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Mittwoch, 13. Nov. 19

Deutsche TelekomBonn - Die Deut­sche Telekom streicht unter dem wach­sen­den Wett­bewerbs­druck 32 000 Arbeitsplätze. Der Abbau trifft in den nächs­ten drei Jahren vor allem die schrump­fende Fest­netz­sparte T-Com.

Kai-Uwe RickeBonn - Nicht kaufen oder fusio­nie­ren ist bei der Deut­schen Telekom ange­sagt - sondern sparen. Betrof­fen ist vor allem die Kon­zern­toch­ter T-Com. Während Bran­chen­exper­ten noch auf ein Gegen­ange­bot für den bri­tischen...

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32 000 Telekom-Mitarbeiter müssen gehen

Bonn - Die Deutsche Telekom streicht unter dem wachsenden Wettbewerbsdruck 32 000 Arbeitsplätze. Der Abbau trifft in den nächsten drei Jahren vor allem die schrumpfende Festnetzsparte T-Com.

Deutsche Telekom

Das Logo der Deutschen Telekom auf dem Dach der Konzernzentrale in Bonn.

Betriebsbedingte Kündigungen werde es dabei bis Ende 2008 nicht geben, betonte die Telekom am Mittwoch.

Zugleich sollen 6000 neue Mitarbeiter eingestellt werden, unter anderem im Vertrieb. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sprach von „Horrorzahlen” und kündigte Widerstand an.

Neben der T-Com ist auch die Geschäftskundensparte T-Systems betroffen. Das Sparprogramm soll 3,3 Milliarden Euro kosten. In den vergangenen zehn Jahren hat die Telekom bereits 100 000 Stellen abgebaut. Sollte das geplante Hochgeschwindigkeits-Internetnetz am Regulierer scheitern, könnten nochmal 5000 Stellen wegfallen, warnte der Konzern. Die Telekom beschäftigte zuletzt fast 250 000 Menschen, davon 170 000 in Deutschland. Knapp 47 000 sind Beamte, die vom Staatsunternehmen Deutsche Bundespost übernommen worden waren.

Von dem geplanten Stellenabbau sollen die verbeamteten Mitarbeiter nicht ausgenommen werden. „Mit Blick auf Beamte sind Gespräche mit dem Bund hinsichtlich einer Vorruhestandsregelung notwendig”, sagte Personalvorstand Heinz Klinkhammer. Mit der neuen Bundesregierung sollten Gespräche darüber aufgenommen werden. Laut unbestätigten Medienberichten sollen bis Ende des Jahrzehnts 20 000 Beamte die Telekom verlassen.

Die Telekom begründete den Abbau mit dem technologischen Wandel und dem harten Wettbewerb im deutschen Festnetz- und Breitbandmarkt. Der gesamte Konzern stehe vor „verschärften” Herausforderungen, sagte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke. Er hatte bereits vor Monaten gewarnt, dass unter anderem durch die Einführung der Internet-Telefonie branchenweit Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet seien.

Der stellvertretende Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Franz Treml, kündigte Widerstand gegen den Stellenabbau an. „Wir stehen den vorgelegten Plänen ablehnend gegenüber und werden in den weiteren Gesprächen jede einzelne Maßnahme hinterfragen.” Der Telekom gehe es glänzend, wie auch der Rekordüberschuss und die hohe Dividende verdeutlichten. Im ersten Halbjahr 2005 hatte die Telekom den Überschuss um 61,5 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro gesteigert.

„Jetzt sollen offensichtlich wieder die Beschäftigten die Zeche zahlen, obwohl sie dem Unternehmen bereits in den vergangenen Jahren mit ihrem Beitrag zum Beschäftigungsbündnis aus tiefroten Zahlen geholfen haben”, sagte Treml, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist. „Wir sind überrascht und irritiert über die Zahlen.” Die Arbeitnehmervertreter hätten immer wieder gefordert, dass die Telekom zunächst ihren Service-Bereich ausbaue und Infrastruktur-Investitionen tätige, um den Umbau abzufangen.

Die Telekom, Europas größtes Telekommunikationsunternehmen, will den Umsatzrückgang im deutschen Festnetzgeschäft mit neuen Produkten auffangen. Geplant ist ein schnelles Breitbandnetz, das bereits im kommenden Jahr starten soll. „Einerseits müssen wir in bisherigen Kernmärkten Stellen abbauen, andererseits besteht die Chance, in neuen innovativen Märkten Stellen zu schaffen”, sagte Konzernchef Ricke.

In die Zahl von 32 000 Beschäftigten, die gehen müssen, seien auch die rund 7000 Mitarbeiter der Personalserviceagentur Vivento eingeschlossen, deren Beschäftigungsverhältnisse endgültig ausgegliedert würden, hieß es.

Im vergangenen Jahr hatte die Telekom 57,9 Milliarden Euro umgesetzt und dabei 4,6 Milliarden Euro verdient. 2005 sollen Umsatz und Gewinn steigen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/11/02/service/computer/t/rzo194734.html
Mittwoch, 02. November 2005, 18:09 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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