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Dienstag, 11. Jun. 13

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Das historische Judenviertel ist eine der Hauptattraktionen von Prag

Prag - Tag für Tag drängeln sich Tausende Besucher durch die Gassen von Josefstadt.

Prag

Die Spanische Synagoge. (Bild: Tschechische Zentrale für Tourismus/dpa/gms)

Josefov, wie das jüdische Viertel im Tschechischen heißt, zieht Besucher aus aller Welt an.

Die Kopfsteinpflasterstraßen mit ihren Jugendstil-Bauten und prachtvollen Boulevards verleihen der Gegend besonders früh am Morgen und nachts - wenn die Touristenströme abgezogen sind - eine einzigartige Atmosphäre. Jüdische Kaufleute kamen bereits im neunten Jahrhundert nach Prag. Spätestens seit dem zwölften Jahrhundert entstand eine jüdische Gemeinde, später zeitweise die größte Europas.

Einerseits gab es die aus dem Westen zugereisten Juden, die sich um die Altneusynagoge angesiedelt hatten. Zum anderen kamen Juden aus dem byzantinischen Reich in die Stadt, die im Bereich der heutigen Spanischen Synagoge lebten. Im Laufe der Zeit wuchsen beide Gemeinden zusammen zu einem abgeriegelten jüdischen Viertel. Das ummauerte Ghetto blieb bis ins 19. Jahrhundert bestehen.

Der Holocaust hat auch die tschechischen Juden nicht verschont: Die Pinkas-Synagoge am Eingang des Friedhofes ist heute eine Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. An den Wänden stehen die Namen der 77 297 ermordeten Juden aus Böhmen und Mähren.

Heute ziehen vor allem die Synagogen und der Alte Jüdische Friedhof Touristen an. Der Friedhof wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts angelegt. Er ist von hohen Mauern umgeben - von außen erlaubt nur auf einer Seite der Mauer ein winziges Fenster einen Blick auf die jahrhundertalten Grabsteine. Besucher, die mehr sehen möchten, müssen Eintrittskarten kaufen.

Wer die Atmosphäre des Friedhofes erleben möchte, tut gut daran, früh am Morgen zu kommen, wenn noch keine Besuchermassen über die ausgewiesenen Pfade vorbei an den Gräbern gehen. Dann fällt die Morgensonne durch die hohen Bäume auf die rund 12 000 Grabsteine, die dicht beieinander stehen und teilweise von Gras überwachsen sind. Gleich am Ausgang des Friedhofes liegt das Gebäude des ehemaligen Zeremoniensaals, 1911/1912 im neuromanischem Stil errichtet. In den Räumen sind Ausstellungsstücke zum Thema Krankheit, Medizin und Tod zu sehen. Wenige Schritte weiter befindet sich die Klausen Synagoge. Das heutige Gebäude entstand erst nach dem schweren Ghettobrand von 1689. In der Synagoge gibt es Ausstellungsstücke zu jüdischen Bräuchen und Festtagen wie Geburt, Beschneidung und Hochzeit.

An das jüdische Museum in Prag sind außerdem die Maisel Synagoge und die Spanische Synagoge angeschlossen, nur wenige Gehminuten entfernt. Mit einer Eintrittskarte für umgerechnet rund 16 Euro können Besucher alle sechs Sehenswürdigkeiten des jüdischen Museums besichtigen.

Bei aller schmerzlichen Erinnerung an das Leid der Juden - auf den Straßen in Josefov herrscht keine gedrückte Stimmung. Es gibt Imbissbuden, Restaurants, Postkartenstände und Souvenirläden. Dort werden auch die für Prag typischen Marionettenpuppen verkauft - sogar in Rabbi-Outfits.

Informationen: Tschechische Zentrale für Tourismus, Friedrichstraße 206, 10969 Berlin (Tel.: 030/204 47 70, Internet: www.czechtourism.com).

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/11/02/magazin/t/rzo192272.html
Dienstag, 25. Oktober 2005, 10:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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