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Dienstag, 11. Jun. 13

Saar­brü­cken/Hom­burg - Der lang­jäh­rige Leiter des Land­funks des Saar­län­dischen Rund­funks (SR), Karl Höchst, ist am Sonntag im Alter von 79 Jahren gestor­ben. Das teilte der SR am Montag in Saar­brü­cken mit.

Fran­ken­thal - Im Prozess um den gewalt­samen Tod eines Rent­ner­ehe­paars aus Lud­wigs­hafen hat der Ange­klagte am Montag über­raschend einen bislang unbe­kann­ten Kom­pli­zen ins Spiel gebracht.

Ber­lin/Saar­brü­cken - Berlins Finanz­sena­tor Thilo Sar­razin (SPD) hat seine Kritik am Schul­den­wachs­tum vom Saar­land und von Bremen wie­der­holt und bekräf­tigt.

Fran­ken­thal - Nach einer Mes­ser­atta­cke im Fran­kentha­ler Gefäng­nis ist ein 27 Jahre Häft­ling mit Stichen in den Oberkör­per und am Arm schwer ver­letzt worden.

Saar­brü­cken - Spe­zia­lis­ten des Lan­des­kri­minal­amts (LKA) im Saar­land haben einen Mann fest­genom­men, der in dem Bun­des­land größere Mengen Falsch­geld in Umlauf gebracht haben soll.

Saar­brü­cken - Ein 33 Jahre alter Mann aus Saar­brü­cken ist der elfte Dro­gen­tote in diesem Jahr im Saar­land.


Ur­sache mög­licher­weise ein bren­nen­der Advents­kranz

Brand wütete im Senio­ren­heim

Weis­senthurm - Sie haben nur noch das, was sie am Körper tragen. Wie durch ein Wunder nur mit dem Schre­cken davon gekom­men sind zwei Bewoh­ner im Senio­ren­zen­trum "Altes Brau­haus" in Weißenthurm. Die ganze Abtei­lung in dem Haus, 22 Frauen und Männer, wurden vor­sorg­lich in Sicher­heit gebracht, größten­teils mühe­voll mit Rollstühlen oder Geh­hil­fen.

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Völlig zer­stört wurde eine 80 Qua­drat­meter große Wohnung im Senio­ren­zen­trum "Altes Brau­haus" in Weißenthurm. Die vielen Ein­satz­kräfte konnten das Feuer aber schnell in den Griff bekom­men, so dass die Flammen nicht auf andere Gebäu­deteile über­grif­fen. Die Rettung der teil­weise geh­behin­der­ten Bewoh­ner erwies sich als mühsam. Aber schon nach wenigen Minuten ergab sich beim Durch­zählen im Spei­sesaal: "Alle sind in Sicher­heit."

Bei der Weih­nachts­feier am Sonn­tag­mor­gen im Senio­ren­zen­trum "Altes Brau­haus" in Weißenthurm steht der Schre­cken vielen noch ins Gesicht geschrie­ben. Es ist gerade noch mal gut gegan­gen: Beim Brand am Sams­tag­mit­tag ist eine Wohnung völlig zer­stört worden, doch wie durch ein Wunder wurde niemand ver­letzt.

"Die Frau war nicht mal zu Hause, der Mann saß in seinem Roll­stuhl im Neben­zim­mer, als ver­mut­lich durch eine nie­der­bren­nende Kerze in einem Advents­kranz auf dem Fern­seher das Feuer aus­gelöst wurde", sagt Heim­lei­ter Manfred Röser. Da das Haus über Brand­mel­dean­lagen im Trep­pen­haus ver­fügt, kann der Bewoh­ner rasch die Feu­erwehr ver­stän­digen. "Als die ersten Kräfte der Weißenthur­mer Feu­erwehr am Bran­dob­jekt ein­tra­fen, schlu­gen die Flammen im ersten Ober­geschoss, dem Bereich ,Be­treu­tes Woh­nen", aus einer rund 80 Qua­drat­meter großen Wohnung schon aus den Fens­tern", schil­dert der Weißenthur­mer Wehr­lei­ter Arnd Lenarz die Situa­tion.

Schnelle Ret­tung

Teile des Gebäu­des sind stark ver­raucht. Die Pfle­gerin­nen und Zivil­dienst­leis­ten­den sind bereits mit der Rettung der Bewoh­ner beschäf­tigt, als die Feu­erwehr ein­trifft. Eine Bewoh­nerin befin­det sich in einem anderen Gebäu­deteil, ein anderer ist spa­zie­ren. Die 22 rest­lichen Bewoh­ner müssen zum Teil sehr mühsam in ihren Rollstühlen im Spei­sezim­mer ver­sam­melt werden. "Zum Glück ging es dann doch recht schnell, und wir wuss­ten, dass nie­man­dem etwas Schlim­mes pas­siert ist", so der Heim­lei­ter.

Sofort begin­nen zwei Trupps der Feu­erwehr unter Atem­schutz mit der Brand­bekämp­fung. Die Wohnung ist völlig zer­stört, auch die Fenster sind ver­schmort, die Schei­ben zer­bors­ten. Die Feu­erwehr schätzt den Schaden später auf rund 150.000 Euro. Zwölf weitere Trupps durch­suchen zum Teil mit Atem­schutz das Gebäu­de. Im Einsatz sind mitt­ler­weile die Feu­erweh­ren aus Mül­heim-Kär­lich und Urmitz, die Führungs­staf­fel der Ver­bands­gemeinde Weißenthurm mit ins­gesamt 55 Ein­satz­kräf­ten, der Ret­tungs­dienst mit meh­reren Notärz­ten und meh­reren Ret­tungs­wagen sowie die Schnelle Ein­satz­gruppe (SEG), Einheit Mül­heim-Kär­lich, mit 20 Ein­satz­kräf­ten. "Die Abspra­chen ver­lie­fen rei­bungs­los, so dass nach 20 Minuten alle Wohn­ein­hei­ten zwei Mal durch­sucht waren und die betrof­fenen Men­schen in siche­rer Umge­bung pro­fes­sio­nell betreut wurden. Auch das Feuer war zwi­schen­zeit­lich gelöscht", zieht Wehr­lei­ter Lenarz Resü­mee. Nun beschäf­tigen sich Polizei Ander­nach und Kri­minal­poli­zei Kob-lenz mit den Ermitt­lun­gen zur Brand­ursa­che.

Fast schon kurios: Heim­lei­ter Manfred Röser hatte vor einer Woche Kontakt mit der Feu­erwehr auf­genom­men, um eine Eva­kuie­rungs­übung abzu­spre­chen. Jetzt kam direkt der Ernst­fall.

Rhein-Zei­tung


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/12/rlp/r/brand-1.html
Montag, 12. Dezember 2005, 10:50 © RZ-Online GmbH (aj)
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