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Montag, 05. Dezember 05

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FSV Mainz 05 deklas­siert den VfL Wolfs­burg mit 5:1

Re­kord­sieg gegen zahme "Wöl­fe"

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Auch Petr Ruman (vorne) und Benjamin Auer trugen sich beim 5:1-Erfolg der Mainzer gegen harte, aber harmlose Wolfsburger in die Torschützenliste ein.

Mainz - Fünf Minuten vor Schluss, als der VfL Wolfs­burg seinen ersten Eckball erkämpft hatte, stand plötz­lich die Frisur von Diego Kli­mowicz im Mit­tel­punkt: "Du hast die Haare schön", schmet­ter­ten die Fans von Mainz 05 dem Gäste-Stür­mer ent­gegen. Hohn und Spott für den Argen­tinier waren der Gipfel der Demüti­gung für den VfL Wolfs­burg, der am Bruch­weg mit 1:5 (1:3) eine weitere bittere Schlappe kas­sier­te.

Und das nach dem vier­tägi­gen Trai­nings­lager im Huns­rück, bei dem VfL-Trai­ner Holger Fach seine Schütz­linge auf das zu erwar­tende Kampf­spiel ein­zustim­men ver­sucht hatte. Doch seine Ansamm­lung von Schön­spie­lern ver­mochte der Mainzer Lei­den­schaft im Dau­erre­gen nur eine gute halbe Stunde lang zu wider­ste­hen, dann brö­ckelte das Wolfs­bur­ger Mann­schafts­gefüge zuse­hends aus­ein­ander.

Begon­nen hatte die Partie spek­takulär. Erst musste Schieds­rich­ter Franz-Xaver Wack seinen Assis­ten­ten zu Rate ziehen, bevor er nach dem Foul von Facundo Quiroga an dem enteil­ten Ben­jamin Auer auf Straf­stoß ent­schied - zu Unrecht, wie die TV-Bil­der ver­rie­ten, denn das Foul war kurz vor dem Straf­raum pas­siert. Doch der Referee sorgte post­wen­dend für aus­glei­chende Gerech­tig­keit, als er auf der Gegen­seite den Rempler von Steve Marlet gegen Nikolce Noveski unge­ahn­det ließ. Noveski prallte mit Torwart Dimo Wache zusam­men, der Ball war frei für Kli­mowicz. 1:1 nach vier Minuten - da war einiges zu erwar­ten.

"20 bis 25 Minuten haben wir recht ordent­lich mit­gespiel­t", stellte ein resi­gnier­ter Fach ansch­ließend fest, "doch nach dem 1:2 brachen alle Dämme." Eben das 1:2 erzielte Ben­jamin Auer mit stram­mem Rechts­schuss nach Petr Rumans glän­zen­der Vor­berei­tung. Wieder hatte Quiroga falsch gestan­den; Grund genug für Fach, seinen Abwehr­spie­ler kurz vor dem Pau­sen­pfiff aus­zuwech­seln. Trotz­dem hatte Auer noch in der ersten Halb­zeit zwei weitere Großchan­cen, die Simon Jentzsch ver­eitelte, ehe ein Genie­streich des diesmal im defen­siven Mit­tel­feld auf­gebo­tenen Antonio da Silva das 3:1 ein­lei­tete. Der Frei­stoß des Bra­silia­ners fand Ruman frei im Straf­raum, dessen Links­schuss schlug im langen Eck ein. Und nach Wie­der­beginn machten die 05er gerade so weiter. Der unge­mein agile Mohamed Zidan setzte gleich den ersten Schuss aus 35 Metern knapp am Pfosten vorbei und erzielte fünf Minuten später das 4:1.

Die Gäste fielen schon lange nur noch durch über­große Härte auf (sechs Gelbe Karten) und ver­loren Levan Zki­tis­hvili durch Platz­ver­weis, weil der sich nach dem Abseits­pfiff einen (er­folg­losen) Tor­schuss nicht ver­knei­fen konnte. Gegen zehn zahme "Wölfe" wäre sogar noch mehr drin gewesen als das 5:1 durch Thurk nach einem Konter, doch zeit­weise ver­loren sich die 05er im unge­wohn­ten Gefühl des siche­ren Sieges etwas in der Schön­spie­lerei. Trotz­dem stimm­ten die Mainzer Fans dem Fazit von Stürmer Auer aus ganzem Herzen zu: "Geiles Spiel, das hat richtig Spaß gemacht."

Die Anhän­ger der Wolfs­bur­ger hatten wohl Schlim­mes geahnt; nur 500 von ihnen hatten Karten geor­dert, weshalb der Bruch­weg erst­mals in der Mainzer Bun­des­liga-Geschichte nicht aus­ver­kauft war.

Stefan Kief­fer


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/05/sport/r/mainz.html
Montag, 05. Dezember 2005, 09:41 © RZ-Online GmbH (to)
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