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Dienstag, 11. Jun. 13

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London - Erst sorgte ein Enthül­lungs-Buch über Eng­lands berühm­tes­ten Dichter William Sha­kes­peare für Debat­ten, jetzt befeu­ert ein Bil­der­streit die Spe­kula­tio­nen: Noch fast 400 Jahre nach dem Tod des Autors von...

Neuer Streit um Shakespeare

London - Erst sorgte ein Enthüllungs-Buch über Englands berühmtesten Dichter William Shakespeare für Debatten, jetzt befeuert ein Bilderstreit die Spekulationen: Noch fast 400 Jahre nach dem Tod des Autors von „Viel Lärm um Nichts” beschäftigen die Rätsel seiner Biografie die Fantasie der Menschen.

«Hamlet»-Ausgabe

Der Autor des „Hamlet” gibt viele Rätsel auf.

Der historisch belegte Theatermacher Shakespeare (1564-1616) wurde zu Lebzeiten nie mit Manuskripten unter dem Arm beschrieben. Die bekanntesten Porträts entstanden erst nach seinem Tod. Vor diesem Hintergrund präsentierte nun ein Buch den Zeitgenossen und Diplomaten Sir Henry Neville als „wahren” Autor der Shakespeare-Texte. Und Kunstexperten glauben, dass „Grafton”-Bildnis” zeige nicht das Genie, sondern einen Unbekannten.

Beide Debatten haben eine Gemeinsamkeit: Es geht es um die Frage, wie gebildet und wohlhabend der reale Künstler aus Stratford upon Avon zu konkreten Zeiten gewesen sein kann. Denn nur unter bestimmten Voraussetzungen fügen sich die Komödien und Königsdramen und die Porträt-Darstellungen in sein dokumentiertes Leben ein.

Der neue Name Neville ist im Streit um die Autorschaft nur einer von vielen: Seit dem 17. Jahrhundert gab es Versuche zu beweisen, dass der Sohn eines Handschuhmachers mit seiner kurzen Schulbildung die großartigen Verse nicht verfasst haben könne. Es kursierten die Namen verschiedener Adliger, von einer Gruppe um Christopher Marlowe und der von Königin Elizabeth I. als wahre Dichterfürsten.

In diese Argumentation reiht sich nun der angesehene Historiker William Rubinstein mit „The Truth Will Out: Unmasking the Real Shakespeare” ein. Mit Ko-Autorin Brenda James behauptet er, dass Nevilles Bildung und Biografie perfekt mit der Werkfolge harmonierten. „Wenn man versucht, Shakespeare mit den Stücken zu verbinden, ist da fast nichts”, sagte Rubinstein.

Mehrere andere Historiker widersprachen vehement: „Es gibt absolut keinen Anlass zu vermuten, dass irgend ein anderer als William of Stratford die Stücke schrieb”, sagte der Literatur-Professor Jonathan Bate. Neville habe nicht die Kenntnisse über Stratford und das Handwerk der Handschuhmacher gehabt, die in den Stücken eine Rolle spielten.

Im Bilderstreit geht es zudem darum, ob der Theatermacher und Darsteller mit 24 Jahren schon genug Geld für die teure Kleidung auf dem „Grafton”-Gemälde hatte. Die Kunstexperten der National Portrait Gallery in London verneinten das. Daraus schlossen sie, dass der gezeigte Mann in Seide oder Satin nicht Shakespeare sein könne. Sie bestritten aber nicht, dass das Gemälde aus dem Jahr 1588 stammt, Shakespeares Alter „24” und das Zeichen „W+S” trägt.

Der Shakespeare-Biograf Peter Ackroyd kritisierte die Analysen der Kunsthistoriker prompt als „hochgradig zweifelhaft”. In seinem mehr als 500 Seiten starken Werk aus dem Vorjahr habe er festgestellt, dass der Dichter 1588 bereits mit einigem Erfolg Stücke verfasste und nicht ganz unbekannt war. Außerdem verweist er auf Ähnlichkeiten zum „Droeshout”-Porträt des späten Shakespeare, erschienen auf der Stückesammlung 1623. Allerdings ist auch da nicht sicher, wie viel Wahrheit in dem Bild steckt. Der Literaturexperte Ackroyd jedenfalls räumt ein, dass 100-prozentige Sicherheit hier schwer zu haben sei - wie wohl so oft bei Shakespeare.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/10/30/magazin/t/rzo193887.html
Sonntag, 30. Oktober 2005, 11:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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