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Dienstag, 11. Juni 13
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Au­tomesse IAA zwi­schen Fahr­spaß und Öko­tech­nik

Rasen ohne Reu­e?

Frank­fur­t/Main - Kon­junk­tur­flaute, Reform­stau, Kon­sum­zurück­hal­tung: Das ewige Gejam­mere muss ein Ende haben, fordert Bernd Gott­schalk. Geht es nach dem Prä­siden­ten des Ver­ban­des der Auto­mobil­indus­trie (VDA), brau­chen die Deut­schen wieder mehr Lebens­freude. Klar, dass für den Ver­anstal­ter der Inter­natio­nalen Auto­mobil-Aus­stel­lung (IAA) dazu auch das pas­sende fahr­bare Unter­satz gehört. Am Angebot soll es nicht man­geln. Auf der welt­größten Auto­schau stehen ab dem 15. Sep­tem­ber vor allem Spaß­autos im Mit­tel­punkt - Cabrios, Sport­flit­zer und straßen­taug­liche Gelän­dewa­gen. Ein­ziger Wer­muts­trop­fen: die hohen Sprit­prei­se.

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Vor­sich­tig ent­fernt eine Frau auf der Inter­natio­nalen Auto­mobil Messe (IAA) in Frank­furt am Main die Schutz­hülle von einem Por­sche. Die 61. IAA öffnet am Montag ihre Pforten für die Fach­presse und wird am Diens­tag von Bun­des­kanz­ler Schrö­der offi­ziell eröff­net. Ins­gesamt werden rund eine Million Besu­cher erwar­tet.

Ins­gesamt haben die rund tausend Aus­stel­ler aus 44 Ländern 80 Welt­pre­mie­ren im Gepäck. Ein aus deut­scher Sicht echter Höhe­punkt dürfte das Duell der alten Rivalen VW und Opel sein: Nachdem vor zwei Jahren an glei­cher Stelle der neue Golf gegen den Astra antrat, stehen sich in der Neu­auf­lage die Oben-Ohne-Vari­anten gegenü­ber: Das Cabrio­let-Coupé von Volks­wagen gegen Opels Astra TwinTop. Doch das schnit­tige Volvo C70-Cabrio­let macht den Deut­schen ebenso Kon­kur­renz wie der rundere Mazda MX-5 oder das kom­pak­tere Colt Cabrio von Mit­sub­ishi.

Or­dent­liche Pfer­destär­ken

Keine Auto­messe ohne ordent­liche Pfer­destär­ken: Neben den übli­chen Verdäch­tigen wie Por­sche, Jaguar und BMW wollen auch die Wolfs­bur­ger wieder in der PS-Klasse mit­mischen und schi­cken mit dem Golf R32 die zweite Gene­ration des Leit-Golf mit 250 PS an den Start. In der gewohn­ten Mischung aus protzig und gedie­gen ver­steckt Mer­cedes unter dem Blechle des neuen S 600 gar 517 PS. Auch der Boom der sport­lichen Gelän­dewa­gen ist unge­bro­chen. Selbst Audi zieht mit dem Q7 nach, nachdem die Ingol­städ­ter den Trend lange ver­schla­fen hat­ten.

Fahr­spaß hin oder her: Ein Blick auf die Zapfsäule genügt, um von der bit­teren Rea­lität exor­bitan­ter Ölpreise ein­geholt zu werden. "Wenn die deut­schen Auto­bauer weiter auf Sprit schlu­ckende Modelle setzen, schaden sie den Ver­brau­chern und über kurz oder lang sich selbst", sagt Holger Kra­win­kel, Ener­gie- und Umwelt­experte beim Bun­des­ver­band der Ver­brau­cher­zen­tra­len (vzb­v).

Diesel mit Fil­ter

Nach­dem sich der Wirbel um den Die­sel­ruß gelegt hat - inzwi­schen prä­sen­tie­ren selbst die meisten deut­schen Her­stel­ler ihre neuen Diesel mit Filter - wird nun den Schluck­spech­ten der Hahn abge­dreht. Die Motoren sollen dabei aber gleich­zei­tig mehr leis­ten. Fahr­spaß ohne schlech­tes Gewis­sen also. So bringt es der neue 3er BMW Touring Diesel mit 163 PS auf einen Durch­schnitts­ver­brauch von respek­tablen 5,9 Litern. Beim Ben­ziner setzen viele Auto­bauer wie Volks­wagen neben der Direktein­sprit­zung auf weniger Hubraum.

Hy­bri­dan­trie­b

Auch der von Toyoto for­cierte Hybri­dan­trieb - die Kom­bina­tion von Elek­tro­motor und Ben­ziner - spielt beim Sprit­spa­ren eine große Rolle. Viele Auto­bauer und Zulie­ferer prä­sen­tie­ren in diesem Jahr ihre Hybrid-Ideen am Main. Dabei sollen die Autos auch ihr Image als träge Spaß­brem­sen able­gen. Schaffte der Elek­tro­motor der ersten Gene­ration von Toyotas Prius vor acht Jahren gerade mal 45 PS, bringt es das Nach­fol­gemo­dell inzwi­schen auf 167 Pfer­destär­ken. Der neue Lexus GS 450 h ver­steckt unter seiner Haube gar rund 200 PS. Dass dabei auch der Ver­brauch stetig sinkt, ist ein will­kom­mener Neben­effek­t.

Erd­gas­auto

Spar­sam­keit haben sich auch die Mas­sen­her­stel­ler Opel und Volks­wagen auf die Felgen geschrie­ben. Die Rüs­sels­hei­mer bringen ihren neuen Zafira CNG nach Frank­furt mit. Mit der Neu­auf­lage von Deutsch­lands meist­ver­kauf­tem Erd­gas­auto lassen sich gegenü­ber einem Diesel rund 30 Prozent der Sprit­kos­ten sparen, im Ver­gleich zum Ben­ziner sogar die Hälfte. Volks­wagens Touran und Caddy sollen ab Anfang kom­men­den Jahres eben­falls als Erd­gas­ver­sio­nen beim Händler ste­hen.

  • Mehr zur IAA im Inter­net unter http://www.iaa.de

    afp - Foto: dpa


    http://rhein-zeitung.de/on/05/09/11/news/r/iaa-1.html
    Sonntag, 11. September 2005, 17:06 © RZ-Online (aj)
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