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Mittwoch, 12. Jun. 13

Köln - Eine Woche nach dem Erstrun­den-Aus im DFB-Pokal musste der 1. FC Köln auch die erste Nie­der­lage in der Fuß­ball- Bun­des­liga hin­neh­men. Die Rhein­län­der unter­lagen am Samstag dem 1. FC Kai­sers­lau­tern mit 2:3...

Karls­ruhe - Der Karls­ruher SC erreichte am Samstag in der Fuß­ball-Regio­nal­liga Nord ein 2:2 (2:0)-Unent­schie­den gegen die SpVgg Bay­reuth. Vor 454 Zuschau­ern erzielte Sascha Traut in der 33. Minute den...

Rund 1350 Skater aus ganz Deutsch­land nehmen am Samstag an der Ver­anstal­tung "Rhine- on- Skates" über 135 Kilo­meter von Bingen über Koblenz durch das Mit­tel­rhein­tal nach Rüdes­heim teil.

- Keine Tore fielen am Samstag in Aalen. Beim Spiel des Tabel­lenach­ten VfR gegen den Tabel­len­sieb­ten Stutt­gar­ter Kickers in der Fuß­ball-Regio­nal­liga Nord gab es vor 3032 Zuschau­ern ein tor­loses Unent­schie­den.

Wehen - In der Fuß­ball-Regio­nal­liga Süd hat die TSG Hof­fen­heim nach einem 1:0 (1:0)-Erfolg beim SV Wehen die Tabel­len­führung über­nom­men. Vor 750 Zuschau­ern im Stadion am Halberg setzte Sandro Ces­cutti (9.) mit...

Regens­burg - Der SSV Jahn Regens­burg bleibt in der Fuß­ball-Regio­nal­liga Süd weiter ohne Sieg. Am Samstag unter­lag die Elf von Mario Basler gegen die SV Elvers­berg mit 1:2 (0:0). 2100 Zuschauer mussten bis zur...


Nach Betrü­gereien sitzt 26-Jäh­riger nun in U-Haft

Lü­gen-König: Kurze Reue

Ben­dorf - Der Lügen-König erzählte sogar der Ben­dor­fer Polizei völlig über­zeu­gend, es tue ihm alles so leid: Keine drei Wochen, nachdem er mit seiner Betrugs­masche auf­geflo­gen war, ver­suchte er schon wieder, das Mit­gefühl älterer Frauen mit erfun­denen Geschich­ten schäbig aus­zunut­zen. An hun­der­ten Haustüren hat er geklin­gelt, um sich Geld zu "lei­hen".

Er schaut aus großen runden Kul­ler­augen wie ein Teddy, hat eine Frisur wie ein Igel - und sieht ja sooo nett aus. So nett, dass er sogar die Staats­macht fast ein­gewi­ckelt hätte: Er kann jetzt in einer Zelle auf der Kart­hause über sich nach­den­ken, nachdem er wieder an Haustüren geklin­gelt hat und mit rühr­seli­gen Geschich­ten Geld erschwin­deln wollte. Nur drei Wochen vorher war er deshalb schon einmal fest­genom­men worden und hatte bei der Polizei Stein und Bein geschwo­ren, er bereue es so sehr und werde es bestimmt nicht mehr tun. Dieser 26-Jäh­rige ist auch für die Polizei ein Phäno­men.

Sym­pathi­scher Mann"

Ein sym­pathisch wir­ken­der junger Mann, dem man gerne hilft. Und der diese Gut­mütig­keit gna­den­los aus­nutzt: 200 Fälle hatte er gestan­den, 100 Geschä­digte sind inzwi­schen ermit­telt. Allen hatte er rühr­selige Geschich­ten erzählt, mal etwas von einem angeb­lich tod­kran­ken Vater oder einer tod­kran­ken Mutter, die er noch einmal sehen wolle und dafür Fahr­geld brau­che, dann wieder Geschich­ten, er müsse zu einem Termin beim Arbeitsamt und brauche Fahr­geld. Es gibt in Ben­dorf, Höhr-Grenz­hau­sen und Umge­bung Häuser, an denen er so offen­bar vier Mal Kasse gemacht hat. Rei­hen­weise gingen die Leute dem Mann auf den Leim, der zwar nicht einmal Haupt­schul­abschluss und auch keine Berufs­aus­bil­dung hat, aber gut reden kann.

End­sta­tion Pfarr­haus

Aus­gerech­net das Pfarr­haus in Wei­ters­burg hatte für den Mann die End­sta­tion bedeu­tet: Nach einem Hinweis von dort war er erst­mals fest­genom­men worden (die RZ berich­tete). Und gab nach einer Nacht im Koblen­zer Gewahr­sam morgens bei der Ben­dor­fer Polizei zu Pro­tokoll: "Morgen fange ich an, das Geld zurück­zuzah­len, ganz bestimm­t." Fester Wohn­sitz, seine schein­bare Reue - da sah auch die Staats­anwalt­schaft keinen Grund, den Seri­enschwind­ler länger hinter Gittern zu behal­ten.

Doch dann mel­deten sich bei der Polizei in Bendorf neue Opfer: Die Polizei rea­gierte - und schlug ihn mit seinen eigenen Waffen: Er solle doch noch einmal vor­bei­kom­men, letzte Fragen klären. Er erschien bereit­wil­lig- und wurde mit den neuen Fällen kon­fron­tiert. Erst stritt er alles ab - schließ­lich gestand er: "Ich habe das Geld gebraucht, um es Leuten zu geben, die mich sonst ange­zeigt hät­ten."

Aus­reden nutzten nichts

Seine Aus­reden, sein Jam­mern, Flehen und seine Kul­ler­augen nutzten ihm bei der an Märchen gewohn­ten Haf­trich­terin wenig. Die ent­schied: Wegen Wie­der­holungs­gefahr muss der Mann in U-Haft. Er sitzt jetzt. Die Polizei ver­sucht nun, alle Fälle nach­zuvoll­zie­hen. Pro­blem: Viele Betrof­fene haben sich nicht gemel­det. Kom­missar Hans-Josef Jack­muth: "Vi­elleicht denken manche Leute, sie seien ja selbst schuld." Und beloh­nen so auch noch das skru­pel­lose Aus­nut­zen ihrer Hilfs­bereit­schaft. Jack­muth: "Wir nehmen alle Hin­weise sehr ernst und sind den Leuten dank­bar, wenn sie sich melden und so zur rest­losen Auf­klärung bei­tra­gen."

Wer Bekannt­schaft mit dem Lügen-König gemacht hat, kann sich bei der Polizei Bendorf unter Tel. 02622/94020 mel­den.

Rhein-Zei­tung


http://rhein-zeitung.de/on/05/08/27/rlp/r/regio-2.html
Samstag, 27. August 2005, 10:27 © RZ-Online GmbH (aj)
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