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Samstag, 7. Dez. 19

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Ist Wintersport auf dem Gletscher umweltverträglich?

Innsbruck/München - Nach Ansicht einiger Wissenschaftler wird es in 50 Jahren in den Alpen kaum noch Gletscher geben.

Wintersport

Umweltverträglicher Skibetrieb auf dem Gletscher. (Bild: Gletscherbahn/dpa/gms)

Noch können Wintersportler auf alpinen Gletschern fast das ganze Jahr über Spaß haben. Touristiker werben, doch Umweltexperten sind skeptisch.

Zwar bringen Skifahrer das Eis nicht schneller zum Schmelzen, wie die Glaziologin Andrea Fischer von der Universität Innsbruck betont. „Das Abschmelzen hat seine Ursache alleine im wärmeren Klima”, sagt die Gletscherforscherin. Wolfgang Rack, Glaziologe am Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, schließt sich dem an. „Allerdings sind Gletscher wichtige Trinkwasser-Reservoirs.” Und jeder Mensch, der sich auf einen Gletscher begibt, trage „Chemie” dort hin - Skiwachs zum Beispiel.

„Uns machen zum Beispiel die Maschinen für die Pistenpräparierung Sorgen”, sagt Stefan Witty von der Abteilung Natur- und Umweltschutz beim Deutschen Alpenverein in München. Diese Maschinen könnten Diesel oder Hydrauliköl verlieren. „Man sagt, dass ein Liter Öl eine Million Liter Wasser verunreinigt.”

Darauf hätten die Pistenbetreiber reagiert, sagt Nicola Mader. Sie leitet in Innsbruck das Projekt „5 Tiroler Gletscher”, die sich als gemeinsames Skigebiet präsentieren. „Die Bergbahnen werden mit Strom und nicht mit Diesel betrieben.” Und die Pistenfahrzeuge verwendeten Biodiesel. Außerdem herrsche auf den Gletschern Mülltrennung.

Peter Hasslacher vom Österreichischen Alpenverein in Innsbruck sieht die Sache anders: „Die als Skigebiet ausgewiesenen Gletscher werden behandelt wie Industriegebiete.” Öle, Wachse und Cremes gelangten ins Eis.

Umweltexperten wünschen sich deshalb keinen weiteren Ausbau von Skigebieten auf Gletschern. Den Urlaubern wollen sie deshalb kein schlechtes Gewissen einreden. „Sie sollten aber keinen Abfall oben liegen lassen”, fordert Witty. Jede Tube Sonnencreme verunreinige das Eis und komme irgendwann wieder ans Tageslicht - wie Ötzi.

Derzeit seien in Österreich acht Gletscher als Skigebiete ausgewiesen, sagt Hasslacher. „Und da sollen die Leute auch ruhig hinfahren.” Er bittet die Urlauber jedoch, nicht aufzubegehren, wenn sie am Lift mal warten müssen. Er fürchtet sonst weitere Vorstöße der Seilbahn-Betreiber in noch unberührte Gebiete.

Ebenfalls sinnvoll wäre laut Hasslacher eine zeitliche Entzerrung. Stefan Witty zufolge können auch hier die Touristen selbst ihren Teil beitragen - und dabei Spaß haben: Die meisten Wintersportler hätten schon im Februar keine Lust mehr aufs Skifahren. „Dabei herrschen erst im Spätwinter, also im März, die besten Schneeverhältnisse.”

Eine Alternative zum Ausbau der Skigebiete sei eine Wandlung des touristischen Angebots, so Witty. „Man müsste wieder stärker den Winter- statt den Skiurlaub bewerben.” Statt zum täglichen Abfahrtslauf sollten die Urlauber auch zum Langlauf, zum Wandern oder zu Wellness-Angeboten bewegt werden.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/11/02/service/reise/t/rzo194358.html
Dienstag, 01. November 2005, 9:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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