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Mittwoch, 8. Jul. 20

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PraxisgebührBayern - Ist der Haus­arzt krank, müssen Pati­enten bei seiner Ver­tre­tung keine erneute Pra­xis­gebühr bezah­len. Geht der Patient jedoch zu einem anderen als dem von seinem Arzt bestell­ten Ver­tre­ter...

Stutt­gart - Kie­fer­orthopä­den müssen gesetz­lich ver­sicherte Kinder grundsätz­lich behan­deln, ohne dass die Eltern Zuzah­lun­gen leis­ten. Darauf weist die Ver­brau­cher­zen­trale Baden-Würt­tem­berg in Stutt­gart hin.

Köln - Bei Hals­schmer­zen sollten Betrof­fene mög­lichst viel trin­ken. Das hält die Schleim­häute feucht. Erkäl­tungs­viren können sich nicht so gut ver­meh­ren, so die Zeit­schrift „me­dizin heute”.

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Köln - Nach dem Verzehr säu­rehal­tiger Speisen und Getränke sollten nicht die Zähne geputzt werden. Denn dadurch wird der Zahn­schmelz schnell weich. Beim Zäh­neput­zen kann er daher leicht weg geputzt wer­den...

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Pillen für die Potenz: Viagra und Co.

Hamburg/Bonn - Männer mit Potenzproblemen sollten diese zunächst mit ihrem Hausarzt besprechen.

Potenzpillen

Lendenkraft aus der Apotheke: Viagra-Pillen. (Bild: Pfizer/dpa/gms)

Das rät Prof. Wolfgang Schulze, Leiter der andrologischen Abteilung des Universitätskrankenhauses in Hamburg.

Denn erstmal muss die Ursache für die Unfähigkeit zum Geschlechtsverkehr geklärt werden. „Von dubiosen Angeboten aus dem Internet sollte man die Finger lassen”, warnt der Experte. Häufig würden wirkungslose Imitate angeboten.

In mehr als 80 Prozent der Fälle haben Erektionsstörungen nach Angaben des Arzneimittelherstellers Lilly Pharma in Bad Homburg eine organische Ursache. Nur bei 10 bis 20 Prozent der Betroffenen gelten psychische Gründe als allein verantwortlich: Herz-Kreislauferkrankungen, Alkoholkonsum oder Prostata-OPs etwa. Nur wenn der Arzt eine erektile Dysfunktion (ED), die Unfähigkeit ein steifes Glied zu bekommen und zu halten, ausgemacht hat, kommen die berühmten blauen Viagra-Pillen des US-Herstellers Pfizer und die weniger bekannten Produkte Cialis (Lilly Pharma) und Levitra (Bayer) ins Spiel. Die drei Medikamente, die zusammen als PDE5-Hemmer bezeichnet werden, greifen in die Biochemie der Erektion ein. Sie behindern ein Enzym namens Phosphodiesterase, Typ 5 (PDE5) beim Abbau eines chemischen Botenstoffes und sorgen so dafür, dass sich die Muskeln in den Schwellkörpern entspannen und der Penis steif wird.

Die drei PDE5-Hemmer wirken zwar ähnlich, aber nicht gleich: Beim Wirkstoff Tadalafil, unter dem Markennamen Cialis in Deutschland erhältlich, setzt die Wirkung zum Beispiel früher ein als bei Viagra (Wirkstoff: Sildenafil) und Levitra (Wirkstoff: Vardenafil). Und während sie bei Viagra und Levitra 4 bis 6 Stunden anhält, kann die Wirkdauer bei Cialis bis zu 36 Stunden betragen.

Die drei Arzneimittel gelten allgemein als gut verträglich. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel und Blutdruckabfall.

Für Herz-Kreislauf-Risikopatienten und Männer mit überstandenem Herzinfarkt oder Schlaganfall gelten besondere Einnahmevorschriften: „Wenn man zusätzlich Nitrate bekommt, kann der Blutdruck gefährlich absacken”, warnt Wolfgang Schulze.

Billig sind Viagra, Cialis und Levitra nicht: Eine Vierer-Packung Viagra mit Pillen, die 25 Milligramm des Wirkstoffs enthalten, kostet 43 Euro. Ähnliche Packungen Cialis und Levitra kosten rund 10 Euro mehr. Von den Krankenkassen können Betroffene keine Hilfe erwarten: „Potenzmittel werden seit dem 19. Oktober 2004 ausnahmslos als Lifestyle-Präparate eingestuft und dürfen daher nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden”, sagt Michaela Speldrich, Pressesprecherin der Techniker Krankenkasse in Hamburg.

Weil die Wirkstoffe auch für andere Indikationen zugelassen sind, kann es aber sein, dass die Kosten sehr wohl von den Kassen übernommen werden: Verschrieben wurde Viagra zum Beispiel schon bei Sklerodermie, einer krankhaften Haut- oder Bindegewebsverhärtung, sowie bei pulmonaler Hypertonie, wenn im kleinen Kreislauf zwischen Herz und Lunge der Blutdruck lebensbedrohlich hoch ist.

Sind alle Bedenken ausgeräumt, landen viele Männer mit dem unterschriebenen Rezept ihres Arztes aber trotzdem wieder im Internet: „In Apotheken arbeiten typischerweise Frauen”, sagt Annette Rogalla, Sprecherin der ABDA in Berlin. Als Reaktion hätten Apotheker telefonische Beratungen eingeführt oder ein Beratungszimmer eingerichtet: „Da kann man dann von Mann zu Mann reden.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/11/30/service/gesundheit/t/rzo189101.html
Mittwoch, 12. Oktober 2005, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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