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Freitag, 3. Apr. 20

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Lappland schenkt inneren Frieden

Kiruna - „Dieses Land verändert dich. Seine Weite ergreift von dir Besitz.” Nils ist aus dem ewigen Lärm der Hauptstadt zurückgekehrt in seine stille Heimat am Polarkreis: „Ich musste wieder zu mir selbst finden.”

Lappland

Die Samen sind die Ureinwohner Lapplands. (Bild: imagebank.sweden/BoLin/dpa/gms)

Er sitzt vor seiner Hütte im Nirgendwo zwischen Ortschaften, die Jokkmokk und Kvikkjokk heißen. Ein alter Mann, dessen Gesicht von so vielen Falten und Furchen durchzogen wird wie die buschbestandene Landschaft rundherum von Bachläufen. Einer, der schon viel gesehen und Jahre damit verbracht hat, in Stockholm für die Rechte der samischen Urbevölkerung zu kämpfen.

Schwedisch Lappland - das verheißt Natur, Abenteuer und Einsamkeit. Knapp 120 000 Quadratkilometer misst die Region, fast ein Viertel der schwedischen Landmasse. Und doch leben hier kaum mehr als 120 000 Menschen, davon schätzungsweise rund 10 000 ethnische Samen, deren jahrtausende alte Kultur das Ajtte Fjäll och Samemuseum in Jokkmokk anschaulich vermittelt.

Lappland steht für dichte Nadelwälder in den Ebenen und lichte Birkenhaine auf den Höhen. Für Täler, felsige Gipfel und das ewige Eis der Gletscher. Und Lappland bedeutet Wasser: Rauschende Flüsse, reißende Bäche, tosende Wasserfälle und riesige Seenplatten prägen das Land. Unzählige Tümpel sind wie silberne Kleckse in die endlos grüne Landschaft hineingesprenkelt. Lappland ist außerdem die Heimat von Elchen, Luchsen, Wölfen und - auch das ist leider wahr - von Milliarden Stechmücken.

Nur einige wenige große Straßen führen durch dieses Refugium der Einsamkeit. Die Reichsstraße 45 kreuzt als Hauptverkehrsader von Süd nach Nord, die Reichsstraße 95 sowie die Europastraßen 10 und 12 verbinden die Ostsee mit dem Polarmeer. Dazu kommen einige halbwegs gut ausgebaute Asphaltstrecken, viele Staubpisten und unzählige Holperwege. Verfahren können Touristen sich hier kaum, verlaufen schon. Beim Abstecher in die Wildnis ist deshalb jeder gut beraten, sich den Weg zurück zum Auto zu merken.

Wer Lappland erkunden will, schnürt die Wanderstiefel, mietet ein Kanu oder besorgt sich ein Pferd. Empfehlenswert sind Paddeltouren über die verlassenen Seen bei Arjeplog, auf deren Eis im Winter Autohersteller aus aller Welt ihre geheimen Modelle testen. Besucher, die den Polarkreis nicht im Sattel erkunden wollen, können auf dem 200 Kilometer langen Königspfad des Kungsleden von Kvikkjokk bis nach Abisko wandern, eine Trekking-Tour durch den Sarek-Nationalpark unternehmen oder den mit 2114 Metern höchsten Gipfel Schwedens, den Kebnekaise, erklimmen.

Einst war Lappland Samenland , benannt nach dem alten Namen der Ureinwohner. Dann kamen die Weißen in Schwedens wilden Norden - zunächst Pelztierjäger und Fallensteller, später auch Holzfäller und Bauern. Mit der Entdeckung reicher Eisenerzvorkommen im 18. Jahrhundert eroberte die so genannte Zivilisation Lappland. In Malmberget bei Gällivare steht mit dem Kåkstan noch ein kompletter Straßenzug aus der Zeit von vor 150 Jahren, als die Gegend als das Klondyke des Nordens galt. Dazu gibt es ein Museum und Führungen durch die Schächte einer Erzmine.

Auch Kiruna verdankt seinen Aufstieg dem Erz. Mit einer Ausdehnung von 20 000 Quadratkilometern ist die Stadt etwa halb so groß wie die Schweiz. Knapp 23 000 Menschen leben hier. Im Jahr 1900 als Bergwerksmetropole gegründet, ist der Ort keine Schönheit. Ihr Besuch lohnt jedoch alleine schon deswegen, weil sie nicht mehr lange am jetzigen Ort stehen wird.

Etwa 20 Millionen Tonnen Eisen werden jedes Jahr rund um Kiruna aus bis zu 1000 Metern Tiefe gefördert und per Bahn in die Erzhäfen von Luleå und im norwegischen Narvik geschafft. Nun zeigen sich die Folgen: Die durch das Sprengen, Bohren und Schürfen entstanden Risse im Untergrund bedrohen die Stadt. Vom Jahr 2010 an müssen die Menschen umziehen. Doch Platz gibt es ja genug in Lappland.

Die Mitternachtssonne taucht die Rentierweiden der Hochebene in ein geheimnisvolles Licht. Nebelschleier liegen über den Sümpfen, eine Eule unkt aus dem Gestrüpp. Und der alte Nils behält Recht. Zum Abschied hatte er noch einmal kurz gewunken und dabei wissend gelächelt, ganz so, als wollte er sagen: „Fremder, bewahre dir ein Stück des inneren Friedens, den du hier gefunden hast.”

Informationen: Schweden-Werbung für Reisen und Touristik, Lilienstraße 19, 20095 Hamburg, Tel.: 040/32 55 13 55, Fax: 040/32 55 13 33.

www.visitsweden.com

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/05/service/reise/traumziele/t/rzo160893.html
Dienstag, 21. Juni 2005, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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