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Donnerstag, 1. Okt. 20

ErnteWashing­ton - Die Führungs­spit­zen des Inter­natio­nalen Währungs­fonds (IWF) und der Welt­bank haben anläss­lich der bevor­ste­hen­den Minis­ter­kon­ferenz der Welt­han­dels­orga­nisa­tion (WTO) zu größe­rer Mark­töff­nung auf­geru­fen.

Ex-Infineon-Chef Ulrich SchumacherMünchen - Ex-Infi­neon-Chef Ulrich Schu­macher hat Vor­würfe zurück­gewie­sen, er sei in die Schmier­geldaffäre des Halblei­ter- Kon­zerns ver­wickelt und habe beim Bör­sen­gang mehr Aktien als erlaubt erhal­ten.

Nürn­berg - Die Beschäf­tig­ten des AEG-Haus­geräte­werks in Nürn­berg berei­ten sich auf einen Arbeits­kampf vor. Bei einem Treffen am Samstag wurde eine Tarif­kom­mis­sion mit 48 Mit­glie­dern gebil­det...

München - Bei der neuen Ver­hand­lungs­runde über einen Sozi­alta­rif­ver­trag für die Beschäf­tig­ten des vor der Sch­ließung ste­hen­den Infi­neon-Werks Mün­chen- Perlach sieht die IG Metall Chancen auf einen Durch­bruch.

Frank­fur­t/Scharm el Scheich - Reisen mit Necker­mann werden wegen der hohen Flug­ben­zin­preise erst­mals seit Jahren wieder teurer. Für den nächs­ten Som­mer­urlaub müssten die Kunden durch­schnitt­lich ein bis zwei...

Hamburg - Der Kampf gegen Geld­wäsche wird sich aus Exper­ten­sicht künftig gra­vie­ren­der auf die Ver­brau­cher aus­wir­ken. „Der Umgang mit Bargeld in großen Summen wird nun euro­paweit schwie­riger”...

Middelhoff will KarstadtQuelle bis 2008 saniert haben

Frankfurt/Main - Der KarstadtQuelle-Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff erwartet bis 2008 eine durchgreifende Sanierung des Handelsriesen und will bis dahin eine neue Führungsgeneration im Konzern aufbauen.

Thomas Middelhoff

Thomas Mid­del­hoff will Kar­stadt­Quelle bis 2008 saniert haben.

Für ihn bedeute dies, wie bereits mehrfach angekündigt, dass er danach das Unternehmen verlassen werde, sagte Middelhoff in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Der einstige Bertelsmann-Chef war Mitte 2004 an die Spitze des Aufsichtsrates gewählt worden und hatte im Mai 2005 den Vorstandsvorsitz übernommen.

Als Zielmarke für 2008 nannte Middelhoff eine „deutlich reduzierte Verschuldung” sowie eine spürbar bessere Eigenkapital-Ausstattung in der Größenordnung von 15 Prozent. Zum 30. Juni war die Eigenkapitalquote auf 3,3 Prozent zusammengeschmolzen, nach 5,7 Prozent Ende 2004. „Bis zum Jahresende haben wir wieder die Sechs- Prozent-Marke erreicht.”

Middelhoff betonte, dass KarstadtQuelle die nötige Verbesserung der Finanzstruktur aus eigener Kraft erreichen werde. „Nach meinem Dafürhalten erreichen wir dieses Ziel nur über weitere Desinvestitionen. Es gibt noch genügend Assets im Konzern, die nicht zum Stammgeschäft gehören und die man dafür heranziehen kann.” KarstadtQuelle hat bereits kleinere Warenhäuser sowie die Fachhandelsketten Wehmeyer, SinnLeffers und Runners Point verkauft und damit etwa 1,1 Milliarden Euro erlöst. Weitere rund 1,3 Milliarden Euro soll der Verkauf der Hypothekenbank und des Ratenkreditgeschäfts bringen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dies bis Ende des ersten Quartals 2006 abzuschließen”, sagte Middelhoff.

Ausdrücklich verteidigte er Pläne, mit dem Warenhausmodell nach abgeschlossener Sanierung international zu expandieren. „Wir können Top-Leistung internationalisieren”, sagte er. „Das Know How, Häuser mit Flächen bis zu siebzigtausend Quadratmetern in erstklassigen Innenstadtlagen zu bewirtschaften, haben nicht viele - wir haben es.” Die Warenhäuser seien beim Umsatz im Plan, beim Ergebnis über Plan, sagte Middelhoff. Die Perspektiven bis Jahresende seien ähnlich, trotz eines für den Einzelhandel aktuell schwierigen Umfeldes. Details wollte er mit Blick auf die Veröffentlichung der Daten zum 3. Quartal an diesem Donnerstag nicht nennen.

Im Gegensatz zu allen anderen Geschäftsbereichen von KarstadtQuelle sei der Versandhandel bei Umsatz und Ergebnis „nicht im Plan”, sagte Middelhoff. „Das ist der Bereich, um den wir uns besonders kümmern müssen.” Bei den konstruktiven Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern um Kostensenkungen sei man „auf einem guten Weg”.

Wegen der Probleme im Versandhandel hatte KarstadtQuelle die Prognosen im Juli deutlich zurücknehmen müssen. Middelhoff legte dennoch ein „klares Bekenntnis zum Versandhandel” ab: „Ich bin fest überzeugt, dass dieses Geschäft wieder attraktive Renditen bringen wird.” Bereiche wie der Spezialversand oder der e-Commerce würden sich gut entwickeln. Große Chancen sieht Middelhoff vor allem im Online-Geschäft. Schon jetzt verzeichne man Wachstumsraten um 20 Prozent. „Quelle und Neckermann zusammen sind hinter eBay der zweitgrößte e-Commerce-Händler in Deutschland.”

Allerdings müsse es auch Veränderungen geben. „Unser Problem ist der Universalversand in Deutschland.” Den Leuten zwei Mal im Jahr einen dicken Katalog ins Haus zu liefern und zu erwarten, dass sie fleißig bestellten, das funktioniere nicht mehr. Das Konsumentenverhalten habe sich grundsätzlich verändert.

Im Streit mit den Erben der Kaufhaus-Dynastie Wertheim um die Rückgabe enteigneter Grundstücke während der Nazizeit erteilte Middelhoff einer möglichen außergerichtlichen Einigung mit den Anwälten der Jewish Claims Conference (JCC) eine klare Absage. „Ich sehe keinen Anlass, mich mit den Anwälten der JCC zu beschäftigen. Wenn die Positionen unterschiedlich sind, müssen wir das vor Gericht klären lassen”, sagte er. „Das dauert schätzungsweise mehrere Jahre”.

Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hatte zuvor einen Anspruch von KarstadtQuelle auf die Rückübertragung eines Grundstücks zurückgewiesen und stattdessen den Anspruch der Wertheim-Erben bestätigt. Dabei war es jedoch nicht um das so genannte Lennè-Dreieck gegangen. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun”, sagte Middelhoff. Der Konzernchef wies darauf hin, dass in diesem Fall derzeit noch nicht einmal eine Klage erhoben worden sei.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/10/30/wirtschaft/t/rzo193740.html
Samstag, 29. Oktober 2005, 15:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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