Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Ticker Wetter Regionales Foto des Tages Karikatur Kalender Forum Archiv
Dienstag, 11. Jun. 13

Irans Präsident AhmadinedschadTeheran - Nach schar­fer inter­natio­naler Kritik an israel­feind­lichen Äuße­run­gen des ira­nischen Prä­siden­ten Mahmud Ahma­dined­schad hat sich die Führung in Teheran am Woche­nende um poli­tische Scha­dens­begren­zung bemüht.

Mindestens 38 Tote bei Bombenserie in Neu DelhiNeu Delhi - Nach der blu­tigs­ten Anschlags­serie in der Geschichte der indi­schen Haupt­stadt Neu Delhi läuft die Suche nach den Hin­ter­män­nern auf Hoch­tou­ren. 60 000 Poli­zis­ten seien im Ein­satz...

Gaza - Nach tage­lan­gen israe­lischen Luft­angrif­fen im Gaz­ast­rei­fen hat die paläs­tinen­sische Auto­nomie­behörde mit den mili­tan­ten Paläs­tinen­ser­orga­nisa­tio­nen einen Stopp von Angrif­fen gegen Israel ver­ein­bart.

Berlin - Der Mangel an Chan­cen­gleich­heit in den deut­schen Schulen nimmt weiter zu. Dies geht nach Infor­matio­nen der Deut­schen Presse-Agen­tur (dpa) aus dem zweiten PISA-Bun­des­län­der-Ver­gleich her­vor­...

Berlin - Bei einem Spit­zen­tref­fen von Union und SPD wird an diesem Montag eine Vorent­schei­dung über Steu­erer­höhun­gen in den kom­men­den vier Jahren erwar­tet.

Managua - Der Hur­rikan „Beta” ist am Woche­nende vor der Kari­bik­küste Nica­raguas hin- und her­gewir­belt und hat an Land Angst und Schre­cken aus­gelöst. Nica­raguas Prä­sident Enrique Bolaños rief die Men­schen auf...

Anschlagsserie in Neu Delhi: Suche nach Terroristen

Neu Delhi - Nach der blutigsten Anschlagsserie in der Geschichte der indischen Hauptstadt Neu Delhi läuft die Suche nach den Hintermännern auf Hochtouren.

Mindestens 38 Tote bei Bombenserie in Neu Delhi

Bei drei Explosionen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi kamen am Samstag viele Menschen ums Leben. Zunächst bekannte sich niemand zu den Bombenanschlägen.

60 000 Polizisten seien im Einsatz, sagte der Sprecher der Polizei in Delhi, Ravi Pawar, am Sonntag.

Bei den drei Bombenexplosionen vor einem bedeutenden Hindu-Fest waren am Samstag nach Polizeiangaben mindestens 61 Menschen getötet und 188 weitere verletzt worden. Die Nachrichtenagentur PTI meldete, mehr als 20 Menschen seien festgenommen und befragt worden. Premierminister Manmohan Singh sprach von „heimtückischen Terrorakten” gegen das indische Volk. Die Anschläge wurden weltweit verurteilt.

Trotz der Anschläge einigten sich Indien und Pakistan in der Nacht zu Sonntag auf die teilweise Öffnung der de-facto-Grenze in Kaschmir. Damit soll die Hilfe für die Opfer des verheerenden Erdbebens vom 8. Oktober erleichtert werden. An fünf Punkten sollen sich Kaschmirer von beiden Seiten vom 7. November an treffen und zu Fuß Hilfsgüter auf die andere Seite bringen können. Die Anschlagserie hatte die Gespräche überschattet. Am Sonntag bekannte sich eine bislang unbekannte muslimische Gruppe namens Inquilab (Revolution) in Anrufen bei Medien in Kaschmir zu den Anschlägen in Neu Delhi. Ein Sprecher der Gruppe forderte einen Abzug der indischen Truppen aus Kaschmir. Eine unabhängige Bestätigung der Urheberschaft gab es nicht.

Die „Hindustan Times” berichtete unter Berufung auf Geheimdienste, für die Anschläge sei eine nicht näher benannte Extremistengruppe aus dem pakistanischen Teil Kaschmirs verantwortlich. In Spekulationen in indischen Medien richtete sich der Verdacht auf Laskar-e-Toiba. Die Gruppe operiert angeblich aus Pakistan heraus und wird von Indien für den Anschlag auf das Parlament in Neu Delhi Ende 2001 verantwortlich gemacht, der fast zum Krieg mit Pakistan geführt hätte. Innenminister Shivraj Patil betonte am Samstag, für Mutmaßungen über die Hintermänner der Anschläge sei es zu früh. Ein Sprecher Manmohan Singhs sagte: „Indien wird den Kampf gegen den Terrorismus gewinnen.”

Zwei Bomben waren am Samstagabend auf belebten Märkten in den Stadtvierteln Paharganj und Sarojini Nagar explodiert. Paharganj ist besonders unter ausländischen Rucksackreisenden beliebt. Ein dritter Sprengsatz war in einem Bus platziert. Die Bomben detonierten innerhalb von 20 Minuten. An den Anschlagsorten brach Chaos und Panik aus. Viele Geschäfte brannten. Unter den Opfern sind Medienberichten zufolge Kinder und auch Ausländer. Nach Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes in Berlin sind keine Deutschen betroffen. Nach den Anschlägen wurden die Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land verschärft. Die Polizei verstärkte die Kontrollen an den Grenzen Delhis.

Die pakistanische Regierung verurteile die Anschlagserie noch am Samstagabend. Sie sei „ein krimineller Akt des Terrorismus”, sagte die Sprecherin des pakistanischen Außenministeriums, Tasneem Alsam. Die Regierung und das pakistanische Volk seien schockiert. UN- Generalsekretär Kofi Annan zeigte sich in einer in New York verbreiteten Erklärung „entsetzt” über die terroristische Gewalttat. Bundesaußenminister Joschka Fischer reagierte mit Bestürzung auf die Bombenanschläge. „Diese Akte wahlloser und menschenverachtender Gewalt sind durch nichts zu rechtfertigen”, heißt es in einer Stellungnahme Fischers vom Sonntag in Berlin.

Am Sonntag öffneten die meisten Läden an den von den Anschlägen betroffenen Märkten wieder. Am Dienstag wird in Indien Diwali - das Lichterfest - gefeiert, eines der populärsten Hindu-Feste. Später in der Woche feiern die Muslime Eid-ul-Fitr, das Ende des Fastenmonats Ramadan. Am letzten Samstag vor Diwali und Eid-ul-Fitr waren zehntausende Menschen in der 14-Millionen-Metropole Neu Delhi unterwegs, um Geschenke zu kaufen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/10/30/news/t/rzo193747.html
Sonntag, 30. Oktober 2005, 16:13 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe     Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Event-Kalender
Neu im Kino Neu im Kino Kino-Programm
Newsletter
Druckversion
Lexikon
Sie kennen ein Wort nicht?
Doppelklick genügt!