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Montag, 05. Dezember 05

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Köln - Für die Auf­stei­ger MSV Duis­burg und 1. FC Köln hat das Nach­hol­spiel der Bun­des­liga große Bedeu­tung. Der Sieger des Duells zwi­schen dem Tabel­len-17. und den einen Rang besser plat­zier­ten Kölnern ver­lässt die...

Hamburg - Hiobs­bot­schaft für den Ham­bur­ger SV: Der Fuß­ball-Bun­des­ligist muss für längere Zeit auf Spiel­macher Rafael van der Vaart ver­zich­ten. Der nie­der­län­dische Mit­tel­feld­spie­ler hat sich im Punkt­spiel gegen den...

Leipzig - Der so genannte Chip-Ball wird bei der Fuß­ball-WM 2006 in Deutsch­land nicht ein­gesetzt. Dies erklärte der Fuß­ball-Welt­ver­band FIFA in Leip­zig. „Die Idee und das System sind beste­chend, sind gut.

München - Für Natio­nal­spie­ler Sebas­tian Deisler vom FC Bay­ern München ist nach seinem Platz­ver­weis in Stutt­gart das Bun­des­liga-Jahr vor­zei­tig been­det. Das Sport­gericht des Deut­schen Fuß­ball-Bun­des (DFB) ver­häng­te...

Mainzer Spaßfußball vertieft Wolfsburger Krise

Mainz - Mit seinem Spaßfußball im „Erlebnispark Bruchweg” hat der FSV Mainz 05 beim 5:1 (3:1)-Kantersieg über den desolaten VfL Wolfsburg die Krisensituation bei den Niedersachsen weiter vertieft.

FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg

Der Mainzer Benjamin Auer (r) bejubelt seinen Treffer mit seinen Mitspielern.

Doch trotz des neuerlichen Auswärtsdebakels nach dem 1:6 von Bremen scheint der seit sechs sieglosen Spielen erfolglose Coach Holger Fach nicht zur Disposition zu stehen. „Bei uns gibt es keine Trainer- sondern eine Spielerdiskussion”, sagte Manager Thomas Strunz, der mehr und mehr in Erklärungsnotstand über die Lage beim demontierten ehemaligen Europacup-Anwärter gerät.

Angesichts katastrophaler Aussetzer in der Abwehr stellte Strunz die „Qualitätsfrage” und drohte: „Darüber wird zu sprechen sein, auch unter vier Augen. Wir haben noch andere Spieler, die darauf brennen, zu spielen”, meinte der Manager. Vernichtend fiel das Urteil des Beobachters Eckard Krautzun aus, der einst beide Clubs zu Zweitliga- Zeiten trainierte. „Wolfsburg war den starken Mainzern läuferisch, taktisch und technisch unterlegen. Die Abwehr war eine Katastrophe”, meinte der 64-jährige Weltenbummler.

Die Ratlosigkeit stand VfL-Coach Holger Fach ins Gesicht geschrieben. Ihm blieb nichts anderes übrig, als sich nach der Selbstaufgabe seiner einfallslosen Angsthasen-Kicker in Durchhalteparolen zu flüchten. „Da müssen wir durch und dürfen nicht in Panik verfallen. Wir arbeiten weiter daran, bessere Leistungen zu bringen. Das geht nur über gute Trainingsarbeit”, meinte Fach. „Jetzt sind wir alle gefragt”, sagte Torhüter Simon Jentzsch. Maik Franz übte interne Kritik: „Wenn nicht jeder mitmacht, wird es schwierig.” Das dreitägige Trainingslager im Hunsrück entpuppte sich im Nachhinein als Schuss in den Ofen. Strunz: „Nach dem 1:5 fehlen uns natürlich die Argumente für ein Trainingslager.”

Für die elf Gegentore in zwei Spielen fand Fach eine Erklärung: „Das hängt sicher auch mit dem Fehlen von Kevin Hofland zusammen.” Der niederländische Abwehrchef fehlte wegen seiner Sperre an allen Ecken und Enden, soll aber gegen den VfB Stuttgart wieder das Panik-Orchester in der Deckung dirigieren. Gefallen konnte der freudlose Fach allenfalls am omnipräsenten Kapitän Pablo Thiam und Torjäger Diego Klimowicz finden, der mit seinem achten Saisontreffer (3.) über die Hälfte der Tore des zweitschwächsten Angriffs (15 Tore) der Liga erzielte.

Fachs Kollege Jürgen Klopp konnte dagegen wieder einmal sein Strahlemann-Image so richtig auskosten. „Riesig, wie meine Jungs so ein Ding rausgehauen haben. Das möchte ich am liebsten jede Woche sehen”, meinte Klopp. Benjamin Auer pflichtete seinem Coach bei: „Das war ein geiles Spiel.” Klopp freute sich vor allem darüber, dass der allerorten gelobte Mainzer Kombinations-Fußball endlich Mal Früchte trug. Klopp: „Die Form stimmte zuletzt immer, jetzt auch die Punkte. Wir sind in der Spielanlage reifer geworden.”

Der von den Supertechnikern Antonio da Silva und Mohamed Zidan gesteuerte erfrischende Angriffsfußball wurde durch die Tore von Michael Thurk (2./Foulelfmeter und 77.), Auer (36.), Petr Ruman (45.+1) und Zidan (50.) belohnt. „Das war eine richtig tolle Sache”, freute sich FSV-Präsident Harald Strutz über die Gala-Vorstellung, die für Karnevalsstimmung am Bruchweg sorgte. Beeindruckt zeigte sich auch Ralf Rangnick, der Trainer des nächsten Mainzer Gegners Schalke 04: „Was Mainz gezeigt hat, war schon stark.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/05/sport/fussball/t/rzo203140.html
Montag, 05. Dezember 2005, 12:29 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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