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Sonntag, 30. Oktober 05

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Franzi und Merk „Sportler mit Herz”

Frankfurt/Main - Schwimm-Königin Franziska van Almsick und Schiedsrichter Markus Merk wurden als „Sportler mit Herz” stürmisch gefeiert, doch den emotionalen Höhepunkt des 24. Deutschen Sportpresseballs bildete der Auftritt von 13 Fußball-Weltmeistern aus drei Generationen.

«Sportler mit Herz»

Markus Merk (von l.) und Franziska van Almsick lächeln nach der Ehrung.

Als die Bilder der WM-Siege von 1954, 1974 und 1990 über die Großleinwand flimmerten, brandete in der Alten Oper zu Frankfurt nicht enden wollender Beifall auf. Gut sieben Monate vor Beginn der Titelkämpfe stand der Ball ganz im Zeichen des Balles.

In einer lockeren Runde berichtete Horst Eckel wahrscheinlich zum 1000. Mal, wie er 1954 im Finale gegen Ungarn (3:2) das berühmte Siegtor von Helmut Rahn in der 84. Minute erlebt hatte. „Auch nach 51 Jahren denkt man immer noch daran”, bekannte Eckel. Bernd Hölzenbein, Jürgen Grabowski und Rainer Bonhof ließen das Endspiel von 1974 gegen die Niederlande (2:1) Revue passieren. „Die Situation vor dem entscheidenden Tor habe ich noch im Kopf”, berichtete Bonhof, der den Siegtreffer durch Gerd Müller vorbereitet hatte. Und aus der Mannschaft, die 1990 durch ein 1:0 gegen Argentinien Weltmeister geworden war, kamen unter anderen Stefan Reuter und Jürgen Kohler zu Wort.

Die Lacher auf seiner Seite hatte Schauspieler Peter Lohmeyer („Das Wunder von Bern”), der in seiner Laudatio auf die Weltmeister gekonnt den Bogen zur aktuellen Mannschaft schlug. „Wir haben 40 Millionen Bundestrainer, 20 Millionen Fitnesstrainer, 15 Millionen Ernährungswissenschaftler und 5 Millionen Makler, die Jürgen Klinsmann eine Wohnung in Deutschland anbieten wollen”, kommentierte er süffisant die zuletzt hitzigen Diskussionen um Wohnsitz und Arbeitsmethoden des Bundestrainers. „Nach dem reinigenden Gewitter beim Gipfel mit den Bundesliga-Managern können wir nun wieder in Ruhe die WM vorbereiten”, sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff.

Selbst Schwimmstar Franziska van Almsick fiebert der WM im Sommer 2006 entgegen. „Das ganze Land steht hinter der Mannschaft. Ich bin sehr optimistisch”, sagte die Berlinerin, die sich seit eineinhalb Jahren für den Verkauf von Produkten aus der Dritten Welt einsetzt und für dieses Engagement als „Sportler mit Herz” ausgezeichnet wurde. „Ich mache das nicht, um Preise zu gewinnen. Es ist ein komisches Gefühl, eine Ehrung für eine Sache zu erhalten, die selbstverständlich sein sollte”, bekannte van Almsick.

Bei einem Besuch in der Dominikanischen Republik hatte sie sich selbst ein Bild davon machen können, wie die Gelder für die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in diesen Ländern eingesetzt werden. „Es war für mich wichtig zu sehen, was bei der Kampagne raus kommt. Das beflügelt mich, weiter zu machen”, sagte die mehrfache Schwimm-Weltmeisterin, die ihre Karriere im Vorjahr nach den Olympischen Spielen in Athen beendet hatte.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde der pfeifende Zahnarzt Markus Merk, der seit 15 Jahren Schulprojekte in Südindien finanziert und Kinder in seinen Ferien kostenlos behandelt. „Die Ehrung ist ein sehr großer und bewegender Moment in meinem Leben”, sagte der sichtlich ergriffene Pfälzer, der für eine heitere Schlusspointe sorgte: „So viel Applaus habe ich als Schiedsrichter noch nie bekommen.”

dpa-infocom



http://rhein-zeitung.de/on/05/10/30/sport/t/rzo193902.html
Sonntag, 30. Oktober 2005, 12:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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