Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Urlaub Gesundheit Beruf Lexikon
Mittwoch, 23. Sep. 20

Fiat Grande PuntoHamburg - Der erste Punto war ein Erfolg für Fiat. Zeit­wei­lig mutierte der zwi­schen 1993 und 1999 gebaute Klein­wagen zum größten Lieb­ling der Europäer.

-Haar - Über dreißig Jahre und fünf Gene­ratio­nen geht nun schon die Erfolgs­geschichte des VW Golf. Niemand hätte Mitte der 70er-Jahre erwar­ten wol­len...

Haar - Im Jahr 1990 kam der erste Renault Clio auf den Markt - 3,72 Meter lang. Fünf Zen­time­ter länger war der Clio II, der 1998 folgte. Nun ist die dritte Gene­ration auf dem Markt: 3,99 Meter lang und...

Haar - Während andere Autos im Laufe der Modell­zyklen in die Länge wach­sen, schrumpft Kia seinen Rio: Dessen neueste Aus­führung ist 25 Zen­time­ter kürzer als der Vor­gän­ger.

Haar - Nischen füllen und kein Ende: Auch Mer­cedes ist dabei, so ziem­lich jedes denk­bare Bedürf­nis an Mobi­lität zu bedie­nen.

Haar - Der Chrys­ler 300C ist ein echter Hin­gucker. Doch das Auto hatte bisher eher ame­rika­nisch dimen­sio­nierte Moto­ren; mit Europa waren sie wenig kom­pati­bel. Nun bringt Chrys­ler den 300C auch mit einem...

Mobiles

News  

Aus zweiter Hand  

Auto-ABC  

Tests  

Recht  

Liebhaber-Autos  

Die große Kleinwagen-Diva: Fiat Grande Punto 1.4 8V

Hamburg - Der erste Punto war ein Erfolg für Fiat. Zeitweilig mutierte der zwischen 1993 und 1999 gebaute Kleinwagen zum größten Liebling der Europäer. Mit der Neuauflage Grande Punto stellt Fiat einen besonders wohlgeformten Kompakten auf die Räder.

Fiat Grande Punto

Kunst im Auto­bau: Klein­wagen-Diva Fiat Grande Punto.

Mit aufgerissenem Maul und großen, markanten Scheinwerfern schaut er so fordernd und kühn wie ein Mini-Maserati.

Der Bello aus Bella Italia

Die Italiener haben sich also auf ihre Stärken und den Stardesigner Giugiaro besonnen, der dem neuen Punto viel Wertigkeit und Dynamik ins Blech schneiderte. Der neue Bello aus Bella Italia hat Gesicht und begeistert aus nahezu jedem Blickwinkel.

Deutlich gewachsen

Nicht nur das Äußere, auch der Innenraum des fünftürigen 1,4- Liter-Benziner mit 77 PS ist ein großer Schritt nach vorn. Immerhin macht der Grande Punto seinem Namen alle Ehre, denn er wuchs gegenüber dem Vorgänger um stattliche 19 Zentimeter auf 4,03 Meter Länge. Und damit ist der Italiener eben kein Kleinwagen mehr, sondern bietet vorne wie hinten viel Platz selbst für erwachsene Passagiere. Sein Gepäckabteil erreicht mit 275 bis 1020 Litern das klassenübliche Staumaß.

Schicker Innenraum

Ein attraktiver Material- und Farbmix sorgt innen für ein modernes und ansprechendes Ambiente. Vor allem die schicken, zweifarbigen Stoffbezüge hat man in dieser Ausführung im Kleinwagen-Segment noch nicht bewundern dürfen. Die vorderen Sitze wirken auf den ersten Blick zudem gut konturiert, bieten jedoch den Oberschenkeln in schnellen Kurven nur mäßigen Seitenhalt. Dafür ist im übersichtlichen Innenraum alles am gewohnten Platz und einfach zu bedienen.

Kein Dynamiker

Im Fahrbetrieb vermittelt der Grande Punto nicht die Größe und Dynamik, die er zumindest optisch rüberbringt. Der 1,4-Liter-Benziner wirkt insgesamt etwas zugeschnürt. Mit 77 PS und 115 Newtonmetern Drehmoment kann man angesichts der 1,1 Tonnen Fahrgewicht zwar keine Wunder in Sachen Vortrieb erwarten. Doch mit etwas mehr Druck könnte es schon vorangehen. Immerhin: Jenseits von 4500 Touren wird der Vierzylinder halbwegs munter, klingt jedoch spätestens ab 6000 Umdrehungen recht gequält. 13,2 Sekunden vergehen beim 100-km/h- Sprint, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 165 km/h. Und das ist nahezu identisch mit den Fahrleistungen gleich motorisierter Konkurrenten wie dem Renault Clio, dem Citroën C3 oder dem Seat Ibiza, die ebenfalls für den 100-km/h-Sprint zwischen 13 und 14 Sekunden benötigen.

Bescheidener Benzin-Verbrauch

Obwohl der Grande Punto 1.4 8V eher verhalten als spritzig wirkt: Seinen Mitbewerbern fährt er also nicht hinterher. Der durchschnittliche Verbrauch soll bei 6,1 Litern Benzin liegen.

Komfortabel aber nicht sportlich

Nicht ganz überzeugen kann die sehr leichtgängige Servolenkung des Grande Punto. Hier wünscht man sich mehr Genauigkeit um die Mittellage und ein stärkeres Verhärten bei hoher Geschwindigkeit. Zwar ist der Komfort ordentlich, doch neigt sich dafür die Karosserie in schnellen Kurven spürbar zur Seite. Eine etwas besser dosierbare Bremse wäre außerdem wünschenswert. Auf leichtes Antippen reagierte sie zuweilen recht bissig.

Ab 10990 Euro

Für den Einstieg in die neue Punto-Welt muss man mindestens 10990 Euro zahlen. Dafür bekommt man den Dreitürer 1.2 8V mit 65 PS in der Ausstattung Active. Für die von uns getestete Motorisierung 1.4 8V verlangt Fiat für den Grande als Fünftürer 12 090 Euro. Die Basisversion Active ist mit ABS, elektronischer Bremskraftverteilung, Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Fensterairbags, Zentralverriegelung ohne Fernbedienung, elektrischen Fensterhebern vorn und axial sowie vertikal verstellbarem Lenkrad ausgestattet. Die Rückbank in der Active-Version ist nur im Ganzen umklappbar. Dafür hat der neue Punto aber Kopfstützen auf allen fünf Sitzplätzen und die Außenspiegel sind serienmäßig elektrisch einstellbar. ESP ist gegen 500 Euro Aufpreis zu haben.

Zunächst sechs Motorisierungen

Insgesamt zwei Benziner und vier Multijet-Diesel stehen für den Grande Punto zunächst zur Wahl. Neben dem 1,4-Liter-Benziner gibt es einen 65 PS starken 1,2-Liter-Vierzylinder. Beide werden mit Fünfgang-Getrieben gekoppelt. Neben dem bewährten 1,3-Liter-Diesel, der leicht überarbeitet jetzt 75 PS leistet, bietet Fiat eine neue 90-PS-Variante mit Turbolader und variabler Geometrie. Größer und stärker sind zwei 1,9-Liter-Diesel mit 120 und 130 PS. Beide Triebwerke übertragen ihre Kraft über ein Sechsgang-Getriebe auf die Vorderräder. Ein Rußpartikelfilter wird erst ab Mai 2006 angeboten - dies gilt für alle Dieselmotoren. Der günstigste Diesel mit 75 PS kostet 12 690 Euro, der 130 PS starke Topdiesel 17 850 Euro.

Preislich gut aufgestellt

Angesichts von Ausstattung und Größe ist der Grande Punto preislich gut aufgestellt. Konkurrenten wie der Honda Jazz oder der neue Renault Clio sind mit etwa gleichen Motoren auch für den gleichen Preis zu haben. Eine etwas günstigere Alternative sind der Skoda Fabia und der Mitsubishi Colt. Sie kosten rund 1.000 Euro weniger, dafür sind diese zwei aber auch etwas kleiner. Für den Grande Punto sprechen außerdem seine besonders günstige Versicherungseinstufung und sein Fünf-Sterne-Ergebnis beim EuroNCAP- Crashtest.

Fazit: Design zum attraktiven Preis

Was Fiat mit dem neuen Grande Punto anbietet, kann sich wirklich sehen lassen. Mit seinem Giugiaro-Kleid ist er der wohl derzeit schönste Kleinwagen überhaupt. Auch der schicke und durchaus praktische Innenraum überzeugt durch die Bank. Und dieses Paket bietet Fiat zum attraktiven Preis: Für nur 10 990 Euro bekommt man nicht nur viel Design, sondern außerdem noch viel Auto.

Lediglich der 1,4-Liter-Benzinmotor kann nicht so ganz begeistern. Etwas mehr Dampf dürfte es beim Grande Punto schon sein. Alternativ gibt es für mehr Geld noch drehmomentstarke Diesel. Doch unterm Strich ist der Schönling selbst mit dem günstigeren Benziner ausreichend motorisiert. Nur ein betont dynamischer Wagen ist der optische Mini-Maserati damit nicht.
Datenblatt
Fiat Grande Punto 1.4 8V Fünftürer
Motor und Antrieb
Reihenbenzinmotor
4 Zylinder, 2 Ventile pro Zylinder
Hubraum: 1368 ccm
max. Leistung: 57 kW (77 PS) bei 6000 U/min
max. Drehmoment: 115 Nm bei 3000 U/min
Frontantrieb
5-Gang-Schaltung
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit: 165 km/h
Beschleunigung 0 - 100 km/h: 13,2 sec.
Gesamtverbrauch: 6,1 Liter auf 100 km
Verbrauch innerorts: 7,7 Liter auf 100 km
Verbrauch außerorts: 5,5 Liter auf 100 km
Kraftstoffart: Benzin 95 ROZ
Schadstoffklasse: Euro 4
Maße und Gewichte
Länge: 4030 mm
Breite: 1687 mm
Höhe: 1490 mm
Radstand: 2510 mm
Leergewicht: 1115 kg
Zuladung: 485 kg
Kofferraumvolumen: 275 bis 1020 Liter
Dachlast: 75 kg
Tankinhalt: 45 Liter
Preisliste Fiat Grande Punto 1.4 8V
Grundpreis: 11 440 Euro
Serienausstattung: ABS, elektronischer Bremskraftverteilung, Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Fensterairbags, Zentralverriegelung ohne Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorn, axial sowie vertikal verstellbares Lenkrad, umlegbare Rücksitzbank, fünf vollwertige Kopfstützen, elektrisch einstellbare Außenspiegel
Sonderausstattung Preis in Euro
ESP 500
Seitenairbags vorn 250
aktive Kopfstützen vorn 100
Tempomat 150
Regensenor 150
Parksenoren hinten 210
Metalliclackierung 370
15-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 185er-Reifen 500
Lederausstattung 1200
elektrische Fensterheber hinten 190
asymmetrisch geteilte Rücksitzbank 170
Lederlenkrad mit Schaltknauf in Leder 150
Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung 100
Automatikgetriebe Dualogic (ab Juni 2006) 890
Zwei-Zonen-Klimaautomatik 300
elektrisches Panorama-Glasschiebedach 850
Stand: Oktober 2005

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/10/30/service/auto/test/t/rzo192824.html
Mittwoch, 26. Oktober 2005, 12:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
E-Paper

Die heutige Ausgabe der Rhein-Zeitung


Verlags-Service Abo-Service Anzeigen-Service
E-Paper
 
Druckversion