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Donnerstag, 6. Aug. 20

WarteraumBerlin - Einer der wenigen deut­schen Begriffe, die es in eng­lische Wör­ter­bücher geschafft haben, lautet „Angst”. Das Bedürf­nis nach Sicher­heit im Land ist groß und sicht­lich erschüt­ter­t...

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Jeder zweite hat Zukunftsangst

Berlin - Einer der wenigen deutschen Begriffe, die es in englische Wörterbücher geschafft haben, lautet „Angst”.

Warteraum

Menschen warten in einer Agentur für Arbeit: Viele Deutsche haben Zukunftsangst.

Das Bedürfnis nach Sicherheit im Land ist groß und sichtlich erschüttert, wie die neue Ausgabe der R+V-Studie zu den Ängsten der Deutschen ergab.

Jeder Zweite fürchtet die Zukunft , doppelt so viel wie noch vor 15 Jahren. Die Wirtschaftslage, drohende Arbeitslosigkeit und steigende Preise bereiten immer mehr Menschen Kopfzerbrechen. Die am Donnerstag in Berlin vorgestellte Studie ist ein Alarmsignal. Denn wer Angst hat, bleibt eher passiv als dass er zum Aufbruch bläst.

„Rot-Grün hat den Deutschen Angst und Schrecken eingejagt”, sagt Unions-Fraktionsvize Roland Pofalla, für den die Studie willkommene Wahlkampfmunition ist. Die Ängste der Deutschen wuchsen laut der Langzeitstudie jedoch schon Mitte der 90er Jahre deutlich. Der Jubel über die deutsche Einheit war verflogen und die Politik begann, über die überlasteten Sozialkassen zu debattieren. Sobald Probleme auf diese Weise öffentlich werden, wachse auch die Angst, erklärt Rita Jakli, Leiterin des R+V-Infocenters.

Besonders deutlich sei in diesem Jahr die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und vor schwerer Krankheit gestiegen - um zwölf Punkte im Vergleich zum Vorjahr. „Die Sorgen der Bürger sind tief verwurzelt”, sagt der Heidelberger Politologe Manfred Schmidt. „Man wird sie nicht so schnell abbauen können.” Besonders die Massenarbeitslosigkeit habe dazu beigetragen. Der Job-Verlust sei kein Randgruppenproblem mehr, fast jeder kenne Betroffene.

Viele haben Angst, bald selbst dazu zu gehören. Dies könne die Gesellschaft lähmen. Menschen neigten eher bei guter Stimmung zum Aufbruch und zur Initiative, sagt der Dresdner Psychologe Jürgen Hoyer. „Angst ist kein guter Ratgeber.” Er kritisiert jedoch die geschlossenen Fragen bei der R+V-Umfrage: „Wenn man Leute fragt: Haben Sie Angst davor, dann sagen sie leicht ja.” Das Ergebnis spiegele daher nicht echte Angst oder gar Angststörungen wider, sondern eher leichte Befürchtungen.

„Der Großteil der Ängste der Bevölkerung hat einen realen Kern”, sagt dagegen Jakli. Der Politologe Schmidt bestätigt dies. Zudem hätten zwei Drittel der Bevölkerung neben ihrer Zuversicht auch den größten Teil ihres Vertrauens in die Politik verloren. „Es gibt eine beachtliche Verunsicherung der Wählerschaft.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/09/08/service/gesundheit/t/rzo180852.html
Donnerstag, 08. September 2005, 17:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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