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Sonntag, 20. Sep. 20

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Wolfs­burg - Volks­wagen stellt auf der Inter­natio­nalen Auto­mobilaus­stel­lung (IAA) den Touareg „Kong” vor.

Wolfs­burg - Auch Volks­wagen will jetzt gemein­sam mit Part­nern ein Auto mit Hybrid-Antrieb ent­wickeln. Das teilt der Auto­her­stel­ler in Wolfs­burg mit. Demnach soll ein ent­spre­chen­des Fahr­zeug auf Basis des...

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Trend zu günstigen Reise-Fahrzeugen

Düsseldorf - Luxuriöse Reisemobile mit riesigen Abmessungen oder neue Designideen für innen und außen: Das sind die Blickfänger auf dem Caravan Salon in Düsseldorf vom 27. August bis 4. September.

Wohnkabine

Wohnkabinen sind einfach zu montieren. (Bild: "Tischer/dpa/gms")

Doch daneben offenbart eine ganze Reihe eher unscheinbarer Fahrzeuge und Wohnanhänger auch eine andere Entwicklung: den Trend zu Reisegefährten, die einerseits eine ordentliche Ausstattung bieten, andererseits durch ihre günstigen Preise auch weniger betuchte Interessenten nicht abschrecken.

„Es gibt derzeit sicher einen kleinen Trend zu solchen günstigen Einsteigerfahrzeugen”, bestätigt Ralph Binder, Sprecher des Caravan Industrie-Verbandes (CIVD) in Frankfurt/Main. „Alle Hersteller erweitern ihre Palette auch nach unten.”

Besonders auffällig ist die Entwicklung im Wohnwagenbereich. Hier kommen zunehmend preisgünstige und dabei auch noch modern designte Modelle auf den Markt. „Schon zu Preisen unter 6000 Euro gibt es Fahrzeuge mit voller Ausstattung für eine Familie”, sagt Binder. Ein Beispiel ist der neue Deseo von Eiffelland, dessen Einstiegspreis bei 5999 Euro liegt. Bei kompakten Abmessungen von 4,0 x 2,18 Metern soll der Caravan genügend Platz für eine vierköpfige Familie bieten.

Bei der Ausstattung kann der Käufer außerdem wählen, was er wirklich haben möchte, und dadurch auch den Preis den eigenen Möglichkeiten anpassen. Eine Neuerung im Deseo sind Stauelemente aus Textilmaterial, die Gewicht und Kosten sparen. Für höhere Komfortansprüche gibt es den Deseo Plus für 7499 Euro.

Auf ähnlichem Preisniveau bewegt sich der Action von Adria. Er soll die jüngere Kundschaft vor allem durch seine moderne Außenoptik interessieren. Zudem kann er auch von kleineren Autos an den Haken genommen werden. Zum Design kommt aber auch noch Praktisches: Innen gibt es eine Küche mit Zweiflammenkocher, ein Doppelbett zum Ausziehen sowie einen dritten Schlafplatz.

Dass der günstige Caravan eine Sache mit Zukunft ist, zeigt sich auch bei einem weiteren Projekt. Denn es sind nicht nur die bekannten Hersteller, die in diesem Bereich aktiv sind. Auch neue kommen hinzu. So wird in Düsseldorf das Caravan-Projekt „Paul & Paula” präsentiert, für das sich zwei Unternehmen zu der neuen GFB GmbH mit Sitz im sächsischen Großenhain zusammengeschlossen haben: Zum einen der Anhängerhersteller Stema, das zweite Unternehmen ist die Funke & Will AG, die durch die Entwicklung des leichten Sportwagens YES (Young Engineers Sportscar) zu gewissem Ruhm kam.

Nun stellen beide gemeinsam ihre Vorstellung eines modernen und preisgünstigen Caravans vor. Die Namen Paul und Paula Kennzeichen unterschiedliche Farbvarianten. Der Einstiegspreis soll bei nur 5555 Euro liegen. Dafür gibt es einen Wohnanhänger, der bei nur 3,27 Metern Innenlänge zwei Erwachsenen und zwei Kindern Platz bieten soll. Zur Ausstattung gehören eine Küche und ein Bad ebenso wie ein Doppelbett. Eine Ausführung mit erweiterter Ausstattung gibt es für 6999 Euro. Laut Daniela Mätzelt von GFB startet die Produktion jetzt im Werk bei Dresden. Rund 500 Stück will man 2006 verkaufen.

Auch bei den Reisemobilen gibt es eine Preisentwicklung in Richtung Einsteigerfreundlichkeit. „Bei diesen Fahrzeugen wird die Grenze von 30 000 Euro teils deutlich unterschritten”, erklärt Ralph Binder. „Für 26 000 bis 29 000 Euro gibt es Fahrzeuge für die Reise mit der ganzen Familie.”

Ganz knapp bleibt La Strada Fahrzeugbau aus dem hessischen Echzell mit dem neuen Pronto unter der 30 000-Euro-Grenze. Das in Düsseldorf vorgestellte Fahrzeug auf Basis des Ford Transit startet zu Preisen ab 29 795 Euro. Trotzdem ist bereits alles an Bord, was für eine Reise benötigt wird: Das auf die Bedürfnisse von zwei Mitfahrern ausgerichtete Auto verfügt über eine Küchenzeile, eine Nasszelle mit Duschwanne und Waschbecken und eine Gasheizung.

Und es geht noch günstiger: So zeigt der spanische Hersteller Joint Camping Car aus Cabañas de Ebro verschiedene Reisemobile auf Fiat-Basis. Einstiegsmodell ist hier der E 31, der es auf eine Gesamtlänge von rund 5,4 Metern bringt und mit einem 2,0-Liter-Motor zu Preisen ab rund 26 230 Euro angeboten wird.

Daneben gibt es noch weitere Alternativen für mobiles Reisen zu günstigen Preisen. Beispielsweise lässt sich ein Pick-up für die Urlaubstour zum Reisemobil umrüsten. Spezialisten wie Tischer Freizeitfahrzeuge aus dem bayerischen Kreuzwertheim bieten dafür spezielle Wohnkabinen an, die auf die Ladefläche des Wagens passen.

Darin befindet sich dann die übliche Wohnausstattung. Ein Modell für verschiedene Pick-ups japanischer Hersteller wird ab 13 310 Euro Angeboten. Wird die Kabine nicht gebraucht, wird sie auf Stützen aufgebockt - der Wagen fährt einfach darunter heraus.

Übrigens ist die Idee, das mobile Reisen günstig zu machen, so neu nicht. Blyss Transporttechnik aus dem niedersächsischen Seesen zeigt in Düsseldorf die kompakten Wohnwagen des polnischen Herstellers Wiewiadow. Das kleinste Modell N126 kostet ab 4682 Euro und wird seit 35 Jahren gebaut.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/09/08/service/auto/t/rzo179178.html
Freitag, 02. September 2005, 9:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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