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Sonntag, 20. Sep. 20
RZ-Akademie

Stutt­gart - Schüler sollten bei der Berufs­wahl auch mög­liche All­ergien berück­sich­tigen. Jähr­lich brechen 30 000 Jugend­liche wegen einer im Beruf ent­wickel­ten All­ergie ihre Aus­bil­dung ab.

-Stutt­gar­t/Ber­lin - Ange­sichts der angekün­dig­ten Stu­dien­gebühren drängen die ersten Ange­bote so genann­ter Stu­dien­kre­dite oder Stu­dien­dar­lehen auf den Markt.

Düs­sel­dorf - Zwei Drittel der europäi­schen Arbeit­neh­mer fühlen sich unter­bezahlt. Nur bei 30 Prozent deckt sich die Vor­stel­lung von Gehalt und per­sön­licher Leis­tung.

Berlin - Aktu­elle Infor­matio­nen zum Thema Aus­bil­dung und Beruf können jetzt in Form einer Broschüre aus dem Inter­net her­unter­gela­den werden. Das teilt das Bun­des­minis­terium für Bildung und For­schung (BMBF) in...

Frei­burg - Bei Gesprächen im Betrieb sollten Mit­arbei­ter die Taktik von Mani­pula­teu­ren durch­kreu­zen, indem sie sach­lich und fair argu­men­tie­ren. Dazu rät die Fach­zeit­schrift „Per­sonal Maga­zin”.

Berlin - Kauf­män­nisches Fach­wis­sen wird auch in Fit­ness-Stu­dios immer wich­tiger. Die Berufs­aus­sich­ten für Sport- und Fit­ness­kauf­leute seien daher gut, urteilt die Stif­tung Waren­test in Berlin in einem neu­en...

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Agrarberufe sind spannender als ihr Ruf

Bonn/Kiel - Angesichts des ständigen Ausbildungsplatzmangels verwunderte die Nachricht: „In den grünen Berufen gibt es genügend Ausbildungsplätze, aber zu wenig Nachwuchs”, berichtete der aid infodienst in Bonn unlängst.

Agrarberufe

Die beliebteste der grünen Ausbildungen: Gärtner. (Bild: ZVG/dpa/gms)

Das liegt auch in der Agrarwirtschaft an fehlenden guten Schulabgängern. Grüne Berufe kämpfen aber auch gegen geringe Bekanntheit und ein schlechtes Image.

„Viele der grünen Berufe haben sehr altbackene und daher unzutreffende Bezeichnungen, etwa die Hauswirtschafterin”, sagt Eckhard Rimkus von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Kiel. „Da denken die meisten, Haushalt führen kann doch jeder, dabei managt die Hauswirtschafterin in Krankenhäusern oder Kantinen.” Auch Molkereifachmann oder landwirtschaftlicher Laborant seien wenig attraktive Bezeichnungen.

Und selbst einem der beliebtesten grünen Berufen, dem Landwirt, haften negative Klischees an. „Die meisten denken, dass bei uns alle in Gummistiefeln und mit Forke in der Hand durch die Gegend laufen”, erklärt Martin Lambers vom Deutschen Bauernverband (DBV) in Bonn. Auf den Höfen und in den Betrieben seien zunehmend extrem spezialisierte Fachkräfte gefragt. Es gehe nicht nur darum, den Stall auszumisten, sondern auch um selbstständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten. Technisches und betriebswirtschaftliches Verständnis seien gefragt.

Vor allem die Arbeitszeiten schrecken viele Jugendlichen ab. „Im Agrarbereich gibt es nur wenige "Eight-to-five-Jobs"”, gibt Rimkus zu bedenken. Die Berufsaussichten der 14 grünen Berufe sind außerdem besser als in vielen anderen Branchen. Die Ausbildungszahlen steigen stetig, laut DBV im Ausbildungsjahr 2004/2005 auf knapp 40 500.

Am beliebtesten ist der Beruf des Gärtners mit bundesweit rund 17 400 Auszubildenden. ZVG-Bildungsreferent Walter Holbeck betont die Vielseitigkeit des Berufes: „Schon während der Ausbildung können sich die jungen Leute für eine der sieben gärtnerischen Fachrichtungen entscheiden.” Dazu zählen Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau. Hinzu kommen neue Aufgaben wie Innenraumbegrünung.

Wie in allen anderen grünen Berufen ist Weiterbildung wichtig. In der Branche arbeiten kaum ungelernte Aushilfskräfte. „Für Jugendliche ganz ohne Schulabschluss ist die Tierwirt- oder Landwirt-Prüfung meist kaum zu schaffen”, sagt Friedrich Ahlers, der in Wildeshausen (Niedersachsen) einen Betrieb mit mehreren tausend Schweinen hat. Stattdessen hat er immer mehr Realschüler und Abiturienten als Lehrlinge. „Viele wollen dann nach dreijähriger Berufserfahrung den Meister anschließen oder gehen noch studieren”, sagt der Landwirt.

An dritter Stelle der Beliebtheitsskala steht der Pferdewirt mit bundesweit knapp 2100 Auszubildenden. „Die Vorstellungen zu diesem Beruf sind sehr verklärt”, gibt Bildungsreferent Rimkus zu bedenken. Es sei ein harter Job mit teils schwerer körperlicher Arbeit und langen Arbeitstagen, die um 6.00 Uhr beginnen und spät abends enden. Hinzu kommen Turniere am Wochenende. Rimkus rät, vor der Ausbildung ein Praktikum zu machen, um den Arbeitsalltag kennen zu lernen.

Informationen: Zentralverband Gartenbau (ZVG), Postfach 20 14 63, 53144 Bonn (E-Mail: zvg-bonn@g-net.de, Internet: www.g-net.de), Internet: www.aid.de/lernen/berufsbilder.cfm, www.beruf-gaertner.de.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/10/30/service/berufbildung/t/rzo189104.html
Mittwoch, 12. Oktober 2005, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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