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Dienstag, 11. Jun. 13

Günther JauchMünchen - Was wurde nicht alles her­umex­peri­men­tiert im Fern­sehen: Da wurde das Rea­lity-TV erfun­den. Als der Trend vorbei war, wurde die Reality mit Fiktion gemischt, dann wurden Ser­vice­tain­ment...

WindelnNew York - Kein Windeln wech­seln, keine Aus­schläge auf zarten Baby-Popos und weniger Stress erhof­fen sich junge Eltern von einer neuen Tech­nik: Babys werden schon von der ersten Woche an auf Töpf­chen gehal­ten.

Rom - Bücher­wür­mer, Kaf­fee­lieb­haber und Gour­mets können mitt­ler­weile in Rom unter einem Dach ihre Lei­den­schaf­ten stil­len: Bücher-Bars sind der neueste Trend in der ita­lie­nischen Haupt­stadt.

Linz - Flotte Sprüche, einmal wört­lich genom­men: im oberös­ter­rei­chi­schen Mühl­vier­tel können sich Wan­derer auf dem neuen „Sprüche­weg” beim Mar­schie­ren von sin­nigen Sprüchen inspi­rie­ren lassen.

Leipzig - Die Leip­ziger Gose geht in die Geschichte ein: Das ober­gärige Kult­bier ist nach den Worten von Gose­wirt Hartmut Hen­nebach nicht nur beliebt wie zu Goethes Zei­ten...

Kairo - Eine völlig neue Methode, das Handy beim Auto­fah­ren zu benut­zen, lässt sich in jüngs­ter Zeit in der ägyp­tischen Haupt­stadt Kairo beob­ach­ten. Ver­schlei­erte Frauen klemmen das Mobil­tele­fon während der Fahr­t...

TV-Trends 2006: „Ohnsorg on Speed” und der tiefe Fall der Stars

München - Was wurde nicht alles herumexperimentiert im Fernsehen: Da wurde das Reality-TV erfunden. Als der Trend vorbei war, wurde die Reality mit Fiktion gemischt, dann wurden Servicetainment, Historytainment und Docutainment entwickelt.

Günther Jauch

Günther Jauch ist immer noch eine sichere Bank.

Die neuen Trends tragen hübsche, synthetische Namen tragen und haben sich oft schon überlebt, bevor der Verbraucher sie wahrnehmen können.

Entwicklungen, die alle für die Katz waren? „Das Fernsehen wird sich wieder auf seine klassischen Genres besinnen: auf Dokumentation und Fiktion”, sagte Ute Biernat, Geschäftsführerin der Produktionsfirma Grundy Light, auf einer Diskussion zu neuen Trends auf den Münchner Medientagen.

Aber so einfach geht es auch wieder nicht. Die Dinge müssen finanzierbar sein, fordern die Senderchefs. Und das schwere Los der Programmmacher, die neue Fernsehinhalte in die zweite Hälfte des Jahrzehnts schicken wollen, ist: Sie brauchen gute Ideen, möglichst solche, die woanders schon geboren wurden, gut gelaufen sind, aber trotzdem nicht geklaut werden müssen und günstig sind. Und die Werbekundschaft muss das Geld dafür aufbringen.

Und dann ist da noch die Angst vor den Kleinen: „Die großen Sender werden viel verlieren, weil die Zuschauer sich das bei den kleinen suchen, was sie brauchen””, sagte Borris Brandt, Deutschlandchef der holländischen Produktionsfirma Endemol. Das gilt für kulinarische Genüsse (wie bei TV Gusto) oder Pferdesportinteressen (wie bei Raze TV) und für viele andere Geschmäcker mehr. Denn die flexiblen neuen digitalen TV-Kanäle haben inzwischen ein gewisses Gewicht am Werbemarkt und machen den durch die Finanzierungskrise angeschlagenen Vollprogrammen das Leben schwer.

Also geht der Zug hin zur finanzierbaren klassischen Erzählweise. Roger Schawinski, Geschäftsführer beim Berliner Privatsender Sat.1, schwört auf die Zukunft von „Ohnsorg on Speed”, wie er es nennt. Ab November sendet Sat.1 Boulevardkomödien, in Theatersälen aufgezeichnet und für ein jüngeres Publikum bestimmt. „Die deutschen Boulevardtheater sind im Augenblick voll”, sagte der seit bald zwei Jahren amtierende Senderchef aus der Schweiz. Und Endemol-Chef Brandt macht für die nächsten Jahre einen weiteren Trend aus: „Die großen Stars werden fallen, tief fallen - die nächste Generation kommt bald.”

Soll man nun selber produzieren oder Lizenzware einkaufen? Beides wird verfolgt. Zwar kostet eine Folge einer US-Serie nur rund zehn bis 20 Prozent einer Eigenproduktion, die Flopquote aber ist ungefähr dieselbe. Frank Hoffmann, Chef des erfolgreichen privaten Kölner Senders Vox aus der zweiten Reihe, sagt: „Wir werden keine eigenen Serien entwickeln - das können wir uns nicht leisten. Aber wir tun alles, um unsere Marke auszubauen und zu pflegen.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/10/27/magazin/szene/t/rzo193175.html
Donnerstag, 27. Oktober 2005, 12:08 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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