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Dienstag, 11. Jun. 13

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Berlin - Das Schluss­wort von Uni­ons-Kanz­ler­kan­dida­tin Angela Merkel (CDU) im TV-Duell mit Bun­des­kanz­ler Gerhard Schrö­der (SPD) ent­stammt weit­gehend einer Wahl­kampf-Rede von US-Prä­sident Ronald Reagan aus dem Jahr...

Kairo - Eine bren­nende Kerze hat am Mon­tag­abend eine Brand­kata­stro­phe mit 32 Tode­sop­fern in einem ägyp­tischen Theater ver­ursacht. Wie aus Poli­zei­krei­sen in der Haupt­stadt Kairo bekannt wur­de...

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Analyse: „Es gibt zur Zeit keinen Mangel an Rohöl”

Frankfurt/Main - Der dramatische Anstieg der Rohölpreise ist nach Aussage von Experten zu einem großen Teil auf Spekulanten zurückzuführen.

Öltanks im Hamburger Hafen

Es gibt ausreichend Rohöl - dennoch steigen die Spritpreise.

Einige Fachleute sehen bereits eine Blase wie am so genannten Neuen Markt, wo vor einigen Jahren die Kurse von Firmen aus der Informationstechnologie nach rasanten Anstiegen zusammenbrachen.

Zunehmend beteiligten sich auch europäische Anleger an der Spekulation auf steigende Ölpreise. Durch die Folgen des Wirbelsturms „Katrina” in den USA könnte sich diese Entwicklung weiter verstärken.

Die gegenwärtigen Öl- und Benzinpreise sind nach Einschätzung des Bankhauses M.M. Warburg fundamental nicht gerechtfertigt. „Die Preisentwicklung der letzten Wochen und Monate erinnert uns eher an die Spekulationsblase des Neuen Marktes”, heißt es in einer Studie.

Die Spekulation an den Rohstoffterminmärkten komme nicht nur aus den USA, sondern auch zunehmend aus Europa, sagte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der DZ Bank. „Rohstoffe sind in einer Niedrigzinsphase besonders attraktiv.” Es seien aber nicht nur Spekulanten an den Rohstoffterminmärkten aktiv, sondern auch langfristig orientierte Anleger. „Hedge-Fonds investieren insbesondere in den langen Laufzeiten von fünf Jahren und mehr”, sagte Weinberg. Die Fonds erwarteten langfristig, dass die Rohölreserven ausgehen. Weinberg selbst hält eine solche Entwicklung jedoch für unwahrscheinlich.

Der sprunghaft gestiegene Handel mit Rohölterminkontrakten deute darauf hin, dass ein Teil des Ölpreisanstiegs spekulativer Natur ist, heißt es bei M. M. Warburg. Gerechtfertigt sei lediglich ein Ölpreis von 35 bis 40 Dollar. Die Nachrichtenlage und die Stimmung am Markt könnten jedoch zu deutlich weiter steigenden Preisen führen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent wurde am Dienstag mit 65,71 Dollar gehandelt. Öl der leichten US-Sorte WTI wurde mit 67,19 Dollar notiert.

Wolfgang Wilke, Rohstoffexperte bei der Dresdner Bank, sieht einen Ölpreis von 45 bis 50 Dollar als solide an. „Ein Platzen der Preisblase könnte am ehesten durch eine deutliche Abkühlung der Konjunktur in den USA erfolgen”, sagte Wilke.

„Es gibt zur Zeit keinen Mangel an Rohöl”, begründet Wilke seine Einschätzung. Lediglich in den USA gebe es angesichts mangelnder Raffineriekapazitäten einen Mangel an Benzin. Man könne daher momentan von einer Benzinpreiskrise sprechen. Das Problem mangelnder Raffineriekapazitäten habe bereits vor dem Hurrikan „Katrina” bestanden und sei durch diesen verschärft worden.

Nach Einschätzung von Weinberg liegt der Ölpreis nicht so stark über seinem fundamental gerechtfertigten Niveau. Engpässe gebe es vor allem beim Benzin. Die USA hätten in der Vergangenheit ihre Raffineriekapazitäten nicht stark genug ausgebaut. Eine generelle Knappheit beim Rohöl sei jedoch nicht zu erkennen. Zu rechtfertigen sei der hohe Ölpreis vor allem durch die steigende Nachfrage aus China und Indien. „Der gestiegene Preis führt jedoch bereits zu steigenden Investitionen in die Rohölförderung und die Ölverarbeitung.” Dies könne sich mittelfristig preisdämpfend auswirken. Er erwartet jedoch langfristig angesichts der Nachfrageentwicklung weiter steigende Preise

Im Unterschied zu den Ölkrisen der 70er und 80er Jahren liegt auch nach Einschätzung vom M. M. Warburg kein Angebotsschock vor. Das Angebot an Rohöl ist nach Einschätzung des Bankhauses keineswegs knapp. Die OPEC-Staaten hätten ihre Förderung kontinuierlich erhöht. Die aktuellen Rohölbestände in den USA seien höher als üblich.

Im Gegensatz zu anderen Experten sind laut M. M. Warburg auch die Raffineriekapazitäten ausreichend und die Benzinbestände hätten bis vor kurzem noch auf oder sogar über dem vergleichbaren Durchschnittsniveau gelegen. Zumindest vor „Katrina” hätten die Raffineriekapazitäten durchaus ausgereicht. Auch auf der Nachfrageseite gebe es keine dramatischen Entwicklungen, schreibt M.M. Warburg. Trotz der hohen Nachfrage Chinas und Indiens steige die Weltnachfrage nach Rohöl um lediglich um 1,6 Prozent im Jahr und nach Benzin um rund zwei Prozent im Jahr.

M.M. Warburg macht aber keine großen Hoffnungen auf einen baldigen Rückgang des Ölpreises. Im Zuge des Neuen-Markt-Booms habe es damals auch mehrere Jahre gedauert, bis die Marktpreise auf ein fundamental gerechtfertigtes Niveaus gesunken seien. Laut Wilke betätigen sich an den Terminmärkten rund 90 Prozent der Teilnehmer mit spekulativen Absichten. Das heißt, Terminkontrakte werden vor Fälligkeit verkauft.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/09/06/tt/t/rzo180224.html
Dienstag, 06. September 2005, 14:27 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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Frage: die cdu hat im wahlkampf ihre gute ausgangsposition durch interne querelen aufs spiel gesetzt.das zeugt nicht gerade von einheit und führungsstärke,oder?
Antwort: Schade, dass Sie Ihren Namen nicht nennen. Innerhalb einer demokrat.Partei muss man auch diskutieren können. I.Ü. stehen wir in den Umfragen nach wie vor gut da, Werner Wittlich, CDU
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