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Mittwoch, 19. Jun. 19

BandscheibenvorfälleMünchen - Ein Band­schei­ben­vor­fall drückt auf die Ner­ven­stränge in der Wir­belsäule, oder die Band­schei­ben sind mit dem Alter nicht mehr in der Lage, ihre eigent­liche Aufgabe als Puffer zwi­schen den Wirbeln zu...

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Operation Bandscheibe: Erfolg hängt von der Diagnose ab

München - Ein Bandscheibenvorfall drückt auf die Nervenstränge in der Wirbelsäule, oder die Bandscheiben sind mit dem Alter nicht mehr in der Lage, ihre eigentliche Aufgabe als Puffer zwischen den Wirbeln zu erfüllen.

Bandscheibenvorfälle

Manchmal ist eine Operation das letzte Mittel. (Bild: Wirbelsäulenliga/dpa/gms)

Die Segmente der Wirbelsäule reiben quasi aufeinander und der Schmerz zieht wie ein Blitz ins Kreuz. In beiden Fällen können Operationen helfen. „Jährlich werden rund 800 000 neue Bandscheibenvorfälle in Deutschland diagnostiziert”, sagt Privatdozent Michael Mayer in München, Präsident der European Spine Society. Klinischer Befund, Kernspin-Untersuchungen, Computertomographie und Röntgen-Bilder können den Verdacht klären, sagt Prof. Claus Carstens in Heidelberg, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenforschung.

Von einem Bandscheibenvorfall spricht man, wenn der gallertartige Kern der Bandscheibe austritt und auf die Nervenwurzeln im Kanal der Wirbelsäule drückt. Das kann zu starken Schmerzen, aber auch zu Lähmungen in den Beinen führen. Bei starken Ausfällen muss der Bandscheibenvorfall so schnell wie möglich operativ entfernt werden.

Bei der konservativen Therapie dagegen werden zum Beispiel Spritzen mit Betäubungsmitteln, pflanzlichen Wirkstoffen oder Kortison gegeben. Auch Krankengymnastik oder Elektrotherapie sollen die Schmerzen lindern.

„Eine Operation dient zur Verkürzung des Krankheitsverlaufs”, sagt Prof. Fritz-Uwe Niethard, Klinikdirektor der orthopädischen Klinik am Uniklinikum Aachen. Studien zufolge seien die Ergebnisse von operierten und konservativen Bandscheibenvorfällen nach fünf Jahren zwar die gleichen. „Allerdings müssen die konservativ behandelten Patienten längere Zeit Schmerzen aushalten.”

Bei einer Bandscheiben-OP können die Ärzte mikrochirurgisch oder minimalinvasiv vorgehen. Beim mikrochirurgischen Eingriff wird der Bandscheibenvorfall durch den Wirbelkanal hindurch entfernt, beim minimalinvasiven Eingriff wird mit einem Endoskop gearbeitet. „Das hängt von Ort und Größe des Bandscheibenvorfalls ab”, erklärt Mayer.

Nur bei der richtigen Indikation liegt die Erfolgsquote von Bandscheiben-Operationen bei 80 bis 90 Prozent, sagt Carstens. Wenn der Bandscheibenvorfall jedoch vollständig entfernt werden kann, sind die Patienten nach der Operation schmerzfrei. Risiken gebe es kaum: „Ich habe noch nie erlebt, dass jemand danach im Rollstuhl saß.”

Nicht alle Probleme mit der Bandscheibe sind auf einen Bandscheibenvorfall zurückzuführen. „Bis zum 40. oder 50. Lebensjahr ist die häufigste Diagnose bei Bandscheibenbeschwerden der Bandscheibenvorfall”, sagt Carstens. Ältere Menschen leiden häufiger an Verschleißerscheinungen mit ähnlichen Symptomen.

„Die Menschen leiden unter der "Schaufensterkrankheit"”, erklärt Carstens. Patienten laufen häufig vorne übergebeugt und müssen oft stehen bleiben, weil ihnen die Bewegung Schmerzen bereitet. Führt die Degeneration der Bandscheiben zu einer Instabilität der Wirbelsäule, hilft eine Versteifung mehrerer Gelenke oder eine künstliche Prothese.

Bei der Fusion oder Versteifung werden mehrere Wirbel mit einer Art Klammer zusammengefasst, damit die Wirbelsäule trotz beschädigter Bandscheibe wieder ihre Stabilität erhält. Durch eine künstliche Bandscheibe wird die Mobilität der Wirbelsäule erhalten. Allerdings können nicht alle Patienten eine künstliche Bandscheibe implantiert bekommen - etwa bei einer Osteoporose.

Im Vergleich zur Fusion haben die Prothesen den Vorteil, dass die Behandelten sogar wieder Sport treiben können, sagt Mayer. „Das ist nach einer Versteifung nicht möglich.” Allerdings liegen bei dieser neueren Behandlungsmethode noch keine langfristigen Ergebnisse vor.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/11/30/service/gesundheit/t/rzo201939.html
Mittwoch, 30. November 2005, 14:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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