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Donnerstag, 1. Okt. 20

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Fiat Croma: Comeback in die Mittelklasse

Haar - „Croma” ist eine vertraute Bezeichnung für die Fiat-Mittelklasse: Bereits zwischen 1985 und 1994 wurden mehr als 450000 Croma als Stufenhecklimousinen hergestellt.

Fiat

Der neue Croma ist Mischung aus Kombi und Van

Darunter waren Innovationen wie der Croma TDid, der 1987 als erster Diesel-PKW mit Direkteinspritzung auf den Markt kam. Nach 1994 wurde es in diesem Segment bei Fiat ruhig. Jetzt will der italienische Hersteller mit dem neuen Croma wieder in der Mittelklasse-Liga mitspielen.

Mix aus Kombi und Van

Beim ersten Blick fällt auf, dass der hoch gewachsene Neu-Croma mit den Vorgänger-Limousinen nur den Namen gemeinsam hat, obwohl auch er aus der Feder von Giorgetto Giugiaro stammt. In eine Karosserie- Schublade passt der Newcomer nämlich nicht: Ähnlich dem Opel Signum ist er eine fünftürige Fließheck-Limousine, die auch als Kombi oder Van durchgehen könnte. Fiat bezeichnet die Form des 4,75 Meter langen Mischlings als „Comfort Wagon”. Der Croma ist noch ein Kooperations- Kind mit General Motors: Er basiert, wie auch Vectra und Signum, auf der so genannten Epsilon-Plattform von GM.

Markanter Kühlergrill

Die glatt und geradlinig gezeichnete Form wirkt klassisch-schick. Der markante, verchromte Kühlergrill und Türgriffe aus demselben Material geben dem Fiat-Mobil einen Schuss Eleganz. Wer mag, kann eine Dachreling bestellen, die ein Quäntchen Sportlichkeit in die Seitenlinie bringt.

Leicht erhöhte Sitzposition

Der Innenraum überzeugt mit einem guten Raumangebot auf allen Sitzgelegenheiten. Die straff gepolsterten Sessel vorn sind bequem und bieten guten Seitenhalt. Sie lassen sich vielfältig einstellen, in unserem Testwagen gab es auch die optionale Neigungsverstellung und eine Lordosenstütze.

Hochwertige Materialanmutung

Die Armaturentafel ist übersichtlich und funktional gegliedert, klassische Rundinstrumente zeigen Drehzahl und Geschwindigkeit an. Tasten am Lenkrad (in Verbindung mit dem optionalen Navigationssystem) erleichtern die Bedienung. Holzapplikationen geben dem Interieur einen zusätzlichen Touch Wohlfühl-Ambiente.

Schalthebel hoch platziert

In der Mittelkonsole ist der große Monitor des Navigationssystems untergebracht. Der Schalthebel ist hoch platziert und damit sehr gut erreichbar. Die Zweizonen-Klimaautomatik (Serie ab der Ausstattung Emotion) lässt sich ebenfalls einfach bedienen und gut dosieren.

Viel Platz für die Fond-Gäste

Auch in der zweiten Reihe geht es geräumig zu: Hier sind die Fond- Gäste sehr bequem untergebracht. Dank der Fahrzeughöhe von 1,60 Metern ist genügend Kopffreiheit vorhanden. Auch die Knie haben genügend Luft zu den Vordersitzen.

Stauraum bis 1610 Liter

Der Kofferraum bietet ein Stauvolumen von 500 Litern. Durch Umlegen der asymmetrisch geteilten Rücksitz-Lehnen kann der Stauraum auf 1610 Liter vergrößert werden. Die Bank lässt sich allerdings nicht wickeln, kann aber im Notfall komplett herausgenommen werden. Gegen Aufpreis gibt es eine klappbare Beifahrersitzlehne. Wer etwas zu verbergen hat, sollte den doppelten Laderaumboden bestellen. In dieses 16 Zentimeter hohe Geheimfach passen beispielsweise Aktenkoffer oder der Laptop.

2,2-Liter-GM-Motor

Unser Wagen hat einen 2,2-Liter-Motor unter der Haube. Das Aggregat stammt von General Motors und leistet 147 PS bei 5800 Touren. Die Maschine ist derzeit die Einstiegsmotorisierung aus dem Benziner- Regal. Zu Beginn 2006 wird ein 1,8-Liter-Motor mit 140 PS die Palette nach unten abrunden.

Durchzugsstarker, leiser Motor

Im Fiat überzeugt der von uns gefahrere GM-Motor mit einer guten Durchzugkraft bereits ab niedrigen Drehzahlen und einer bemerkenswerten Laufruhe. Zudem arbeitet der Vierzylinder leise und wird auch bei hohen Touren nicht brummig. Das macht Spaß: Die Kraft reicht für einen Sprint von 10,1 Sekunden auf Tempo hundert und für eine Spitze von 210 km/h. Der Verbrauch liegt laut Hersteller bei 8,6 Litern.

Hill Holder hilft beim Anfahren

Pluspunkte verdient die Schaltung: Die Gänge in der Fünfgang-Box unseres Testwagens lassen sich knackig und exakt wechseln. Eine gute Erfindung ist der Hill Holder, die aus Geländewagen bekannte Anfahrhilfe am Berg: Das System hält den Druck der Bremse für kurze Zeit aufrecht - damit ist genügend Zeit, den Gang einzulegen und einzukuppeln, ohne zurückzurollen.

Sehr gutes Fahrwerk

Zu den Highlights des Croma gehören seine Fahreigenschaften: Der Unterbau bügelt kurze Bodenwellen sauber aus und vermittelt den Passagieren den Komfort einer großen Limousine. Wer sportlich unterwegs sein will, kommt ebenfalls auf seine Kosten: Kurven lassen sich, auch dank der direkten Lenkung, schnell und präzise durchzirkeln, die Wankbewegung der Karosserie ist dabei auf ein Minimum begrenzt.

Ab 21900 Euro

Der Preis des Croma startet bei 21900 Euro für den 2.2 16V in der Ausstattung Active. Für dieses Geld sind bereits sieben Airbags, das ESP, eine Klimaanlage, die Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung und höhenverstellbare Sitze vorn ab Werk an Bord.

Fazit: Gute Alternative in der Mittelklasse

Der neue Fiat Croma nimmt den Spöttern über den italienischen Hersteller den Wind aus den Segeln: Das neue Auto stellt sich mit einer guten Verarbeitungsqualität, überraschend sportlichen Fahreigenschaften und einer gehörigen Portion Komfort vor.

Punkten kann die Mischung aus Limousine, Kombi und Van aber nicht nur mit ihrem ausgewogenen Fahrwerk, sondern in unserem Beispiel auch mit einem spritzigen Motor.

Allerdings wird es wohl auch der vergleichsweise günstige Preis sein, der den neuen Croma zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz in der Mittelklasse werden lässt.
Datenblatt
Fiat Croma 2.2 16V
Motor und Antrieb
Reihenmotor-Benzinmotor
4 Zylinder, 4 Ventile pro Zylinder
Hubraum: 2198 ccm
max. Leistung: 108 kW (147 PS) bei 5800 U/min
max. Drehmoment: 203 Nm bei 4000 U/min
Frontantrieb
5-Gang-Schaltung
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Beschleunigung 0 - 100 km/h: 10,1 sec.
Gesamtverbrauch: 8,6 Liter auf 100 km
Verbrauch innerorts: 11,5 Liter auf 100 km
Verbrauch außerorts: 7,0 Liter auf 100 km
Kraftstoffart: Super
Schadstoffklasse: Euro 4
Maße und Gewichte
Länge: 4756 mm
Breite: 1775 mm
Höhe: 1597 mm
Radstand: 2700 mm
Leergewicht: 1585 kg
Zuladung: 445 kg
Kofferraumvolumen: 500 bis 1610 Liter
Tankinhalt: 62 Liter
Preisliste
Fiat Croma 2.2 Active
Grundpreis: 21900 Euro
Serienausstattung:u.a.: ABS mit EBD, sieben Airbags, Klimaanlage, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ESP inkl. Hill Holder, ASR, MSR, Kühlbox in der Mittelkonsole, Sitzhöhenverstellung vorn, elektrische Fensterheber vorn und hinten
Sonderausstattung Preis in Euro
Seitenairbags hinten 280
Metalliclack 470
Lederausstattung 1500
Xenonlicht 720
RDS-Radio mit CD 590
Connect Nav (Radio, CD, Telefon, Navi, Farbmonitor) 2400
Stand: August 2005

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/08/26/service/auto/test/t/rzo171820.html
Mittwoch, 03. August 2005, 14:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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