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Dienstag, 7. Apr. 20

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Vor- und Nachteile von Dienstwagen

München/Berlin - Für die einen ist es ein Statussymbol, für die anderen in erster Linie eine praktische Sache: Dienstwagen werden von Arbeitnehmern aus unterschiedlichen Beweggründen gefahren.

Mit dem Dienstwagen in Urlaub

Nutzungsbedingungen sind unterschiedlich festgelegt. (Bild: Audi/dpa/gms)

Unter Umständen lässt sich damit außerdem Geld sparen, wenn auf das Privatfahrzeug verzichtet wird. Doch wer wählen kann, sollte die Varianten durchrechnen, bevor er sich entscheidet.

„Ein Dienstwagen gilt als geldwerter Vorteil und ist daher zu versteuern”, sagt Hans-Joachim Vanscheidt vom Bund der Steuerzahler (BdSt) in Berlin. Es gebe zwei Möglichkeiten, den geldwerten Vorteil festzustellen und dem Lohn oder Gehalt zur Ermittlung der Lohnsteuer hinzurechnen: Der Arbeitgeber kann ihn pauschal mit einem Prozent des Neuwagenlistenpreises ansetzen. Oder der Arbeitnehmer kann ein Fahrtenbuch führen, in dem er dienstliche und private Fahrten auflistet. Der geldwerte Vorteil ist dann der Anteil an den Gesamtkosten des Fahrzeugs, der dem Verhältnis der Privatfahrten zur Gesamtfahrtstrecke entspricht.

„Die Ein-Prozent-Regelung vereinfacht die Sache”, sagt ADAC-Jurist Christian Döhler in München. Bei einem VW Passat Variant 1.9 TDI Trendline mit 77 kW/105 PS und einem Neuwagengrundpreis von 25 110 Euro beträgt der geldwerte Vorteil dann monatlich 251,10 Euro. „Diese 251,10 Euro werden auf das Gehalt aufgeschlagen und sind zusätzlich zu versteuern”, erklärt Döhler. Je nach Steuerklasse müsse der Arbeitnehmer dafür pro Monat um die 100 Euro an Steuern zahlen.

„Dafür hat man ein Fahrzeug auch für die private Nutzung, lädt aber alle weiteren Kosten etwa für Inspektion, Reparaturen oder Winterreifen beim Arbeitgeber ab”, sagt Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. Manche Firmen übernehmen laut Döhler zudem die Spritkosten. „Unterm Strich kann das durchaus günstiger sein.”

Laut ADAC-Autokosten-Rechner kostet der gleiche VW Passat als Privatwagen pro Monat 605 Euro, wenn Wertverlust, Betriebs-, Fix- und Werkstattkosten eingerechnet werden. „Selbst bei der ungünstigsten Steuerklasse kommen sie da nie hin”, sagt Döhler. Grundlage für diese Modellrechnung sind eine Haltedauer von 24 Monaten und eine Fahrleistung von 15 000 Kilometern pro Jahr.

Bei anderen Autos fällt die Rechnung ähnlich klar aus. So muss ein BMW 320d (Grundpreis: 30 700 Euro) als Dienstwagen mit 307 Euro pro Monat versteuert werden. Für Privatkäufer kostet er laut ADAC 648 Euro pro Monat. „Es ist fast immer ein Volltreffer, wenn man einen Dienstwagen bekommt”, sagt daher Automobilexperte Nick Margetts vom Marktforschungsunternehmen Jato Dynamics in Limburg.

Christian Döhler vom ADAC rät dennoch, auszurechnen, ob sich die Variante lohnt. Denn es komme auf die Nutzungsbedingungen an, die die Firmen unterschiedlich festlegen. So lassen manche Unternehmen laut Margetts keine Privatfahrten zu oder schließen Urlaubsfahrten von der zulässigen Privatnutzung aus. „Die Rechnung beginnt schon spannend zu werden, wenn man privat ein Gebrauchtfahrzeug und keinen Neuwagen erwirbt”, sagt ACE-Sprecher Hillgärtner.

Trotzdem bleibt laut Margetts auch in diesem Fall beim Dienstwagen der Vorteil, dass die Firma alle Inspektions- und Reparaturkosten zahlt. Zudem blieben dem Fahrer die „versteckten Kosten” erspart: „Man muss sich nicht um Zulassung, Werkstatttermine, Ersatzwagen und den lästigen Wiederverkauf kümmern.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/12/service/auto/t/rzo200700.html
Freitag, 25. November 2005, 11:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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