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Dienstag, 11. Jun. 13

Katastrophengebiet New OrleansNew Orleans - Zwei Wochen nach der Hur­rikan­kata­stro­phe in den Süd­staa­ten der USA bekom­men Tau­sende Helfer die Lage all­mäh­lich in den Griff. So wird das ver­seuchte Wasser aus dem über­flu­teten New Orleans jetz­t...

Gedenken an die Terroranschläge vom 11. SeptemberNew York/Wa­shing­ton - Mit Trau­erkund­gebun­gen in New York, Washing­ton und Penn­syl­vania haben tau­sende Ame­rika­ner am Sonntag der fol­gen­schwe­ren Ter­ror­atta­cken vor vier Jahren gedacht. Am Ground Zero ver­lasen 320...

Belfast - Bei den schwers­ten Aus­schrei­tun­gen in Nordir­land seit Jahren sind in der Nacht zum Sonntag in Belfast 32 Poli­zis­ten ver­letzt worden. Ein Zivi­list wurde schwer ver­letzt, teilte Poli­zei­chef Hugh Orde mit.

Gaza/Tel Aviv - Nach 38 Jahren Besat­zung zieht Israel seine letzten Truppen aus dem Gaz­ast­rei­fen ab. Die israe­lische Regie­rung stimmte am Sonntag für die Auf­hebung der Militär­ver­wal­tung im Gaz­ast­rei­fen und gab...

Tokio - Die japa­nische Regie­rungs­koali­tion von Minis­ter­prä­sident Juni­chiro Koizumi ist klarer Sieger der Unter­haus­wahl vom Sonn­tag. Nach Pro­gno­sen japa­nischer Fern­seh­sen­der konnte sich die Koali­tion aus Koi­zumis...

Bagdad - Bei einer Offen­sive des ame­rika­nischen und ira­kischen Militärs in der Rebel­len­hoch­burg Tel Afar sind rund 150 mut­maß­liche Extre­mis­ten getötet worden.

 Das Thema des Tages 

Analyse: FDP setzt alles auf den Schlussspurt

Berlin - „Diese Machtperspektive für Gerhard Schröder ist mit dem heutige Tag weg” - eigenhändig hatte Guido Westerwelle die entscheidende Passagen noch am Vortag in den FDP-Wahlaufruf eingefügt: Eine Ampelkoalition mit dem SPD-Kanzler und den Grünen wird es mit den Freidemokraten also nicht geben.

FDP-Parteitag

FDP-Chef Guido Westerwelle auf dem Sonderparteitag der Liberalen in Berlin

An die Adresse des Wunsch-Koalitionspartners Union gab es an diesem letzten Sonntag vor der Wahl auch zwei FDP-Botschaften: Ohne eine finanzielle Nettoentlastung für die Bürger gehen die Freidemokraten in keine Koalition. Und für die FDP ist Fraktionschef Wolfgang Gerhardt als Außenminister seit dem Sonntag „gesetzt”. Allerdings überreizte Westerwelle nicht. Die weiteren sechs Spitzenvertreter im so genannten „Kompetenzteam” der FDP gehören zur „Verhandlungsmasse”, die nach gewonnener Wahl weiter in der Diskussion bleiben werden.

Die Inszenierung des Wahlkampfparteitags in Berlin war ganz auf diese Vorgaben ausgerichtet. Ein „Feldgottesdienst mit Kampfesmut”, urteilte ein Delegierter. Die Stimmungslage war entsprechend: „Es wird knapp, es entscheidet sich auf den letzten Metern”, sagte Generalsekretär Dirk Niebel. Große Zweifel an dem Erfolg in einer Woche oder gar Resignation angesichts extrem knapper Umfragen waren nicht zu spüren: „Die Stimmung ist besser als die Umfragenlage”, sagten Abgeordnete, die direkt aus ihren Wahlkreisen nach Berlin kamen.

Kritik am Wahlkampf der Union, die in den vergangenen Tagen in Umfragen Prozentpunkte verloren hat, gab es nur hinter vorgehaltener Hand. Mit Kopfschütteln reagierte man auf den Umgang der Union mit ihrem parteilosen Steuer-Reformer Paul Kirchhof. „Ist es nicht schön, dass wir Herrn Solms haben”, konnte sich Westerwelle den Hinweis auf die FDP-Alternative für das Finanzministerium nicht verkneifen.

Der Parteichef legte sich vor den mehr als 600 Delegierten ganz besonders ins Zeug. Mit einer pointierten Rede suchte er den Ruf des sozial Kalten zu zerstreuen. „Wenn die Wirtschaft abschmiert, dann leiden nicht zuerst die Reichen, dann leiden zuerst die Ärmsten.” Westerwelle wurde gefeiert, als habe er die Wahl schon gewonnen. Gerhardt wiederum legte in seiner Rede eine Art außenpolitische Regierungserklärung ab. Egal, ob Westerwelle nach der Wahl ins Kabinett strebt oder nicht: Für das Amt des Außenministers steht er nicht mehr zur Verfügung.

Für die FDP, aber auch für den Parteichef geht es jetzt um alles oder nichts. Die FDP blieb in den vergangenen Wahlkampf-Wochen oft blass. Das „Duell der Großen” faszinierte mehr, als die Botschaften der Westerwelle-Partei. Das soll sich nun ändern - vielleicht auch noch mit einem weiteren Wahlkampf-Auftritt von Unions- Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) mit Westerwelle kurz vor dem Wahltag. Das „Gespenst” große Koalition verfehlt nicht seine Wirkung.

Mit einem Kraftakt auf der Zielgeraden will die FDP doch noch die Prozentpunkte holen, die ein besseres Ergebnis als 2002 bringen sollen. Damals kam sie auf 7,4 Prozent. Die Freidemokraten verfehlten damit das Ziel der Regierungsbildung. Ein zweites Mal würde dies die Partei tief erschüttern. Und sie ließe das ihrem Vorsitzenden auch kaum durchgehen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/09/11/tt/t/rzo181441.html
Sonntag, 11. September 2005, 16:37 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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Frage: die cdu hat im wahlkampf ihre gute ausgangsposition durch interne querelen aufs spiel gesetzt.das zeugt nicht gerade von einheit und führungsstärke,oder?
Antwort: Schade, dass Sie Ihren Namen nicht nennen. Innerhalb einer demokrat.Partei muss man auch diskutieren können. I.Ü. stehen wir in den Umfragen nach wie vor gut da, Werner Wittlich, CDU
Wahlkreis Neuwied (199)