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Aktivurlaub unter Gleichgesinnten

Hannover - Cluburlauber wollen, wenn sie mit dem Nachwuchs verreisen, neben Erholung am Strand auch ein umfangreiches Animationsprogramm.

Willkommen im Club

Auch und gerade bei Familien beliebt: Cluburlaub (Bild: Aldiana/dpa/gms)

Das Club-Angebot ist immer breiter und spezieller geworden. Aber nicht überall, wo Club draufsteht, ist auch Club drin.

„Im Vergleich zu den Pauschalreisen ist Cluburlaub ein kleines Segment”, sagt Prof. Torsten Kirstges von der Fachhochschule in Wilhelmshaven. Vorreiter war der französische Club Med. Der erste Robinson Club eröffnete 1971, die erste Aldiana-Clubanlage zwei Jahre später. Robinson, inzwischen unter dem Dach der TUI in Hannover, ist mit 315 000 Gästen im vergangenen Jahr auf dem deutschen Markt klar die Nummer eins, gefolgt von Aldiana aus dem Thomas-Cook-Konzern mit etwa 100 000 Gästen.

Die Robinson-Urlauber wollen im Urlaub eigentlich alles auf einmal, ergab eine Gästebefragung: „Entspannung, Sport, Unterhaltung, Action und Genuss”. Die Hälfte der Gäste treibt regelmäßig Sport und macht keinen Urlaub, um darauf zu verzichten, 80 Prozent finden „Wellfit” wichtig. „Die Cluburlauber sind immer anspruchsvoller geworden”, sagt Robinson-Geschäftsführer Max-Peter Droll.

„Cluburlaub hat schon etwas mit Luxus zu tun, damit, sich verwöhnen lassen zu wollen”, sagt Prof. Kirstges. „Das Zahlenverhältnis von Animateuren und Gästen ist auch viel höher als im Hotel.” Entsprechend kostet es in der Regel auch mehr. Kirstges zufolge sind im Schnitt etwa 1300 Euro pro Woche realistisch. „Eine Familie ist dann also schnell 5000 Euro los.”

Auf jeden Fall sei es ein „hochwertiges Produkt”, sagt Aldiana-Sprecherin Simone Schabrich. Fast drei Viertel der Aldiana-Gäste verfügen über ein Einkommen von mehr als 3000 Euro brutto, 78 Prozent zählen zur Gruppe der Selbstständigen oder leitenden Angestellten - ähnlich sieht es bei den Gästen der Robinson Clubs aus.

Ganz einfach haben es die Clubbetreiber nicht: „Viele Hotels haben das Konzept kopiert”, sagt Kirstges. „Die Grenzen zwischen Cluburlaub und All-inclusive-Reisen verwischen immer stärker.” Um ihr Profil zu schärfen, müssten die Clubs deshalb noch mehr in ihr Animations- und Eventprogramm investieren.

Die Zahl der Cluburlaubanbieter ist außerdem gewachsen: Die TUI beispielsweise fährt mit den Robinson- und den Magic-Life-Clubs inzwischen zweigleisig. Andere Veranstalter wie ITS mit den Calimera Clubs und Alltours mit den Clubs Alltoura sind hinzu gekommen. Auf dem Markt tummeln sich Prof. Kirstges zufolge aber noch etliche andere, die mit Cluburlaub werben, längst aber nicht den gleichen Service bieten.

Kirstges erwartet beim Cluburlaub einen Trend zur Spezialisierung: Schon längst lässt sich im Katalog nachschlagen, ob die Clubanlage eher für Familien, Paare oder Singles optimal ist. Und auch das Angebot an Freizeitaktivitäten differenziert sich aus: Golfspieler mit Kindern, die sich für Katamaranfahren oder Kitesurfen interessieren, finden ebenso das passende Angebot wie ältere allein Reisende, die gerne Mountainbike fahren und im Urlaub ein Weinseminar belegen möchten.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/10/24/magazin/t/rzo188812.html
Dienstag, 11. Oktober 2005, 10:20 © RZ-Online (NewsDesk)
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