Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Urlaub Gesundheit Beruf Lexikon
Montag, 17. Feb. 20
RZ-Akademie

Koblenz/Lan­dau - Eine Ver­bin­dung aus Ang­lis­tik, Infor­matik und Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten bietet die Uni­ver­sität Koblenz Landau an. Der neue Bache­lor-Stu­dien­gang „BA Ang­lis­tik und Medien­mana­gement” startet im...

Mind MappingBerlin - Die Kon­ferenz war lang­atmig, das Thema nicht ganz ein­fach: Im Zeit­alter elek­tro­nischer Daten­ver­arbei­tung ist es immer wich­tiger, Gesprächs­inhalte, Ideen oder Kon­zepte anschau­lich fest­hal­ten zu können.

Jork/Spai­chin­gen - Anlass für Zoff zwi­schen Vor­gesetz­ten und Mit­arbei­tern gibt es mehr als genug. Jeder fünfte Arbeit­neh­mer hasst seinen Chef einer Umfrage des geva-Insti­tuts in München zufolge sogar...

Mün­chen/Ber­lin - Viele Bücher­regale biegen sich unter mehr­bän­digen Lexika. Dagegen kann ein Lexikon auf CD-ROM Platz sparend gela­gert werden, und weil viele Begriffe mul­time­dial auf­berei­tet sind...

Berlin - Arbeit­neh­mer fehlen am Arbeits­platz immer häu­figer wegen psy­chi­scher Erkran­kun­gen. Das teilt der Bun­des­ver­band der Betriebs­kran­ken­kas­sen in Berlin mit.

Dort­mund - Die Zen­tral­stelle für die Vergabe von Stu­dien­plät­zen (ZVS) war lange Zeit eine Kon­stante im vor­uni­ver­sitären Dickicht.

Beruf & Bildung

News  

Recht  

Weiterbildung  

Wie werde ich...  

Interaktives Lernen wird langsam Standard an Hochschulen

Hof/Hamburg - Kaum ein Lebensbereich kommt heute ohne Computer und Internet aus.

Interaktives Lernen

Der Computer ist im Hochschulalltag unverzichtbar. Bild: Schierenbeck/dpa/gms

Auch in die Bildungslandschaft haben Laptop und multimediales Lernen längst Einzug gehalten.

„Rund 350 E-Learning-Bildungsgänge gibt es in Deutschland”, sagt Wolfram Baier, Projektmanager beim bwv-Verlag in Nürnberg, der die Seiten „studieren-im-netz.de” betreut.

Eine „wahnsinnige Beschleunigung des Lernens” haben Bildungsexperten ausgemacht, seit der Computer Bestandteil der Studieninfrastruktur ist. Vorlesungen, Seminare und Tutorien sind durch den Einsatz der neuen Medien im Studium entzerrt worden. „Die sinnvollste Kombination ist der Mix aus Präsenz- und virtuellem Studium”, sagt Helga Bechmann, Projektleiterin der Konferenz „Campus Innovation” beim Multimediakontor Hamburg.

Für dieses „Blended Learning” schaffen immer mehr Hochschulen die Voraussetzungen. So haben sich etwa die bayerischen Hochschulen in einem Verbund zusammengeschlossen, der den Besuch von Lehrveranstaltungen im weltweiten Netz ermöglicht. „Die Virtuelle Hochschule Bayern hat bisher rund 150 multimediale und interaktive Kurse”, sagt vhb-Sprecherin Elke Schwämmlein in Hof.

36 Trägerhochschulen unterstützen das Angebot. „Vom Umfang her entspricht jede Veranstaltung mindestens zwei Semesterwochenstunden”, erläutert Schwämmlein. Das Angebot wird nach ihren Worten gut angenommen. „Die Zahlen steigen sehr dynamisch an.” Ähnliche Angebote gibt es auch in den anderen Bundesländern: In Baden-Württemberg sind zahlreiche Projekte unter dem Dach der Virtuellen Hochschule Baden-Württemberg entwickelt worden. An Rhein und Ruhr fördert das „CeC Centrum für eCompetence in Hochschulen NRW” die Integration digitaler Medien.

Rheinland-Pfalz hat als gemeinsame Plattform der Hochschulen ebenso einen Virtuellen Campus wie Universität des Saarlandes, die als Online-Netzwerk Studierenden und Interessierten zur Verfügung steht. Vom Bildungsportal Sachsen können die Lehr- und Lernangebote der 14 Hochschulen des Freistaates online abgerufen werden.

Schwämmlein sieht zahlreiche Vorteile für die Studierenden: „Die Möglichkeit, einzelne Präsenz-Lehrveranstaltungen durch netzgestützte Angebote zu ersetzen, erlaubt eine örtlich und zeitlich flexiblere Gestaltung des Studiums.” Zudem können durch das Verbundsystem auch Veranstaltungen anderer Hochschulen genutzt werden.

Auch Fernstudenten profitieren von der Möglichkeit, das Cyberspace zum Lernen zu nutzen. So setzt etwa die Fernuniversität Hagen auf eLearning: „Wir knüpfen mit dem Konzept "Lernraum Virtuelle Universität" nahtlos an 25 Jahre Fernstudium an”, sagt Pressereferent Gerd Dapprich. „Wir präsentieren ein Modell für die Universität der Zukunft, das in der Praxis erprobt und zum wissenschaftlichen Studium neben dem Beruf tauglich ist.”

Doch längst nicht alles ist im virtuellen Lernraum so, wie es sein könnte und einst vorhergesagt wurde. „Die traurige Tatsache ist, dass viele Lehrende den Anforderungen nicht gewachsen sind”, sagt Bechmann. So kommt eine Studie zu dem Ergebnis, dass deutlich weniger als zehn Prozent der Lehrenden E-Learning in der Lehre einsetzen.

Frühere Prognosen gingen davon aus , dass im Jahr 2005 bereits die Hälfte der Studierenden an einer virtuellen Universität eingeschrieben ist. Das ist zwar nicht der Fall, „dennoch ist die Zukunft des Studiums multimedial”, sagt Bechmann. Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation beim Berufseinstieg - mit multimedialen Elementen erwerben die Studierenden diese ganz nebenbei.

Neuere Studien haben unterdessen ergeben, dass auch die Studierenden sich nur zögernd auf die Angebote der Hochschulen einlassen. So kommt die Untersuchung „E-Learning an deutschen Hochschulen - Trends 2004” des Institut für Medien- und Kompetenzforschung in Essen und des Multimediakontors Hamburg zu dem Schluss, dass Studierende eher die Präsenzveranstaltungen besuchen und die virtuellen Angebote dazu nutzen, Wissen zu vertiefen oder sich auf Prüfungen vorzubereiten.

Dabei allerdings gibt es grundsätzliche Unterschiede: „Es ist leichter an Fachhochschulen, Technischen Universitäten und kleineren Hochschulen”, sagt Bechmann. Informatiker und Mathematiker nutzten die E-Learning-Angebote dabei deutlich häufiger als etwa Studierende der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften. Am wenigsten Nutzen findet der Computer und die virtuellen Lernwelten in den künstlerisch-gestaltenden Fächern und den Rechtswissenschaften.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/05/service/berufbildung/t/rzo187177.html
Montag, 21. November 2005, 10:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
 
Druckversion