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Sonntag, 11. September 05

Der MeistermacherSpa-Fran­cor­champs  Elf Jahre nach dem ersten WM-Tri­umph von Michael Schu­macher wird sich für Flavio Bria­tore mög­licher­weise die Erfolgs­geschichte wie­der­holen.

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Flavio Briatore vor dem zweiten WM-Triumph

Spa-Francorchamps  Elf Jahre nach dem ersten WM-Triumph von Michael Schumacher wird sich für Flavio Briatore möglicherweise die Erfolgsgeschichte wiederholen.

Der Meistermacher

Flavio Briatore (r) und Fernando Alonso bei einer Pressekonferenz in Bahrain.

In Fernando Alonso könnte der Italiener bereits seinen zweiten Formel-1-Fahrer auf den WM-Thron führen. Sollte es mit der Siegesfahrt - wie nach dem ersten Versuch beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps - auch in Brasilien nicht klappen, dann kann der junge Spanier seinem Teamchef noch bei den folgenden Rennen in Japan und China mit dem Fahrer-Titel beschenken. „Die Weltmeisterschaft habe ich im Moment nur mit Benetton gewonnen. Noch ist es nicht vorbei. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir den Fahrertitel bereits in der Tasche haben”, sagte der Italiener.

Angesichts eines Vorsprungs von 25 Punkten auf den Finnen Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes zweifelt jedoch kaum einer daran, dass Alonso demnächst den Brasilianer Emerson Fittipaldi als jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte ablösen wird. Und deshalb sieht es so aus, als ob Briatore den Erfolg wie ein Magnet anzieht.

Wie kaum ein anderer sorgt der 55-Jährige sonnengebräunte Italiener zudem für bunte Farbtupfer im Formel-1-Zirkus. Er ist zum einen einer, der Talente früh erkennt. Knallhart hat er sich auch deshalb zu einem der erfolgreichsten Teammanager in der Formel 1 hochgearbeitet. Auf der anderen Seite genießt er seinen Ruf als Playboy und Lebemann. Nicht nur seine Beziehungen mit den Supermodels Naomi Cambell und Heidi Klum füllten die Klatschspalten der Zeitungen.

Als Schumacher ein Jahr nach dem Gewinn seines zweiten WM-Titels zu Ferrari wechselte, trat auch Briatore wenig später etwas kürzer. In der Formel 1 war er 1988 aufgetaucht, als ihm der Industrielle Luciano Benetton, für den Briatore in den USA als Statthalter auftrat, die Leitung seines Rennstalls übertrug. Gegen alle Widerstände setzte er die Verpflichtung von Michael Schumacher durch, den er unmittelbar nach dessen Formel-1-Debüt in Spa-Francorchamps im Jahre 1991 von Jordan holte. Den Rest der Saison fuhr der damals 22 Jahre alte Kerpener an der Seite des dreimaligen Weltmeisters Nelson Piquet, dessen Landsmann Roberto Moreno für die letzten Rennen das Cockpit räumen musste.

Und nun also Alonso. Den holte Briatore zunächst als Testfahrer von Minardi, zahlte die Wechselgebühr angeblich aus eigener Tasche. Die Dienste des nächsten Juwels hat sich der pfiffige Italiener bereits gesichert. Der in der Grand-Prix-Zwei-Serie führende Finne Heikki Kovalainen wird von ihm gemanagt. Sollte Alonso für Renault zu teuer werden, könne er gehen. „Dann bringe ich Kovalainen in die Formel 1”, kündigte er an. Denn für Briatore ist ein Fahrer nicht alles. 35 Millionen, sagte er, würde er niemals ausgeben für einen Piloten. Doch falls Alonso das Renault-Team verlässt, wird Briatore verdienen. Schließlich ist er auch der Manager des Spaniers.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/09/11/sport/formel1/t/rzo181227.html
Sonntag, 11. September 2005, 18:25 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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