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Dienstag, 11. Jun. 13

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Tel Aviv - Bei einem Anschlag auf ein Ein­kaufs­zen­trum in der israe­lischen Stadt Netanja hat ein paläs­tinen­sischer Selbst­mord­attentäter am Montag fünf Men­schen mit in den Tod geris­sen. Min­des­tens 50 weitere wur­den...

Berlin - Die CDU hat rund zwei­ein­halb Monate nach der Bun­des­tags­wahl eine kri­tische Wahl­kampf-Bilanz gezo­gen, sich aber demons­tra­tiv hinter die Par­tei­vor­sit­zende und Bun­des­kanz­lerin Angela Merkel gestellt.

Nairobi - Ein schwe­res Erd­beben hat am Montag Ost­afrika erschüt­tert, aber nur wenig Schaden ange­rich­tet. In der fast 1000 Kilo­meter vom Epi­zen­trum ent­fern­ten kenia­nischen Haupt­stadt Nairobi wurden mehrere Gebäu­de...

Caracas - Bei der von den wich­tigs­ten Oppo­siti­ons­par­teien boy­kot­tier­ten Par­laments­wahl in Vene­zuela hat die Koali­tion von Prä­sident Hugo Chávez nach eigenen Angaben alle 167 Sitze in der Natio­nal­ver­samm­lung...

Sechs Tote bei Selbstmordanschlag in Israel

Tel Aviv - Bei einem Anschlag auf ein Einkaufszentrum in der israelischen Stadt Netanja hat ein palästinensischer Selbstmordattentäter am Montag fünf Menschen mit in den Tod gerissen.

Selbstmordanschlag

Retter versorgen die Opfer des Selbstmordanschlags in Netanja.

Mindestens 50 weitere wurden verletzt. Der 21-jährige Attentäter zündete nach Augenzeugenberichten am Eingang der Kaufhalle eine Bombe, die er in einer Tasche bei sich trug.

Es war der dritte Anschlag auf das Einkaufszentrum innerhalb von viereinhalb Jahren. Erst im Juli waren dort bereits fünf Menschen einem ähnlichen Attentat zum Opfer gefallen waren. Die israelische Armee kündigte eine Verschärfung im Kampf gegen palästinensische Terrorgruppen an.

Zu der Tat bekannte sich die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad, der Täter stamme aus einem Dorf bei Tulkarem im nördlichen Westjordanland. Ein Bekenneranruf im Namen des militärischen Fatah-Arms Al-Aksa-Brigaden bei einer Radiostation in Gaza wurde von beiden Seiten als unglaubwürdig eingestuft. Die Palästinenserführung verurteilte den Anschlag, Israel warf ihr jedoch Tatenlosigkeit im Kampf gegen die Extremistenorganisationen vor.

Im Namen der Bundesregierung verurteilte Außenminister Frank Walter Steinmeier den Anschlag. Er stelle offenkundig den Versuch dar, die Hoffnungen auf Fortschritte im Friedensprozess zunichte zu machen, die sich mit Israels Rückzug aus dem Gazastreifen und der Öffnung des Grenzübergangs in Rafah verbänden. „Diesen Versuchen muss entschlossen entgegengetreten werden”, erklärte Steinmeier.

Israels Verteidigungsminister Schaul Mofas gab nach Beratungen mit der Militärspitze bekannt, die Armee werde „ohne zeitliche Beschränkung” den Islamischen Dschihad im nördlichen Westjordanland und im Gazastreifen bekämpfen, „mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln”. Mofas bat Generalstaatsanwalt Menachem Masus, er möge den Streitkräften erlauben, die Häuser der Familien von Selbstmordattentätern zu zerstören. Diese umstrittene Praxis war im vergangenen Februar eingestellt worden.

Mofas hatte schon Stunden vor der Explosion eine Fortsetzung der gezielten Tötungen militanter Palästinenser gebilligt. Die Entscheidung folgte auf neue Angriffe mit palästinensischen Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen am Wochenende. Regierungschef Ariel Scharon setzte für den Abend eine Dringlichkeitssitzung seines Sicherheitskabinetts an, das die Maßnahmen bestätigen muss.

Israelische Medien berichteten, Augenzeugen seien kurz vor der Explosion auf einen verdächtig wirkenden Mann mit einer großen schwarzen Tasche aufmerksam geworden und hätten Wachleute alarmiert. Diese hätten den Mann zwar daran hindern können, in die Kaufhalle einzudringen, dann sei der Sprengsatz jedoch explodiert.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte den Anschlag scharf. „Wir werden die Verantwortlichen für diesen Terroranschlag jagen und fassen”, hieß es in einer Stellungnahme des Präsidenten. Der Anschlag schade dem Friedensprozess in Nahost sehr. Als mehrere Dutzend Mitglieder der Al-Aksa-Brigaden durch die Stadt Dschenin im Westjordanland zogen und den neuen Anschlag mit Freudenschüssen feierten, versuchte die Palästinenserpolizei den Marsch zu stoppen. Es kam zu Schusswechseln. Über mögliche Opfer wurde nichts bekannt.

Israel warf der Palästinensischen Autonomiebehörde Tatenlosigkeit im Kampf gegen militante Palästinenserorganisationen vor. „Die Tatsache, dass die Autonomiebehörde absolut gar nichts gegen die bewaffneten Terrorgruppen unternimmt, hat solche Anschläge zur Folge”, sagte Raanan Gissin, ein ranghoher Berater Scharons. Er drohte den Verantwortlichen mit einer gezielten Tötung. „Wir haben die Freiheit, jede Aktion zu unternehmen, die zum Schutz unserer Bürger notwendig ist”, sagte Gissin. „Wenn sie nicht vor Gericht gebracht werden, werden wir sie richten.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/05/news/t/rzo202868.html
Montag, 05. Dezember 2005, 19:47 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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