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Dienstag, 11. Jun. 13

Krisenstab der BundesregierungBer­lin/Bag­dad - Während die Bun­des­regie­rung inten­siv nach Spuren der im Irak ver­schlepp­ten Susanne Osthoff sucht, ist ein wei­terer Europäer in Bagdad ent­führt worden.

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Immer noch keine Spur von Susanne Osthoff

Berlin/Bagdad - Während die Bundesregierung intensiv nach Spuren der im Irak verschleppten Susanne Osthoff sucht, ist ein weiterer Europäer in Bagdad entführt worden.

Krisenstab der Bundesregierung

Die Uhren ticken unerbittlich: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) beim Krisenstab der Bundesregierung.

Bernard Planche, Mitarbeiter einer französischen Hilfsorganisation, wurde am Montag aus seiner Wohnung in der irakischen Hauptstadt gekidnappt.

Der Bundesregierung sei es bislang nicht gelungen, ein Lebenszeichen von Osthoff und ihrem Fahrer zu erhalten, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Zum Schutz der Geiseln will die Bundesregierung zu Spekulationen über die Hintergründe und den möglichen Täterkreis keine Angaben machen.

Frankreichs Präsident Jacques Chirac versicherte in einem Telefonat mit Planches Tochter Isabelle: „Wir setzen alles in Bewegung, um seine Freilassung zu erreichen.” Chirac riet allen Franzosen, von Irakreisen abzusehen, solange die Sicherheit dort nicht garantiert sei.

Osthoff war gemeinsam mit ihrem irakischen Fahrer am 25. November auf dem Weg nach Arbil in der nördlichen Irak-Provinz Ninive von Unbekannten verschleppt worden. Die Entführer forderten die Bundesregierung in einem Video auf, die Zusammenarbeit mit dem Irak zu beenden.

Nach dem Verschwinden eines weiteren westlichen Ausländers im Irak wird in Sicherheitskreisen eine konzertierte Aktion von Entführungen vor den Parlamentswahlen am 15. Dezember nicht ausgeschlossen. Zusammen mit zwei Kanadiern, einem Briten und einem US-Bürger, die als Menschenrechtsaktivisten im Land tätig waren, hat sich die Zahl der gekidnappten Ausländer damit innerhalb einer Woche auf sechs erhöht.

Nach Ansicht von Experten könnte eine Erklärung für die Häufung sein, dass die Täter damit die Aufmerksamkeit des Auslands wieder verstärkt auf die Vorgänge im Irak lenken wollten. Die ständigen brutalen Selbstmord-Attentate, denen vor allem Iraker zum Opfer fallen, lösten in vielen westlichen Ländern nicht mehr die von den Urhebern erwünschte Resonanz aus.

Außenminister Frank Walter Steinmeier (SPD) will an diesem Dienstag bei einem kurzfristig vereinbarten Treffenh in Berlin mit seinem Pariser Amtskollegen Philippe Douste-Blazy auch über die Entführungen sprechen. Drei im Irak gekidnappte französische Journalisten waren vor einiger Zeit nach wochenlangen Verhandlungen wieder auf freien Fuß gekommen. Der Fall Osthoff dürfte auch beim Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit US- Außenministerin Condoleezza Rice zur Sprache kommen.

Der Fall der 43-Jährigen deutschen Archäologin wird möglicherweise den Gipfel der Islamischen Staaten am 7. und 8. Dezember in Mekka beschäftigen. In einem Brief bat der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Nadeem Elyas, „um Intervention aller Staatsoberhäupter zur Freilassung von Frau Susanne Osthoff und ihrem Fahrer”. Von den islamischen Führern erwarte „die Welt mit Recht eine eindeutige unmissverständliche Verurteilung einer jeden Art von Gewalt, Terror und Menschenverachtung”. Elyas, der sich selbst als Austausch für Osthoff angeboten hatte, appellierte an die Teilnehmer, „ein deutliches Signal gegen Missbrauch der friedliebenden Lehre des Islams durch Verbrecher zu setzen”.

Susanne Osthoff Mutter richtete sich erneut eindringlich an die Geiselnehmer. „Meine Tochter ist mehr Irakerin als Deutsche. Reden Sie mit ihr. Lernen Sie Susanne kennen. Dann können Sie sich schnell davon überzeugen, dass sie im Irak nur eins wollte: den Menschen dort helfen”, appellierte Ingrid Hala in der „Neuen Osnabrücker Zeitung” an die Kidnapper. Auch die Verurteilung der Tat durch kurdische, schiitische und sunnitische Persönlichkeiten und Parteien mache „Hoffnung, dass die Entführer zur Einsicht gelangen werden”, sagte die Mutter.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/05/news/t/rzo201801.html
Montag, 05. Dezember 2005, 18:35 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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