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Freitag, 10. Jul. 20

SchlafWien - "Stumm-schrei­end renne ich davon - der Ver­fol­ger ist mir dicht auf den Fer­sen...": Ein Alb­traum.

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Luzides Träumen verbessert Schlafqualität

Wien - "Stumm-schreiend renne ich davon - der Verfolger ist mir dicht auf den Fersen...": Ein Albtraum.

Schlaf

Durch luzides Träumen kann sich die subjektive Schlafqualität verbessern.

Diesen den Gar auszumachen, hat sich das Wiener Institut für Bewusstseins- und Traumforschung (IBTF) in einer Studie zum Ziel gemacht.

Abhilfe soll das so genannte luzide Träumen, das Klarträumen schaffen. Dabei soll der Traum als solcher erkannt und beeinflusst werden. Und das wiederum ist erlernbar, sagte Brigitte Holzinger vom IBTF in Wien. Im Rahmen der Studie, an der sich 32 an Schlafstörung und Albträumen leidende Personen über einen Zeitraum von sechs Monaten beteiligt haben, wurden zwei Versuchsgruppen gebildet. Beide nahmen an einer psychotherapeutischen Gruppentherapie teil, 16 Personen erhielten zusätzlich ein Training im luziden Träumen. "Bei allen Teilnehmern hat sich die subjektive Schlafqualität deutlich verbessert und die Albtraumhäufigkeit signifikant verringert", so Holzinger. "Jedoch ist dieser Effekt bei denen, die das luzide Träumen erlernen konnten, deutlicher und vor allem wesentlich nachhaltiger."

Das Klarträumen erlernen heißt vor allem, zu begreifen, dass man einen Traum selbst gestalten und in ihn eingreifen kann. Es gehe dabei auch um die Konfrontation mit der Angst und den Umgang mit den Traumfiguren, sagte Holzinger. Man dürfe zum Beispiel vor einer bedrohlichen Figur nicht länger davonlaufen, sondern vielmehr sich ihr zuwenden und sie konkret ansprechen. Dadurch werde die "Ich-Stärke" größer - die bedrohliche Figur wird hingegen kleiner.

Die im IBTF durchgeführte Studie habe also die Erlernbarkeit und den therapeutischen Wert luziden Träumens belegt, so die Studienleiter, allerdings sei damit lediglich einem kleinen, symptomatischen Teil der nächtlichen Probleme beizukommen. Insgesamt gebe es, so Univ.- Prof. Dr. Bernd Saletu, Schlafmediziner am AKH, 111 verschiedene Schlafstörungen, zu deren vornehmlichen Ursachen unter anderem das Schnarchen oder das Restless-Legs-Syndrom zählen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/05/service/gesundheit/wellness/t/rzo203252.html
Montag, 05. Dezember 2005, 16:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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