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Montag, 05. Dezember 05

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Anni Friesinger feiert 30. Weltcup-Sieg

Heerenveen - Anni Friesinger stieß beide Fäuste in die Luft und blickte ungläubig auf die Anzeigetafel: Die Olympiasiegerin hat in Heerenveen mit der besten je im Flachland gelaufenen Zeit den 30. Weltcupsieg ihrer Karriere gefeiert.

Erfolgreich

Annie Friesinger strahlt nach ihrem Sieg übers ganze Gesicht.

Auf ihrer Paradestrecke über 1500 Meter bezwang sie mit dem Bahnrekord von 1:54,66 Minuten die kanadische Weltrekordlerin Cindy Klassen um den Wimpernschlag von 6/100 Sekunden. Es war die schnellste Zeit, die jemals außerhalb der beiden Höhen-Bahnen von Calgary und Salt Lake City erreicht wurde. Claudia Pechstein (Berlin/1:57,76) wurde Fünfte. Für einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung sorgte der Niederländer Carl Verheijen mit seinem 10 000-m-Weltrekord in 12:57,92 Minuten.

„Die Zeit hat mich total verblüfft. Ich konnte es kaum glauben, als ich auf die Anzeigetafel schaute”, jubelte Friesinger, die sich damit bei Klassen für die Niederlage in Salt Lake City und den dort verlorenen Weltrekord revanchierte. „Ich bin sehr schnell angegangen und konnte das Tempo auch auf der Schlussrunde mit 31 Sekunden durchstehen”, fügte sie hinzu. „Meine Flucht nach vorn ist aufgegangen. Wir zwei sind momentan etwas besser als der Rest der Welt”, meinte die 28-jährige Wahl-Salzburgerin, die ihren Vorsprung im Weltcup-Klassement vor Klassen nun auf 40 Zähler ausbaute.

Zu einem heißen „Länderkampf” Deutschland gegen Kanada war es auch tags zuvor über 5000 m gekommen. Claudia Pechstein stand dabei nach einer Super-Schlussrunde im Duell gegen Klassen (6:57,33) schon vor ihrem ersten Einzel-Erfolg der Saison, ehe ihr Clara Hughes in 6:56,45 den erhofften Sieg noch vor der Nase wegschnappte. „Natürlich ist es ärgerlich, dass es nicht zum Sieg gereicht hat, aber ich kann Platz eins nicht abonnieren”, sagte Claudia Pechstein. Die 33-Jährige hatte zuvor wegen einer Grippe Antibiotika einnehmen müssen und daher zehn Tage lang nur eingeschränkt trainieren können.

Friesinger war als Vierte haarscharf am Podest vorbeigeschrammt. Daniela Anschütz verbesserte mit 7:04,11 ihre persönliche Bestzeit gleich um 3,59 Sekunden und wurde Achte. Im Team-Rennen, in dem die Stars Friesinger und Pechstein geschont wurden, musste Ersatzfrau Katrin Kalex bei Anschütz und Völker vorzeitig abreißen lassen. Damit kam das Team in 3:07,80 Minuten nicht über den enttäuschenden Platz 11 hinaus. Der Sieg ging an die Niederlande in 3:03,61 vor Kanada (3:03,95).

Während schon sieben Damen das Olympia-Ticket lösten, darf von den deutschen Herren bisher nur Christian Breuer die Koffer für die Spiele packen. Über 1500 m kam der Grefrather in 1:47,78 Minuten mit Rang elf zur besten Weltcup-Platzierung seit fast vier Jahren. Der Olympia-Dritte Jens Boden (Dresden) erfüllte auf Rang 16 über 10 000 m die Hälfte der internen Olympia-Norm und könnte nun am kommenden Wochenende die Fahrkarte in Turin buchen. Verheijen unterbot den Weltrekord seines Landsmannes Jochem Uytdehaage aus dem Olympia-Rennen von Salt Lake City um eine Sekunde, nachdem zuvor Chad Hedrick (USA/12:58,25) die Bestmarke zwischenzeitlich in seinem Besitz hatte, am Ende aber mit Platz zwei zufrieden sein musste.

Die große Hoffnung der deutschen Herren ist nun, über die Team- Verfolgung fünf Olympia-Startplätze klar zu machen. Zwar ist nach dem erneuten achten Platz in 3:49,45 Minuten durch Breuer, seinen Vereinsgefährten Stefan Heythausen sowie Jörg Dallmann (Erfurt) noch Zittern angesagt, doch liegt das Trio vor dem entscheidenden Rennen am kommenden Wochenende auch in der Gesamtwertung auf Platz acht, der gerade noch für Olympia reichen würde.

dpa-infocom



http://rhein-zeitung.de/on/05/12/05/sport/t/rzo202928.html
Sonntag, 04. Dezember 2005, 18:26 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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