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Mittwoch, 21. Aug. 19
RZ-Akademie

Bundesagentur für ArbeitKöln/Bonn - In Zeiten schlep­pen­der Kon­junk­tur und sta­gnie­ren­der Arbeits­losen­zah­len ist beruf­liche Wei­ter­bil­dung eine mög­liche neue Per­spek­tiven. Doch die Chan­cen, mit zusätz­licher Qua­lifi­kation vor­anzu­kom­men...

Leipzig - Für Absol­ven­ten wirt­schafts­wis­sen­schaft­licher Stu­diengänge startet die HHL-Leip­zig Gra­duate School of Mana­gement im Sep­tem­ber 2006 einen neuen Stu­dien­gang.

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Kai­sers­lau­tern/Re­magen - Die Geschäfts­welt ohne das Inter­net ist kaum noch vor­stell­bar. „Trotz des Zer­plat­zens der großen Blase Neuer Markt hat das E-Com­merce immer größere Bedeu­tung bekom­men”...

Düs­sel­dorf - Bei der Auswahl eines Jobs spielen für Aka­demi­ker die Auf­stiegschan­cen zuneh­mend eine Rolle. Rund 37 Prozent von ihnen nannten bei einer Umfrage gute Kar­rie­remög­lich­kei­ten als wich­tiges Kri­teri­um...

Köln/Düs­sel­dorf - Frauen legen bei der Auswahl eines neuen Jobs Wert darauf, dass sie sich per­sön­lich ent­fal­ten können. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Wirt­schafts­maga­zins „kar­rie­re” erge­ben.

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Hürden in der Weiterbildung für Arbeitslose

Köln/Bonn - In Zeiten schleppender Konjunktur und stagnierender Arbeitslosenzahlen ist berufliche Weiterbildung eine mögliche neue Perspektiven.

Bundesagentur für Arbeit

Warten bei der Bundesagentur für Arbeit: Weiterbildung wird seltener finanziert.

Doch die Chancen, mit zusätzlicher Qualifikation voranzukommen, sind gerade für Erwerbslose schlechter geworden.

„Heute ist es selbst für motivierte Arbeitslose schwierig, eine Fortbildung zu bekommen”, sagt Prof. Reinhold Weiß, stellvertretender Leiter des Bereichs Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Denn „das Steuerungsinstrument” für die Weiterbildung habe sich entscheidend verändert.

Wurden Förderungsberechtigte früher von den Beratern der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Kurse vermittelt, müssen sie sich inzwischen mit einem BA-Bildungsgutschein selbst auf die Suche nach einem Weiterbildungskurs in ihrer Region machen und binnen einer Frist von drei Monaten den richtigen finden. „Allein mit der Suche nach Anbietern bis zum Beginn der Kurse vergeht Zeit, da gibt es Streuverluste”, sagt Weiß. Bedingung für die Zulassung ist auch, dass die Kursteilnehmer ein halbes Jahr nach Abschluss der Fortbildung mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent nicht mehr arbeitslos gemeldet sind.

Deutliche Mittelkürzungen haben die Situation noch verschärft. „Die Angebote sind zusammengebrochen, es ist nur noch ein Viertel bis ein Drittel da”, sagt Peter Faulstich, Professor für Erwachsenenbildung und Weiterbildung an der Universität Hamburg. Vor allem längerfristige Projekte seien eingestellt worden.

Eingebrochen ist auch die Zahl der Teilnehmer an BA-finanzierten Weiterbildungsmaßnahmen. Im Jahr 2001 seien noch 440 000 Menschen in den Genuss einer solchen Förderung gekommen, erläutert Bert Paulsen, Leiter des Arbeitsbereichs Bildungswege, Kompetenzentwicklung und Lernwege am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. 2003 waren es gerade noch 246 000. „In diesem Jahr werden, wenn es hochkommt, 80 000 bis 85 000 Gutscheine ausgegeben”, schätzt Paulsen, „eine rasante Talfahrt”. Noch so förderungswürdige Leute würden keine berufliche Weiterbildung bekommen, weil kein Geld da sei.

Das spüren auch die Kursanbieter. „Die sind jetzt die Gekniffenen, es gibt einen ziemlichen Aderlass in der Branche”, sagt Bildungsexperte Weiß. Viele Einrichtungen hätten festangestelltes Personal entlassen, etliche Träger seien schon Pleite gegangen. Das „Horror-Szenario” für Bert Paulsen vom BIBB ist: „Die Leute haben einen Gutschein, aber es sind keine Anbieter mehr da.”

Trotz der „dramatisch verschlechterten” Lage rät Prof. Faulstich Erwerbslosen dringend, sich um Weiterbildung zu bemühen. „Man muss sich selber aktivieren”, sagt er. Persönliches Engagement sei wichtig. Noch fehle es zwar an Transparenz in der Beratung, aber eine gute Vorbereitung, etwa bei Fachleuten einer kommunalen Beratungsstelle, vor dem Gang zur BA könne helfen.

„Wenn man fordernd in die Gespräche geht, hat man auch Chancen”, sagt er. Langfristig sei Weiterbildung nach wie vor eine sinnvolle Strategie, sowohl persönlich individuell als auch volkswirtschaftlich. „Wenn die Gutscheine nicht eingelöst werden, sinkt auch das Angebot”, warnt er.

Sehen alle Fachleute die von der BA finanzierte Weiterbildung für Arbeitslose in einer Abwärtsspirale, scheine die betriebliche Weiterbildung vergleichsweise sehr stabil zu sein, sagt IW-Bildungsfachmann Weiß. Doch den Anspruch auf Bildungsurlaub, der in zwölf Bundesländern - ausgenommen sind Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen - per Gesetz garantiert wird, nehmen immer weniger Arbeiter und Angestellte wahr. „Das hat mit der Angst um den Arbeitsplatz zu tun”, sagt Weiß.

Erwerbstätigkeit sei ein ganz wichtiger Punkt, um in Weiterbildung zu kommen, stellt BIBB-Experte Paulsen fest, ebenso die berufliche Stellung. Die Weiterbildung in der Arbeitswelt leide insgesamt unter dem Problem des ungleichen Zugangs. „Das ist das Matthäus-Prinzip: Wer hat, dem wird gegeben”, sagt Paulsen.

www.arbeitsagentur.de , www.lernende-regionen.info , www.bibb.de , www.iwwb.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/11/30/service/berufbildung/weiterbildung/t/rzo195905.html
Montag, 07. November 2005, 11:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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