IVWPixel Zählpixel
NachrichtenMagazinMagazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Fußball Formel 1 Sporttabellen Foto des Tages
Dienstag, 11. Juni 13
[an error occurred while processing this directive]
Duisburg - Köln (ausgef.)

Bayern fürchten nur noch den HSV

München - Die Komplimente bekam Mainz, doch die Punkte kassierten die Bayern: Dank Doppel-Torschütze Claudio Pizarro machte der deutsche Fußball-Meister mit einem mageren 2:1 (1:1)-Erfolg den Bundesliga-Startrekord von 12 Siegen in 14 Spielen perfekt.

FC Bayern München - FSV Mainz 05

Roy Makaay (l) beglückwünscht Claudio Pizarro zum 1:0 gegen Mainz 05.

Zudem bauten die Bayern auf dem Weg zur 15. Herbstmeisterschaft die Tabellenführung auf sechs Punkte aus. Nur der Hamburger SV spielte zum Abschluss einer schönen Bayern-Woche mit gleich drei Siegen ohne Michael Ballack nicht mit. „Der HSV hat gewonnen - es ist also nichts passiert. Sechs Punkte Vorsprung sind nichts Weltbewegendes”, kommentierte Manager Uli Hoeneß ungeachtet der Bremer Niederlage beim FC Schalke 04.

Felix Magath hatte es schon seit längerem geahnt. „Ich habe der Mannschaft schon vor drei Wochen gesagt, dass der HSV ein stärkerer Konkurrent als Werder Bremen ist”, verriet der Trainer: „Aber alle Welt erzählt seit Wochen, der HSV bricht irgendwann ein.”

Tut er nicht - aber trotzdem: Sechs Punkte vor Hamburg, acht vor Bremen und sogar 12 vor Schalke - statt Hochspannung im Titelkampf deuten die Vorzeichen einmal mehr auf eine langweilige Solo-Nummer des 19-maligen Meisters hin. Insgeheim sehen es die Bayern genauso. „Es liegt doch immer nur an uns. Unsere Mannschaft ist stark genug, dass sie nur nach oben schaut und nicht nach hinten. Auf Hilfe sind wir im Moment jedenfalls nicht angewiesen”, kommentierte Hoeneß.

Die Bayern-Jäger dagegen hofften vergeblich auf einen Mainzer Überraschungscoup. Dabei ließ der Außenseiter die müden Bayern-Stars bis zum Schlusspfiff um den siebten Sieg im siebten Spiel in der Allianz Arena zittern. „Es war heute schwierig für uns”, räumte der zweifache Torschütze Pizarro (28./55.) ein. „Ich war bis zum Ende unruhig”, gestand auch Magath ein. „Am Ende haben wir die Bayern gezwungen, ihr ganzes Defensiv-Potenzial abzurufen”, bemerkte der Mainzer Trainer Jürgen Klopp - aber: „Jetzt stehen wir da und holen uns die Komplimente ab. Aber heimfahren müssen wir ohne Punkte.”

Die größere Cleverness der Bayern machte Klopp für die Niederlage verantwortlich. Etwa beim Münchner Siegtor, als Pizarro Gegenspieler Nikolce Noveski düpierte. Eine Woche nach seinen zwei Eigentoren in 132 Sekunden gegen Eintracht Frankfurt war der Abwehrspieler erneut der Pechvogel. „Normal gewinnt Noveski von 500 Kopfballduellen 450”, meinte Torwart Dimo Wache. Das Lob für die gute Leistung konnte den Frust über einen verpassten Punkt nicht ausgleichen. „Wir haben in dieser Saison schon viele Punkte liegen lassen. Wir müssten sechs bis sieben mehr haben”, sagte Benjamin Auer, der das 1:1 schoss (34.).

Die Bayern dagegen verschenken nichts. Gleich sechs ihrer zwölf Saisonsiege fielen mit einem Tor Unterschied denkbar knapp aus. Der Erfolg gegen Mainz hätte bei einer besseren Chancenverwertung jedoch frühzeitig klar gemacht werden können. „Da waren ein paar Hundertzehnprozentige dabei. Wenn wir das 3:1 machen, kommen wir nicht mehr in Schwierigkeiten”, sagte Hoeneß.

Wenigstens treffen die Stürmer wieder: Pizarro erzielte wie vor einer Woche in Bielefeld (2:1) gegen Mainz wiederum beide Tore, der gegen Mainz glücklose Roy Makaay war beim 4:0 gegen Rapid Wien zwei Mal erfolgreich. „Dafür sind beide auch da”, meinte Magath lapidar. Der 52-Jährige war auch mit dem Startrekord noch nicht zufrieden: „Ich habe der Mannschaft in der Kabine gesagt: 37 Punkte nach 14 Spielen sind nicht schlecht - aber besser sind 40 nach 15 Spielen.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/11/27/sport/fussball/t/rzo201086.html
Sonntag, 27. November 2005, 10:46 © RZ-Online (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet

Strecken, Statistik, Fahrer

 
TuS Koblenz
TuS Koblenz
Druckversion