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Mittwoch, 02. November 05

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Rapolder nach Bayern-Niederlage „bitter enttäuscht”

Köln - Die Solidaritätsaktion zur Arbeitsplatz-Sicherung für den Chef-Angestellten des Fußball-Unternehmens 1. FC Köln war zutiefst beeindruckend.

1. FC Köln - FC Bayern München

Der Kölner Scherz (r) überläuft auf dem Weg zum 1:0 Abwehrspieler Lucio.

Doch Uwe Rapolder weiß, dass der leidenschaftliche und aufopferungsvolle Kampf seiner Untergebenen beim 1:2 (1:0) gegen Tabellenführer Bayern München auf Dauer nicht der alleinige Maßstab sein wird: „Der Trainer trägt am Schluss die Verantwortung”, musste ein „bitter enttäuschter” Rapolder nach der sechsten Bundesliga-Niederlage hintereinander festhalten.

Und doch fühlte sich der 47-Jährige moralisch gestärkt, durfte sich zu Recht einer eigenwilligen Arithmetik bedienen: „Das Spiel gegen die Bayern ist nur bedingt als Niederlage zu werten.” Die Begründung für diese ungewöhnliche Interpretation lieferte Rapolder gleich mit: „Die Leistung macht Mut, das war vom Kampf und der Mentalität her ein Fortschritt.” Die zuletzt überkritischen Fans pflichteten unüberhörbar bei: Die Kölner Anhänger unter den 50 000 im ausverkauften RheinEnergieStadion feierten ihre „Helden” trotz fortgesetzter Negativ-Serie fast überschwänglich. Münchens Meister- Coach Felix Magath lobte: „Der FC hat großartig gekämpft.”

Auch Schiedsrichter Lutz Wagner lieferte mit strittigen Entscheidungen reichlich Nahrung dafür, dass die Kölner Niederlage nach Ansicht der Gastgeber im Grunde keine war. Vor Michael Ballacks siegbringenden Kopfballtreffer in der 74. Minute nach dem Kölner 1:0 durch Matthias Scherz (28.) und Lucios Tor zum 1:1 (54.) entschied Wagner zu Unrecht auf Eckstoß für die Bayern, und in der Schlussminute ahndete er ein Handspiel des überragenden Brasilianers Lucio im Bayern-Strafraum nicht mit Elfmeter.

„Jeder im Stadion hat es gesehen, außer dem Schiedsrichter”, kritisierte Rapolder. Und: „Man muss sehen, dass es verschiedene Körperteile gibt. Es gibt Arme und Beine. Das muss man unterscheiden können.” Kölns Manager Andreas Rettig hielt sich mächtig zurück: „Mir steht es nicht zu, die Leistung des Schiedsrichters zu würdigen. Aber ich hab's gesehen, er leider nicht.”

Doch Rettig und Rapolder wollten nur noch positiv denken. „Die Mannschaft ist nicht gewillt, sich abschlachten oder vorführen zu lassen. Schade, dass sie für diesen großen Kampf nicht belohnt worden ist”, sah Rettig eine Woche nach dem blamablen 3:6 von Frankfurt ein Signal für bessere Zeiten. Rapolder: „Die Mannschaft hat heute die richtige Antwort gegeben.” Rettig warnte dennoch: „Es ist Käse zu glauben, diese Leistung ließe sich auf andere Spiele adaptieren.”

Der Manager weiß: In Wolfsburg und gegen Schalke muss der Aufsteiger punkten - und dabei auf einen wiedererstarkten Lukas Podolski hoffen. Der Jungstar durfte auf seiner Lieblingsposition spielen, machte aber fast nichts daraus. „Er hatte keinen Torschuss. Das ist zu wenig für eine hängende Spitze”, monierte Rapolder. Podolski („Wenn man sechs Mal hintereinander verliert, darf man nicht zufrieden sein”) will aber weiter für „seinen” FC fighten: „Ich spiele die Saison hier auf jeden Fall zu Ende”, wehrte er alle Gerüchte um einen vorzeitigen Vertrags-Ausstieg - möglicherweise Richtung München - ab.

Podolskis Bayern-Pendant Roy Makaay ist schon 994 Pflichtspiel- Minuten ohne Erfolgserlebnis, was den Vorstandsvorsitzenden Karl- Heinz Rummenigge zu Kritik veranlasste: „Roy muss mehr für sich und die Mannschaft arbeiten. Das ist ein Vorwurf, den er sich gefallen lassen muss.” Zudem meinte Rummenigge, dass das Meister-Team in Köln zeitweise nachlässig agierte: „Wir haben fast ein bisschen um den Ausgleich gebettelt. Wir dürfen das Glück nicht überstrapazieren.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/11/02/sport/fussball/t/rzo193872.html
Sonntag, 30. Oktober 2005, 10:53 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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