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Freitag, 10. Apr. 20

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Bonn - Ältere Auto­fah­rer sollten sich bei unü­ber­sicht­lichen Ver­kehrs­situa­tio­nen Zeit lassen. Denn im Alter sei es schwie­riger, kom­plexe Ver­kehrs­itua­tio­nen, etwa an Kreu­zun­gen, zu bewäl­tigen...

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Extremtrends beim Tuning von US-Fahrzeugen

New York/Las Vegas - Amerikanische Autofahrer lassen ihr Auto mitunter beim Tuner so weit individualisieren, dass vom Serienmodell nicht mehr viel zu erkennen ist.

Tuningmesse SEMA

Die größte Tuningmesse der Welt findet in Las Vegas statt. (Bild: SEMA/dpa/gms)

So entstehen beim „customizing” aus biederen Mittelklasse-Autos funkelnde Showstars.

„Amerikaner tunen anders, ganz anders” , sagt Ben Arnold von der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift „Autobild Test & Tuning”. Was in Deutschland zumindest im Entferntesten der Leistung diene, sei in Übersee nur Show. „Oder welchen anderen Sinn haben im Radhaus schleifende 28-Zöller oder tonnenschwere Metall-Heckflügel?”, fragt der Experte und gibt die Antwort gleich mit: „Schließlich machen feingetunte Motoren und penibel abgestimmte Gewindefahrwerke wenig Sinn in einem Land, das Temposünder rigoros verfolgt und in dem die Straßen nur eine Richtung kennen: geradeaus.”

Wie anders die Uhren bei den amerikanischen Kollegen von Brabus, Abt, Irmscher & Co. ticken, kann MTV sei Dank auch der europäische Fernsehzuschauer verfolgen. Denn in der zur Kultserie avancierten Reihe „Pimp My Ride” macht ein Tuning-Unternehmen aus Kalifornien regelmäßig vor, was aus einer alten Rostlaube alles werden kann. Ein paar Dosen Lack, viel Unterhaltungselektronik, riesige Räder und einige beherzte Schnitte mit der Flex-Trennscheibe verwandeln Sendung für Sendung ein Kfz-Aschenputtel in einen Blickfang auf Rädern.

Zwar will längst nicht jeder Kunde ein derartiges Gesamtkunstwerk. Doch der Trend zur Individualisierung ist in den USA offensichtlich sehr viel stärker ausgeprägt als in Europa, sagt Myles Kovacs, Herausgeber der amerikanischen Tuning-Zeitschrift „Dub-Magazin” in New York. „Besonders wichtig sind diesen Kunden die Räder, die gar nicht groß und auffällig genug sein können.” Deshalb führen viele Neuwagenkäufer direkt vom Autohaus zum Tuner und ließen sich dort mindestens 20 oder 21 Zoll große Felgen auf die Achsen stecken.

Auf den Hochglanzanzeigen in seinem Magazin finden sich deshalb Hunderte von Felgen mit teilweise bizarrem Design, drehenden Sternen, Goldauflagen oder Edelsteindekoration und so wohlklingenden Namen wie „Dresden”, „Cold Cash”, „Matador” oder „Sparta”, die vor allem in der Rapperszene angeblich unverzichtbar sind.

„Doch ein Rundgang über die weltgrößte Tuning-Messe, die SEMA Show jeden November in Las Vegas, macht deutlich, dass sich die amerikanischen Tuner nicht nur mit Modifikationen im Detail zufrieden geben”, sagt der kanadische Fahrzeugveredler Drew Autio aus Edmonton. Damit die Autos beim nächtlichen Bummel auf dem Boulevard auch wirklich ins Auge stechen, machen sie auch vor tiefen Eingriffen in die Karosserie nicht halt.

Deshalb bieten so genannte Coachbuilder wie Genaddi oder Newport Convertible offene Varianten des 7er-BMW oder des Range Rover und sogar eine rund 200 0000 Dollar (170 000 Euro) teure Cabrio-Version der Luxuslimousine Maybach an. „Ganz egal, ob Sie mehr Platz wollen, mehr Privatsphäre für den Fahrer oder den freien Blick zum Himmel – wir haben ein Team von Designern, das mit jedem Kunden sein ganz individuelles Fahrzeug gestaltet, und ein Team von Technikern, das diesen Entwurf dann auch umsetzen kann”, schreibt zum Beispiel das kalifornische Unternehmen Genaddi in seinem Unternehmensportrait.

Wer statt des offenen Daches Wert auf mehr Beinfreiheit legt, ist bei den Coachbuildern ebenfalls gut aufgehoben. Schließlich machen sie mit Trennscheibe und Schweißbrenner aus mittlerweile fast allen Fahrzeugtypen riesige Stretchlimousinen, die nicht selten länger als zehn Meter sind und trotz Hausbar, Großbildleinwand und Ledersitzgruppe Platz für acht bis zwölf Passagiere bieten.

Während Autohersteller in Europa auf solche Eingriffe häufig empfindlich reagieren, werden die Tuner in den USA oft sogar direkt unterstützt. So bietet Ford nach eigenen Angaben Modelle wie den Lincoln Towncar in besonders verstärkten und eigens für die Fahrt über die Streckbank vorbereiteten Versionen an. Und bei Chrysler hat man es durchaus mit Freude registriert, dass der 300 C mittlerweile auch als Stretchlimousine gefragt ist. „Zwar bieten wir so eine Version nicht selbst an”, sagt eine Firmensprecherin. „Doch wenn nachts in New York ein endlos langer 300 C über den Times Square rollt, dann stärkt das natürlich auch das Image der Marke, selbst wenn das Auto nicht direkt von uns kommt.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/12/service/auto/t/rzo202445.html
Freitag, 02. Dezember 2005, 9:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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