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Dienstag, 11. Juni 13
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Felix Neureuther im Slalom von 28 auf 11

Beaver Creek - Mit einem wahren Sturmlauf beim Weltcup- Slalom in Beaver Creek/USA hat Felix Neureuther erneut gezeigt, was in ihm steckt.

Gewinner

Giorgio Rocca fährt im Slalom den Hang hinunter.

Der 21-jährige Partenkirchener fuhr am Sonntag bei heftigen Windböen nach Rang 28 im ersten Durchgang noch auf Rang elf und sicherte sich damit im ersten Weltcup-Slalom der Olympia-Saison die halbe Qualifikation für die Spiele in Turin (10. bis 26. Februar). Mit der zweitbesten Laufzeit im zweiten Durchgang lag er am Ende 2,06 Sekunden hinter dem Sieger Giorgio Rocca (Italien/1:51,72). „Im ersten Durchgang war ich noch sehr lau und habe keinen einzigen Moment attackiert”, sagte Neureuther. Zweiter wurde der Franzose Stephane Tissot (1:52,58) vor Ted Ligety (USA/1:52,60).

Weltmeister Benjamin Raich (Österreich) schied als Führender des ersten Laufes kurz vor dem Ziel aus. Alois Vogl (Zwiesel), der im Januar den Slalom in Wengen/Schweiz gewonnen hatte, stürzte im ersten Lauf ebenso wie Bode Miller (USA). Der Gesamtweltcupsieger war im Riesenslalom durch seinen ersten Saison-Sieg vor Landsmann Daron Rahlves in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Neureuther hatte mit einem durch Steinschlag lädiertem Ski die Qualifikation für den Finaldurchgang der besten 30 verpasst.

Mit einer unnachahmlichen Riesenslalom-Fahrt sorgte Miller für amerikanische Ski-Festspiele in Beaver Creek. Einen Tag nach dem US- Doppelerfolg in der Abfahrt durch Rahlves vor Miller zeigten die Amerikaner, dass im Olympia-Winter mit ihnen zu rechnen ist. Nur der Finne Kalle Palander, nach dem ersten Lauf zeitgleich mit Miller an der Spitze, verhinderte als Dritter vor Erik Schlopy einen amerikanischen Dreifach-Erfolg.

Schwer geschlagen wurden die Österreicher. Hermann Maier, Auftaktsieger beim Weltcup-Riesenslalom in Sölden vor Miller, war als Achter bester Skirennläufer aus der Alpenrepublik. Rahlves sagte nach der US-Ski-Gala auf dem heimischen Berg im US-Bundesstaat Colorado der Konkurrenz aus Übersee den Kampf an. „In Europa wird Bode nicht mehr alleine stehen. Wir haben gezeigt, was wir können. Diese Erfolge geben unserem Team viel Selbstvertrauen.”

Vor allem Miller zeigte bei schweren äußeren Bedingungen, warum er zum Superstar geworden ist. „Ich bin sofort auf den Hintern gefallen. Da habe ich nur noch laut geschrien. Von diesem Moment an war mein Lauf entweder genial oder verrückt”, schilderte er seine wilde Fahrt. „Beim vierten Tor vor dem Ziel habe ich so falsch gestanden, dass es eigentlich unmöglich war, durch das Tor zu fahren. Aber ich habe es geschafft.”

In der letzten Saison hatte Miller vier der ersten fünf Rennen gewonnen und sich später als erster Amerikaner seit 1983 den Gesamt- Weltcup geholt. In dieser Saison sorgte er bisher eher mit seinen Plädoyers für die Doping-Freigabe für Aufsehen. Genervt vom Rummel um seine Person dachte er erneut an ein frühzeitiges Karriereende. „Es ist der Ruhm, der mich immer mehr von dem Sport entfernt, den ich so liebe”, sagte Miller, ehe ihm in Beaver Creek der Befreiungsschlag gelang.

dpa-infocom



http://rhein-zeitung.de/on/05/12/05/sport/t/rzo203009.html
Sonntag, 04. Dezember 2005, 21:45 © RZ-Online (NewsDesk)
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