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Mittwoch, 14. Nov. 18

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Im Internet ist Ideenklau verbreitet

Düsseldorf/Hamburg - Im Web finden unzählige Seiten mit wissenschaftlichen Texten.

Symbolbild

Manche nutzen „copy-and-paste” für ihre Uni-Arbeit. (Bild: Schierenbeck/dpa/gms)

„Seit es das Internet gibt, treten mitunter Fälle auf, dass Vorträge und wissenschaftliche Arbeiten übernommen werden”, erklärt Rechtsanwalt Endress Wanckel in Hamburg.

Der Jurist befasst sich mit Streitfällen in Sachen Urheberrecht. Der plumpe Klau mittels „kopieren und einfügen” sei zum Glück selten. „Er ist leicht beweisbar und eindeutig rechtswidrig.”

Die Universitäten haben reagiert: Um der Übernahme fremder Texte vorzubeugen, wird zunehmend auf die Aufgabenstellung in Prüfungen geachtet. „Ist eine Fragestellung spezieller und regionaler, sinkt die Chance, bereits eine fertige Ausarbeitungen im Internet zu finden”, erklärt Prof. Horst Degen.

Nach den Erfahrungen des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Düsseldorf ist der Ideenklau aus dem Netz eine Randerscheinung. Dennoch sei es schon vorgekommen, dass er einen Assistenten damit betraut habe, Stichworte einer Arbeit in eine Suchmaschine einzugeben, „um mal zu schauen, was man im Internet dazu findet”.

„Die Technik hilft beim Klauen - sie hilft aber auch, schwarze Schafe zu ermitteln”, sagt Prof. Manuel René Theisen von der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In den USA sei es üblich, Abschlussarbeiten mit einer speziellen Prüfsoftware zu untersuchen.

Wer sich die Arbeit zumindest erleichtern will, kann Hausarbeiten, Referate oder Präsentationen im Internet auch gleich bestellen. „Ghostwriting ist so alt wie die Schrift”, sagt Daniel Ridders, Mitbetreiber der Internetseite „hausarbeiten24.com” aus Münster. Seine Mitarbeiter schreiben Arbeiten nach Kundenwunsch, die als Vorlage für die eigene Ausarbeitung dienen sollen.

Alarmierend sei, mit welcher Selbstverständlichkeit diese Möglichkeiten genutzt werden, findet Prof. Theisen. Dass sich Betrugsmanöver etwa durch eine bessere Betreuung der Studierenden unterbinden ließen, hält er allerdings für eine romantische Vorstellung: „Dazu müsste man eine 1:1-Betreuung anbieten.”

Nachdem an einem Fachbereich der Universität Hannover Hausarbeiten aufgetaucht waren, die aus dem Internet stammten, dürfen Lehrende der Philosophischen Fakultät nun auch für solche Arbeiten eine Originalitätserklärung verlangen. Bislang sind sie nur für Diplom- und Magisterarbeiten üblich. Studierende bestätigen damit, dass sie eine Arbeit selbstständig und nur unter Verwendung der angegebenen Quellen angefertigt haben.

Dass Quellen aus dem Internet genutzt werden, sei kein Problem - solange sie angegeben werden, sagt Martin Lähnemann, Studiendekan der Philosophischen Fakultät der Universität. Das Datennetz habe einen neuen Weg der Recherche eröffnet. „Heute enthalten die abgegebenen Arbeiten 75 bis 80 Prozent Literaturquellen aus dem Internet.”

Was für Fachbücher und sonstige gedruckte Werke gilt, hat auch im Internet Gültigkeit. Ein Verzicht auf die Quellenangabe kollidiert mit dem Urheberrecht. „Eine Veröffentlichung im Internet gibt niemandem das Recht zur Übernahme”, erklärt Endress Wanckel.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/10/06/service/computer/t/rzo187391.html
Mittwoch, 05. Oktober 2005, 11:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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