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Dienstag, 11. Jun. 13

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Bon Jovi: Rock'n'Roll lebt wei­ter

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"Have a nice day" - so lautet der Titel des neuen Bon-Jovi-Albums. Schöne Tage genießt der Rock"n"Roller gerne unter dem blauen Himmel des Fürstentums Monaco.

Bon Jovi rockt nächs­tes Jahr in Koblenz und feiert mit unserer Zeitung deren 60. Geburts­tag. Am Mitt­woch, 17. Mai, kommt der Super­star des Rock vors Kur­fürst­liche Schloss. Wir haben den Sänger im Urlaub besucht, ent­spannt im Hafen von Monte Carlo. Sommer, Yacht, blaues Meer - so erholt sich ein wahrer Rock"n"Rol­ler vom Stress der Büh­ne.

Das ist Rock'n'Roll. Frauen und Männer liegen ihm zu Füßen. Er sieht blen­dend aus, ist sooo sym­pathisch. Er rockt und softet gerade im rich­tigen Wech­sel. Er ist ver­hei­ratet und hat Kinder, aber trotz­dem flirtet er mit den Frauen, nennt sie "Babe". Er liebt den deka­den­ten Urlaub und setzt sich für die Hur­rikan-Opfer in den USA ein. Er sagt offen seine poli­tische Meinung und greift US-Prä­sident George W. Bush wacker an, und er will bei hoch­som­mer­lichen Tem­pera­turen in Monaco auf der Yacht nur relaxen und am liebs­ten kein seriö­ses Wort reden.

Jon Bon Jovi (43) ver­kör­pert die san­gui­nische Ader des Rock"n"Roll, ist him­mel­hoch albernd und schnell genervt. Und - er zieht die Schuhe aus, um den Teppich auf dem Ober­deck der Yacht nicht zu rui­nie­ren. Was für ein Mann - ein Mann der Gegensät­ze.

"Have a nice day" ist der Titel seines neuen Albums, so heißt seine neue Tour, und auch hier zeigt sich Bon Jovis Gegensätz­lich­keit. Denn der Song handelt nicht von einem Strah­lemann, der jedem Passan­ten "einen schönen Tag" wünscht. Nein, mit diesem Satz beendet Bon Jovi unlieb­same Dis­kus­sio­nen, während deren Verlauf man sich nicht auf einen Nenner einigen konnte. "Du hast deine Mei­nung, ich habe meine Meinung - have a nice day", beschreibt Bon Jovi die Kern-aus­sage.

Pas­send dazu greift Bon Jovi auch nicht zu Kon­zert­kri­tiken. "Ich kenne Kol­legen, die diese Kri­tiken ständig lesen und sich danach rich­ten", sagt er. "Aber so etwas würde mich ver­rückt machen." Und es würde nicht zu ihm passen - Bon Jovi zieht seine Show durch wie eh und je.

Ob seine neue Open-Air-Tour­nee mit großen Effek­ten auf­war­tet? Breites Bon-Jovi-Grin­sen unter der Son­nen­brille, der Blick wandert über die Bucht von Monte Carlo: "Hey, ich habe 25 Jahre gear­bei­tet, um ins Pub­likum schauen zu dürfen! Mir ist es völlig egal, was hinter mir auf der Bühne pas­siert, da schaue ich nicht hin!" Und er kann sich weg­schmeißen vor Lachen - was für ein her­ziger Laus­bub.

Spaß - wenn er den nicht mehr hätte, dann wäre es schlimm bestellt um einen der letzten Rock'n'Rol­ler. "Mir sind Besu­cher­zah­len egal oder wie viel Alben ich ver­kaufe. Ich will einfach Spaß haben." Doch so ganz stimmt das nicht. Denn wenn sich Bon Jovi auf ein paar ernst­hafte Momente ein­lässt, kommt ein äußerst zeit­kri­tischer und gera­dezu phi­loso­phi­scher Mann zum Vor­schein. "Musik ist die Inspi­ration für alle anderen Küns­te", sagt er und sein Blick wird hart - denn jetzt kri­tisiert er sein eigenes Geschäft, das Musik-Busi­ness. "Ich bin in meinem Leben nicht so weit gekom­men, weil ich irgend­wann einmal einfach nur eine gute Single ver­öffent­licht habe." Harte Arbeit, kon­stante Arbeit, selbst­kri­tische Arbeit - seine Alben sind das Ergeb­nis langer Gedan­ken­wäl­zereien, langer Nächte. "Wie soll es irgend­wann einmal einen neuen Bob Dylan geben, wenn die heu­tigen jungen Stars nur noch rasche Singles pro­duzie­ren dürfen und die Album-Erfah­rung fehl­t?"

Ist der Rock"n"Roll dem Unter­gang geweiht? "Nein, nein", wehrt Bon Jovi heftig ab. "Ja, die Großen, die Ori­ginale treten langsam ab, aber es werden neue Leute kommen, die nicht Britney oder J.Lo heißen." Da spielt ein schel­misches Lachen um sein Gesicht, er wirft sich in Pose und imi­tiert Jen­nifer Lopez, wie sie gerade am Piano kom­poniert. "Honey, schreib einen Song für mich", sülzt er spöt­tisch - durch und durch der kernige Musi­ker, der den weich­gespül­ten, vor­gekau­ten Plät­scher-Pop nicht mehr hören mag. Der - trotz eigener Abste­cher in den Schmalz­topf des Rock - immer noch die Fahne der ehr­lichen Musik mit Aussage hisst.

Und der sich bereits auf seine Fans freut, die er beim Open-Air in Koblenz mit einem neuen Service über­rascht: Jeder Kon­zert­besu­cher darf sich per SMS seine Lieb­lings­lie­der wün­schen; die Lied­wün­sche oder auch Bot­schaf­ten werden auf einer großen Lein­wand an der Bühne ange­zeigt. Ob er denn dann auch die gewünsch­ten Titel spielen wird? Bon Jovi lümmelt sich ins teure Sofa­pols­ter, schla­ckert die Arme in Rich­tung Himmel und setzt wieder sein breites Grinsen auf: "Das ist die eigent­liche Über­raschung..."

Bon Jovi spielt live vor dem Kur­fürst­lichen Schloss in Koblenz am Mitt­woch, 17. Mai 2006, prä­sen­tiert von unserer Zeitung und SWR 3. Karten: RZ-Shops, und Telefon 01805/43 04 31.

Mi­chael Defran­ces­co


http://rhein-zeitung.de/on/05/10/28/magazin/r/szene1028.html
Freitag, 28. Oktober 2005, 16:24 © RZ-Online GmbH (to)
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