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Chefs und Mitarbeiter im Dauerstreit

Jork/Spaichingen - Anlass für Zoff zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern gibt es mehr als genug.

Symbolbild Arbeitnehmer

Symbolbild: Vorgesetze üben Druck aus. (Bild: Schierenbeck/dpa/gms)

Jeder fünfte Arbeitnehmer hasst seinen Chef einer Umfrage des geva-Instituts in München zufolge sogar, 88 Prozent halten ihn zumindest für schwierig.

Andersherum ist es nicht viel besser. Führungskräfte, die nicht zumindest heimlich glauben, ihre Mitarbeiter machten sich auf ihre Kosten ein schönes Leben, sind offenbar rar gesät.

Viele Vorgesetzte sehen in Untergebenen vor allem Drückeberger und Faulenzer, die nur dann kräftig zupackten, wenn sie nach der Lohntüte greifen, sagt der Kommunikationstrainer Martin Wehrle aus Jork bei Hamburg, der selbst als Führungskraft gearbeitet hat. Statt dankbar zu sein, dass sie überhaupt einen Arbeitsplatz haben, wollen sie in der Wahrnehmung des Chefs ständig mehr Gehalt, mehr Anerkennung, mehr Freizeit - und am Arbeitsplatz in Ruhe gelassen werden.

Solches Misstrauen ist nach Wehrles Erfahrung eine verbreitete Grundeinstellung von Vorgesetzten. „Das liegt auch daran, dass sie in der Regel unter rein fachlichen Gesichtspunkten ausgewählt werden und nicht danach, ob sie auch mit Menschen umgehen können.” Ein guter Chef sollte wie der Trainer einer Fußballmannschaft sein: „Er muss die Spieler fit machen, darf aber die Tore nicht selbst schießen wollen.” Häufig sieht das anders aus: „Vorgesetzte sehen sich oft in erster Linie als Aufseher”, sagt Wehrle.

Zugegebenermaßen hatten es Führungskräfte und Mitarbeiter schon einmal einfacher, miteinander klar zu kommen: „Die Zeiten haben sich geändert und werden auch nie wieder, wie sie einmal waren”, bestätigt Jürgen Goldfuss, Unternehmensberater und Führungskräfte-Coach aus Spaichingen (Baden-Württemberg). „Selbst Großunternehmen von DaimlerChrysler bis Telekom bauen Arbeitsplätze ab.” Für so manche Führungskraft bedeutet das Druck von oben und spürbar eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten.

„Viele Chefs sind verunsichert und benehmen sich entsprechend”, sagt Goldfuss. „Hinzu kommt, dass Führungskräfte in Deutschland nicht gelernt haben zu kommunizieren.” Wer nicht weiß, wie er es sagen soll, dem bleibt dann möglicherweise nur Anbrüllen. Wenn es zwischen Chef und Angestelltem kracht, liegt das allerdings oft an beiden, gibt Ingo Krawiec zu bedenken: „Es gehören immer zwei dazu, auch wenn der Chef natürlich der Mächtigere ist”, so der Diplom-Ökonom und Coach aus Mannheim.

Arbeitnehmer sollten sich deshalb nie in die Opferrolle flüchten und ihren Boss für alles verantwortlich machen, was aus ihrer Sicht am Arbeitsplatz falsch läuft, rät Martin Wehrle: „Und man muss nicht im Großen anfangen, man kann auch im Kleinen etwas bewegen.” Der Coach empfiehlt, das Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen. „Wichtig ist, eine Win-Win-Situation zu erreichen, ihn nicht mit Forderungen zu konfrontieren, sondern ihm zu zeigen, was er davon hat, wenn er sein Verhalten ändert.”

Denn es geschehe zwar häufig , dass Vorgesetzte ihre Ellenbogen einsetzen und bevorzugt an sich selbst denken. „Aber sie wissen in der Regel auch, dass ihre Abteilung Erfolg haben muss, wenn sie selbst Erfolg haben wollen.” Den Chef auf mögliche Fehler anzusprechen, sei deshalb absolut vernünftig - selbst wenn der als kritikunfähiger Choleriker gilt. „Wenn er von mehreren Seiten auf etwas hingewiesen wird, bewegt er sich auch”, ist Wehrles Erfahrung.

Und wenn er dann doch losbrüllt? „Auch das ist etwas, was manche Menschen gelassen hinnehmen können und andere gleich persönlich nehmen”, sagt der Kommunikationstrainer. Da müssen dann auch Arbeitnehmer an sich arbeiten und nicht gleich die beleidigte Leberwurst geben: „Man kann das durchaus üben”, sagt Wehrle. „Man muss sich immer wieder vorstellen, wie man reagieren möchte und sich das für solche Situationen dann fest vornehmen.” Auch das kann dazu beitragen, dass der Streit nicht eskaliert.

INFO-KASTEN: Chefs und Mitarbeitern verstehen sich nicht

Vielleicht drücken sich Mitarbeiter schlecht aus. Vielleicht hören Chefs schlecht zu - oder beides zusammen. Für Martin Wehrle, Kommunikationstrainer aus Jork bei Hamburg, steht fest: Sie verstehen sich nicht und reden oft aneinander vorbei:

- Wenn der Mitarbeiter von Fortbildung spricht, hört der Chef nur, dass eine Arbeitskraft „fort” ist, während der Mitarbeiter glaubt, von „Bildung” zu reden.

- Wenn der Mitarbeiter auf den „hohen Arbeitsdruck” hinweist, denkt der Chef „Prima, die sind gut ausgelastet”, während der Mitarbeiter sich überlastet fühlt.

- Fragen nach vertraulichen Geschäftszahlen hält der Chef für Schnüffelei, während der Mitarbeiter damit Interesse bekunden möchte.

- Wenn der Mitarbeiter mehr Gehalt möchte, denkt er an 500 Euro, der Chef glaubt, es wird über 50 Euro gesprochen.

Literatur: Ingo Krawiec: Umgang mit Vorgesetzten, Cornelsen, ISBN 3-589-21962-9, 6,95 Euro; Martin Wehrle: Der Feind in meinem Büro - Die großen und kleinen Irrtümer zwischen Chef und Mitarbeiter, Econ, ISBN 3-430-19543-8, 19,95 Euro.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/05/service/berufbildung/t/rzo203091.html
Montag, 05. Dezember 2005, 10:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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