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Montag, 05. Dezember 05

TSV 1860 München - SpVgg UnterhachingMünchen - Der „Arena-Fluch” hat den TSV 1860 München auf dem Weg zur Herbst­meis­ter­schaft ins Stol­pern gebracht. Am 15. Spiel­tag der 2. Fuß­ball-Bun­des­liga kas­sier­ten die „Löwen” mit dem 1:4-Deba­kel gegen die SpVg­g...

SF Siegen - Ale­man­nia Aachen 2:2 (1:1) Ein­tracht Braun­schweig - Karls­ruher SC 1:0 (0:0) SpVgg Greuther Fürth - LR Ahlen 2:0 (0:0) SC Pader­born - Wacker Bur­ghau­sen 1:3 (1:1) VfL Bochum - FC Erz­gebirge Aue 1:0 (0:0) SC...

Köln - Für die Auf­stei­ger MSV Duis­burg und 1. FC Köln hat das Nach­hol­spiel der Bun­des­liga große Bedeu­tung. Der Sieger des Duells zwi­schen dem Tabel­len-17. und den einen Rang besser plat­zier­ten Kölnern ver­lässt die...

Hamburg - Hiobs­bot­schaft für den Ham­bur­ger SV: Der Fuß­ball-Bun­des­ligist muss für längere Zeit auf Spiel­macher Rafael van der Vaart ver­zich­ten. Der nie­der­län­dische Mit­tel­feld­spie­ler hat sich im Punkt­spiel gegen den...

Leipzig - Der so genannte Chip-Ball wird bei der Fuß­ball-WM 2006 in Deutsch­land nicht ein­gesetzt. Dies erklärte der Fuß­ball-Welt­ver­band FIFA in Leip­zig. „Die Idee und das System sind beste­chend, sind gut.

München - Für Natio­nal­spie­ler Sebas­tian Deisler vom FC Bay­ern München ist nach seinem Platz­ver­weis in Stutt­gart das Bun­des­liga-Jahr vor­zei­tig been­det. Das Sport­gericht des Deut­schen Fuß­ball-Bun­des (DFB) ver­häng­te...

HSV trotz Sieg gegen Köln ohne Größenwahn

Hamburg - Beim Hamburger SV läuft es wie geschmiert, beim 1. FC Köln liegen die Nerven blank.

Hamburger SV - 1. FC Köln

Der Hamburger David Jarolim und der Kölner Lukas Podolski kämpfen um den Ball.

Der Türke Özalan Alpay stand nach einer nicht geahndeten Tätlichkeit beim 1:3 ebenso im Brennpunkt wie Trainer Uwe Rapolder.

Für Rapolder kann das Nachholspiel beim MSV Duisburg über seinen Arbeitsplatz entscheiden. „Ich tue das Beste, was ich kann. Natürlich kenne ich das Geschäft, aber ich mache mir keine Gedanken”, sagte Rapolder, der mit Köln das erste Mal auf einem Abstiegsplatz steht. Manager Andreas Rettig wollte sich nicht klar äußern: „Der Druck ist so, wie er ist, eine Steigerungsform von Druck gibt es nicht.” Ganz unbeschwert und bescheiden kann dagegen HSV-Coach Thomas Doll seinen Weg gehen: „Wir werden jetzt nicht größenwahnsinnig und sagen, wir jagen die Bayern.”

Klare Worte fand Rapolder, der seit neun Partien auf ein Erfolgserlebnis wartet, für Alpays Ellenbogen-Check gegen Guy Demel: „Dafür habe ich kein Verständnis, das werden wir ganz hart ahnden. Wir sind beim Fußball und nicht auf einem Kriegsschauplatz.” Zwar warnte Rettig davor, Alpay unter dem Eindruck der skandalösen Vorfälle in der Türkei beim WM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz auch in der Bundesliga pauschal zu verurteilen. Die Fernsehbilder sprechen aber eine eindeutige Sprache, zudem gibt es Zeugen für aggressives Verhalten von Alpay in der Halbzeit. Schiedsrichter Jochen Drees sagte nachher: „Wenn ich die Szene so wahrgenommen hätte, hätte ich sie als grobe Unsportlichkeit werten müssen.” Alpay wird nicht nur mit einer vereinsinternen Strafe rechnen müssen.

Die Atmosphäre in der AOL-Arena wurde zusätzlich angeheizt durch den folgenschweren Wurf eines Trommelstocks aus dem Kölner Fanblock nach dem 2:0 von Benjamin Lauth (54.) an den Kopf des Hamburgers Alexander Laas. „Wir werden dafür bestraft werden”, sagte Rettig, der froh war, dass der Übeltäter gleich festgenommen wurde. Der HSV wurde in der Szene doppelt bestraft, denn in der Behandlungspause des blutenden Laas markierte der Ex-Hamburger Björn Schlicke den Anschlusstreffer. Doch die Kölner Auflösungserscheinungen um den indisponierten Lukas Podolski begünstigten den Erfolg der Hanseaten, die vom überragenden Sergej Barbarez geführt wurden. Mit Torvorlagen für Thimothee Atouba (44.) und Lauth sowie seinem eigenen Treffer (73.) lieferte der Bosnier beste Argumente für einen neuen Vertrag.

„Das war wieder ein Charaktertest, wenn man nach zehn Minuten van der Vaart verliert, dann noch die Trommelstockattacke, Hut ab vor der Leistung”, sagte HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann. Unter Schmerzen hatte Spielmacher Rafael van der Vaart mit einer Knöchelverletzung das Feld verlassen und muss am Montag zur Kernspin-Tomographie. „Wir hoffen auf einen Einsatz gegen Hertha am Samstag. Denn mehr Ausfälle können wir nicht verkraften”, betonte Doll, „wir pfeifen aus dem letzten Loch.”

Zwei Tage trainingsfrei bis zum Nikolaus sollen die durch eine Grippe geschwächten und nach dem 30. Pflichtspiel ausgelaugten Profis für den Jahres-Endspurt motivieren. „Wir wollen uns in der Spitzengruppe festbeißen”, ließ sich Doll entlocken. Zur Vereinsphilosophie passt auch, dass das Abspielen des alten HSV- Meisterlieds in der AOL-Arena ab sofort verboten wurde, um die Euphorie nicht unnötig anzuheizen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/05/sport/fussball/t/rzo202902.html
Sonntag, 04. Dezember 2005, 11:39 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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