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Freitag, 18. Sep. 20

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Motorrad-Spaß und -Frust in der Eifel

Nideggen - Der Sonntag ist für Familie Seel aus Nideggen nicht immer ein Tag der Ruhe.

Motorradfahren

Ein Motorradfahrer fährt bei Niedeggen in der Eifel an einem Warnschild vorbei.v

Denn wenn draußen auf der Landesstraße 249 ein Motorradfahrer seine Maschine wieder bis zum Äußersten treibt, „sind wir an der Decke”, so Seel.

Marcus Seel hat mit Nachbarn eine Bürgerinitiative gegründet. „Wir wollen die Motorradfahrer dazu bewegen, langsamer zu fahren.” Nur eine kleine Minderheit rase, betont Seel. „Dennoch ist es ein Problem.” Gemeinsam mit der Polizei baut die Bürgerinitiative Nideggen immer wieder ihre so genannten Präventionsstände auf und lädt Motorradtouristen zu einer Tasse Kaffee ein. Im Gespräch machen die Anwohner auf das Lärm-Problem aufmerksam.

Unglücklich ist Marcus Seel über eine aktuelle Werbekampagne der Eifel-Tourismus GmbH, die mit günstigen Übernachtungsmöglichkeiten und detaillierten Routenplänen noch mehr Motorradtouristen locken will (www.eifel-motorrad.de). „Das bringt noch mehr Lärm”, klagt Seel. Der Motorradtourismus sei ein wichtiger Wirtschafsfaktor, sagt dagegen Kerstin Winter, Pressesprecherin der Eifel-Tourismus. Bisher habe man zu wenig dafür geworben.

Man habe Verständnis für Beschwerden , so Winter. Raser seien aber die Minderheit. „Wir wollen langsame Genussfahrer locken.” Die Eifel gilt als Motorradparadies: Aus ganz Nordrhein-Westfalen, den Niederlanden und Belgien kommen die Zweirad-Touristen, um auf kurvenreichen Straßen die Landschaft zu genießen. Eifelgemeinden wie Heimbach seien auf die Motorrad-Gäste angewiesen, sagt Bürgermeister Bert Züll. „Wir begrüßen grundsätzlich die Kampagne.”

„Wir gehen intensiv gegen die Raser vor”, sagt Willi Jörres, Sprecher der Kreispolizei Düren. Geschwindigkeitskontrollen wurden an Unfallbrennpunkten wie Nideggen, Heimbach, Blankenheim oder dem Rursee-Gebiet verschärft. Die Polizeibehörden der Kreise Düren, Euskirchen und Aachen haben eine Einsatzgruppe gebildet, um flächendeckend zu kontrollieren. Gleichzeitig werden am Wochenende Motorrad-Raser geblitzt.

„Rekord waren 240 Stundenkilometer” , sagt Andreas Blum, Sprecher der Kreispolizei Euskirchen. Viele Maschinen sind „frisiert” und mit illegalen Mitteln auf Geschwindigkeit getrimmt. Schilder werben nun für rücksichtsvolles Fahren. Es gibt Aufklärungskampagnen in Schulen und Fahrtraining für Motorradfahrer. An den Aktionen sind ADAC, Fahrlehrerverband und Straßenverkehrsämter beteiligt.

„Die Maßnahmen fruchten”, meint der Dürener Polizeikollege Jörres. Die Motorradunfälle in den Kreisen Düren und Euskirchen sind rückläufig, wie die Statistik zeigt. Im Kreis Düren gab es 2004 bis Juni 25 Unfälle. 2005 waren es im gleichen Zeitraum noch 18.

„Wir haben weniger Todesopfer” so Jörres. Im Kreis Euskirchen kamen 2003 neun Motorradfahrer ums Leben. Nun gibt es pro Jahr drei bis fünf tödliche Unfälle. Sorgenkind bleibt der Kreis Aachen mit den Gemeinden Simmerath und Monschau, wo es viele Serpentinenstrecken gibt. 2004 und 2003 sind die Unfallzahlen gestiegen.

„Früher gab es mehr Unfälle”, sagt auch Marcus Seel. Doch das Lärmproblem sei geblieben. Die Bürgerinitiative Nideggen fordert, die Sorgen der Anwohner in Werbekampagnen für den Motorradtourismus aufzunehmen. „Unsere Präventionsgespräche haben gezeigt, dass der Dialog Erfolge bringen kann.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/08/05/service/auto/t/rzo170563.html
Freitag, 29. Juli 2005, 11:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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