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Sonntag, 29. Mär. 20
RZ-Akademie

PflegekraftGüters­loh/Ber­lin - Das Gesund­heits­wesen ver­ändert sich rasant. „Be­ruf­licher Auf­stieg ist ohne lebens­lan­ges Lernen kaum mög­lich”, sagt Andreas Wes­ter­fell­haus von der Deut­schen Gesell­schaft für Fach­kran­ken­pfle­ge...

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Pflegekräfte brauchen Köpfchen und Einfühlungsvermögen

Gütersloh/Berlin - Das Gesundheitswesen verändert sich rasant. „Beruflicher Aufstieg ist ohne lebenslanges Lernen kaum möglich”, sagt Andreas Westerfellhaus von der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) in Gütersloh.

Pflegekraft

Qualifiziertes Personal ist im Krankenhaus wichtig. (Bild: DAK/Scholz/dpa/gms)

Neben sozialer Kompetenz sei eine hohe Bildungsbereitschaft erforderlich. Besonders gefragt seien derzeit drei Pflegeprofessionen: die Fachkrankenschwester oder der Fachkrankenpfleger Onkologie, Gerontopsychiatrie sowie Anästhesie und Intensivpflege. Voraussetzung für die Weiterbildungen zur Fachkrankenpflege ist eine abgeschlossene Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenschwester.

Die berufsbegleitenden Fortbildungen dauern in der Regel zwei Jahre. Ausreichende Berufserfahrung vor Beginn ist empfehlenswert: „Es sollte ein gutes Grundwissen vorhanden sein”, sagt Ursula Freifrau von Gagern-Unkel vom Verband Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen (BALK) in Berlin.

Auch für die Stationsleitung ist eine berufsbegleitende Weiterbildung nötig. Diese Leitungsfunktion habe in den vergangen Jahren eine Aufwertung erfahren, erklärt Johanna Knüppel, Referentin beim Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe in Berlin (DBfK). Die Stationsleitung sei eine wichtige Schnittstelle. „Sie hat die Bedürfnisse des Patienten im Blick, koordiniert die Abläufe auf Station und ist für den Personaleinsatz zuständig.” Zudem werde sie künftig eigenständig Budgetverantwortung tragen.

An Bedeutung gewinnt auch das „Case-Management”. Zu den Aufgaben eines Fall-Managers gehört es etwa, den Entlassungsprozess des Patienten professionell zu begleiten: Hat er Angehörige, die sich Zuhause um ihn kümmern? Ist eine Anschlussbehandlung in einer Reha-Klinik notwendig? „Case-Manager brauchen neben der fachlichen Kompetenz eine Menge rechtlicher Kenntnisse”, sagt Freifrau von Gagern-Unkel. Qualifizierungen zum Case-Manager werden inzwischen vielerorts angeboten.

Auch ein Studium des Pflegemanagement, der Pflegewissenschaft oder der Pflege-Pädagogik eröffnet Aufstiegschancen. Allerdings sei die Zahl der verfügbaren Arbeitsplätze für diese Experten zurzeit noch gering, so Johanna Knüppel.

Darüber hinaus können sich Pflegende auch neue Arbeitsfelder erschließen. Eine der Möglichkeiten ist die Arbeit als „Study Nurse”. Sie koordinieren Studien in Kliniken oder in der pharmazeutischen Industrie. Das Spektrum der Tätigkeiten reicht von der Blutentnahme über die Anleitung der Patienten beim Führen eines Schmerztagebuches bis hin zur Datenverarbeitung. „Die Chance, sich einen eigenen Bereich aufzubauen und ihn zu gestalten, stellt für viele eine hohe Motivation dar”, erklärt Ulrich Meyer-Pannwitt vom Arbeitskreis Study Nurse in Dresden.

Ein Berufsfeld im ambulanten Bereich, das sich künftig stärker entwickeln wird, sei das Wundmanagement, erklärt Johanna Knüppel. „Die Aufgabe besteht in der Versorgung chronischer oder schlecht heilender Wunden.” Pflegekräfte mit einer entsprechenden Weiterbildung könnten zum Beispiel als Angestellte in einer Arztpraxis arbeiten.

Die Umstrukturierungsprozesse in Krankenhäusern führten dazu, dass Einsparungen häufig zu Lasten der Pflegekräfte umgesetzt werden, kritisiert Andreas Westerfellhaus. „In Zukunft werden vermehrt selbstständige und hochqualifizierte Pflegekräfte im ambulanten Bereich arbeiten”, prognostiziert er.

Angesichts der demografischen Entwicklung wird der Bedarf an Pflegekräften auf lange Sicht wachsen, so die Einschätzung der Experten. Wer sich für diesen Beruf entscheidet, müsse sich jedoch darüber im Klaren sein, dass er mit Leiden und Tod konfrontiert wird, erklärt Johanna Knüppel. Es sei wichtig, eine stabile Persönlichkeit mitzubringen oder sie im Beruf zu entwickeln. „Um wirklich hochprofessionell arbeiten zu können, brauchen Pflegekräfte viel Kopf und Empathie”, sagt Freifrau von Gagern-Unkel.

Informationen: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, Geisbergstraße 39, 10777 Berlin, (Tel.: 030/21 91 570); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste, Hermann-Simon-Straße 7, 33334 Gütersloh, (Tel: 05241/53 22 03).

www.dbfk.de , dgf-online.de , www.studynurse.de , www.case-manager.de , www.balkev.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/12/service/berufbildung/t/rzo204933.html
Montag, 12. Dezember 2005, 11:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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