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Dienstag, 11. Jun. 13

Gyula TrebitschHamburg - Gyula Tre­bitsch, einer der bedeu­tends­ten Film- und Fern­seh­pro­duzen­ten der deut­schen Nach­kriegs­zeit, ist tot. Er starb am Montag im Alter von 91 Jahren in Ham­burg.

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Filmproduzent Gyula Trebitsch gestorben

Hamburg - Gyula Trebitsch, einer der bedeutendsten Film- und Fernsehproduzenten der deutschen Nachkriegszeit, ist tot. Er starb am Montag im Alter von 91 Jahren in Hamburg.

Gyula Trebitsch

Gyula Trebitsch ist tot.

Trebitsch schrieb Filmgeschichte in Deutschland. So brachte er die Filme „Des Teufels General” und „Der Hauptmann von Köpenick” in die Kinos. Auch für TV-Serien wie „Diese Drombuschs”, „Die Bertinis” und „Bella Block” war er verantwortlich. Persönlichkeiten aus Film, Fernsehen und Politik würdigten am Montag Trebitschs Lebensleistung.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) erklärte, mit Trebitsch verliere Deutschland „einen der legendären Gründerväter der bundesdeutschen Film- und Fernsehbranche”. Ihm seien Filme zu verdanken, „die Generationen von Kinogängern unvergesslich geblieben sind”. Nach Ende der Nazi-Herrschaft habe er die Grundlagen für die Entwicklung des deutschen Films in der neuen Demokratie gelegt. „Besonders dankbar sind wir für seine große Geste der Aussöhnung. Dass er trotz des in der KZ-Haft erlittenen Unrechts in Deutschland geblieben ist, war ein Glücksfall für unser Land.”

Regie-Altmeister Jürgen Roland reagierte mit tiefer Trauer: „Trebitsch ist nicht zu ersetzen”, sagte er der dpa. „Mit Trebitsch ist einer der letzten, wenn nicht der letzte, große deutsche Produzent abgetreten.” Ihn habe eine sehr große Menschlichkeit ausgezeichnet, er sei immer in hervorragender Weise mit seinen Mitarbeitern umgegangen. „Sehr betroffen” äußerte sich auch Schauspielerin Evelyn Hamann: „Wir haben einen großen und wunderbaren Menschen verloren”, sagte sie.

Das Studio Hamburg trauerte um seinen Gründer. Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Martin Willich, sagte: „Gyula Trebitsch ist eine der herausragenden Produzenten-Persönlichkeiten in Deutschland. Er wird uns auch als Mensch immer Vorbild bleiben.” Trebitsch habe ein Herz für Künstler, das richtige Gespür für Stoffe und großes kaufmännisches Geschick gehabt.

Der gebürtige Budapester gründete bereits 1936 in Ungarn seine erste Filmproduktion und brachte im Alter von 22 Jahren den Spielfilm „Ich vertraue Dir meine Frau an” heraus, der später in Deutschland neu verfilmt wurde. Während des Krieges wurden Trebitsch und seine Familie Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Er verlor zwei Brüder im Holocaust; die Eltern überlebten und wanderten später nach Israel aus. Gyula Trebitsch selbst durchlitt mehrere Konzentrationslager und wurde bei Kriegsende aus dem KZ Wöbbelin bei Ludwigslust befreit.

Nach dem Krieg gründete Trebitsch gemeinsam mit seinem Partner Walter Koppel die Gesellschaft „Real Film”, die in den 50er Jahren die Spitzenposition unter den deutschen Filmfirmen erreichte. Er produzierte Filmklassiker wie „Des Teufels General” mit Curd Jürgens und den „Hauptmann von Köpenick” mit Heinz Rühmann. Auf dem Höhepunkt der Kinowelle in den 50er Jahren setzte Trebitsch auf das junge Medium Fernsehen und landete mit der TV-Produktion „Lysistrata” mit Romy Schneider unter der Regie von Fritz Kortner einen Hit.

1959 verkaufte Trebitsch 80 Prozent seiner Real-Film-Anteile an die NDR-Werbefernsehen-Tochter, später auch den Rest. Er blieb aber bis 1980 Geschäftsführer der später in Studio Hamburg umbenannten Gesellschaft, die zu einer der größten Produktionsfirmen in Europa heranwuchs. Daneben führte er außerhalb Deutschlands eine Reihe weiterer Unternehmen im Film- und Fernsehgeschäft oder war an ihnen beteiligt. Nach seinem Ausscheiden bei Studio Hamburg arbeitete er als freier Produzent. Auch seine Tochter Katharina und sein Sohn Markus, zwei von drei Trebitsch-Kindern, sind im Filmgeschäft tätig.

Gyula Trebitsch wurde für sein Lebenswerk vielfach ausgezeichnet. Der Professor an der Hamburger Hochschule für Musik und darstellende Kunst erhielt unter anderem 2000 den Deutschen Filmpreis in Gold.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/12/magazin/t/rzo204994.html
Montag, 12. Dezember 2005, 17:50 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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