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Mittwoch, 02. November 05

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Trapattoni nach 3:3 gegen Berlin gelöst

Stuttgart - Giovanni Trapattonis Trainerstuhl steht wieder auf etwas festeren Beinen.

VfB Stuttgart - Hertha BSC Berlin

Der Stuttgarter Gentner (r) grätscht gegen Herthas Friedrich (l).

Dank des hart erkämpften 3:3 (0:1) des VfB Stuttgart gegen Hertha BSC Berlin konnte der stark in der Kritik stehende italienische Starcoach seine Schonfrist verlängern.

Dabei blieb der erhoffte zweite Heimsieg erneut Wunschdenken. „Unter dem Strich ist ein Punkt zu wenig”, urteilte VfB-Sportdirektor Herbert Briem angesichts der hohen Ansprüche des schwäbischen Fußball-Bundesligisten. Man habe aber nach „einem Wechselbad der Gefühle gesehen, dass die Mannschaft lebt”.

Bei Trapattoni überwog trotz des nicht gelungenen Befreiungsschlags die Erleichterung, nach der Pokal-Pleite von Rostock nicht den nächsten Reinfall erlitten zu haben. So locker, lustig und gelöst gab sich der zuletzt wegen der Misserfolge merklich angespannte „Mister” schon seit Tagen nicht mehr. Als ob dem VfB gerade nach einer Galavorstellung ein grandioser Triumph geglückt wäre, gestikulierte Trapattoni wie wild und sorgte für viele Lacher. Selbst sein unter Zeitdruck stehender Berliner Kollege Falko Götz ließ sich den Slapstick-reifen Auftritt nicht entgehen: „Ganz ehrlich Giovanni, du bis so gut, dafür verpasse ich gerne meinen Flug. Ich bleibe bis zur letzten Minute.”

Rein sportlich betrachtet war der VfB-Auftritt im ersten Durchgang allerdings eher zum Heulen. Die ohne ihre Stammkräfte Jon Dahl Tomasson (Rot-Sperre) und Torhüter Timo Hildebrand (Grippe) geschwächten Schwaben überließen den Berlinern auch ohne deren verletzungsbedingt fehlende Kreativkräfte Yildiray Bastürk und Gilberto kampflos das Geschehen. Teilweise hilflos stolperten die Stuttgarter über den Rasen. „Wir wussten, das war ein angeschlagener Gegner mit viel Unruhe, was wir nutzen wollten”, sagte Götz.

Erst ein Donnerwetter in der Kabine und zwei frische Offensivkräfte brachten die Wende. „In der Pause wurde es richtig laut unter uns Spielern”, verriet Mittelfeldmann Silvio Meißner und auch Trapattoni hatte getobt. Mit Erfolg: Wie verwandelt beherrschten die Stuttgarter plötzlich Gegner und Geschehen und konnten die nach frühem Rückstand durch Ellery Cairo (8.) fast verloren geglaubte Partie noch drehen. „Es scheint, dass meine Spieler immer erst einen Schlag auf den Kopf bekommen müssen, um klar zu werden”, wunderte sich Trapattoni über die zwei grundverschiedenen Gesichter seiner Schützlinge.

Ohne die alten Abwehrfehler bei den Berliner Toren durch Nando Rafael (67.) und Marcelinho (76.) hätte der Tabellenneunte dank der Treffer von Danijel Ljuboja (52.), Cacau (66.) und Mario Gomez (83.) sogar gewinnen können. „Wir hatten mentale Pausen”, umschrieb Trapattoni die Ursachen für den verpassten Sieg. „Als wir in Führung lagen, sind Sachen passiert, die nicht passieren dürfen.” Aber auch Götz fehlte jegliches Verständnis für den Abfall seiner so lange klar dominierenden Elf: „Ich bin enttäuscht. Es war schon lange nicht so einfach, in Stuttgart zu gewinnen.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/11/02/sport/fussball/t/rzo193875.html
Sonntag, 30. Oktober 2005, 10:53 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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