der Modellfamilie schon wieder vom Markt verabschiedet. Denn 1968 brachte der bayerische Autobauer mit fast identischer Frontpartie und den neuen Sechszylindern das CSL-Coupé auf den Markt. Der Zweitürer mit gewichtsreduzierter Karosserie hatte eine Motorhaube und Türen aus Aluminium. Legendär ist das letzte CSL-Modell mit abschraubbarem Heckflügel, was ihm den Beinamen „Batmobil” einbrachte.

Während die BMW-Coupés schon 1976 von der neuen 6er-Baureihe abgelöst wurden, blieben die Viertürer noch eine Weile im Programm. Als nach rund 190 000 gebauten Limousinen schließlich der erste 7er antrat, war es vorbei mit der Namenslosigkeit.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/08/05/service/auto/liebhaberautos/t/rzo171443.html
Dienstag, 02. August 2005, 10:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
E-Paper

Die heutige Ausgabe der Rhein-Zeitung


Verlags-Service Abo-Service Anzeigen-Service
E-Paper
 
Druckversion