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Dienstag, 11. Aug. 20
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Die Qual der Wahl - Neue Regelungen bei der Studienbewerberauswahl

Dortmund - Die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) war lange Zeit eine Konstante im voruniversitären Dickicht.

Hörsaal

Für die Vergabe von Studienplätzen gibt es zahlreiche Verfahren.

Angehende Juristen, Mediziner, Psychologen und einige andere mehr mussten sich dort um einen Studienplatz bewerben.

Mit Beginn des Wintersemesters 2005/06 allerdings tritt die Reform der ZVS in Kraft. Damit haben die einzelnen Hochschulen die Möglichkeit, sich einen größeren Teil ihrer Studierenden selbst auszusuchen. 

Da Bildung Ländersache ist, stehen in Deutschland nach der Änderung des Hochschulrahmengesetzes 16 verschiedene Konzepte und Zeitpläne im Raum. „Die Auswahlmöglichkeiten werden nicht so genutzt, wie sich der Gesetzgeber das gedacht hat”, sagt ZVS-Sprecher Bernhard Scheer. 20-20-60 lautet die neue Auswahlformel: 20 Prozent der Studienplätze werden nach Abiturnote vergeben, 20 Prozent nach Wartezeit und 60 Prozent über Auswahlverfahren.

Bei der ZVS bewerben sich auch künftig die angehenden Akademiker, die ein bundesweit zulassungsbeschränktes Fach studieren wollen, also Biologie, Medizin, Pharmazie, Psychologie, Tiermedizin und Zahnmedizin. Zudem vergibt die zentrale Stelle weiterhin Studienplätze an etlichen Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen.

Bisher hieß der Uni-Schlüssel 51-25-24. Allerdings haben die Unis kaum Gebrauch von der Wahlfreiheit gemacht. „88 Prozent haben zum Wintersemester 2004/2005 auch diese Plätze von der ZVS nach Abinote vergeben lassen”, sagt Scheer. Für das aktuelle Auswahlverfahren sieht es kaum anders aus: „67 Prozent der Fakultäten haben entschieden, die Abiturnote als Kriterium zu nehmen.”

Nach der Gesetzeslage stehen verschiedenen Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung: „Die Abiturnote, gewichtete Fachnoten, ein Berufsabschluss oder Auswahlgespräche können entscheiden”, sagt Cort-Denis Hachmeister vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh. Es besteht keine Pflicht, die Studienbewerber selbst auszusuchen. „Die Gespräche werden sich wohl nicht durchsetzen, denn dafür ist der Aufwand zu groß”, sagt Hachmeister.

„Interviews haben nicht die gleiche Vorhersagekraft wie Leistungstests”, sagt der Marburger Psychologie-Professor Lothar Schmidt-Atzert. Er leitet bei der Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) eine Kommission, die sich mit der Konzeption von Testverfahren für die Hochschulen beschäftigt.

Die Gespräche seien nicht nur aufwendig. „Es ist für die Bewerber leicht, sich über die Fragen zu informieren und die vermeintlich günstigste Antwort vorzubereiten”, sagt Schmidt-Atzert. Die Psychologen plädieren für einen zentralen, eintägigen Test. „Das ist fairer als die Einstufung nach der Abiturnote, denn in der Schule haben die Leute nicht alle die gleichen Chancen”, sagt er. Zwar können sich die angehenden Studenten auch auf einen solchen Test vorbereiten, doch die Fragen und Aufgaben sind nicht im Voraus bekannt.

Eine andere Art von Test haben sich die Fachhochschulen in Baden-Württemberg für ihre Bewerber um einen Studienplatz in der Betriebswirtschaftslehre einfallen lassen. Viereinhalb Stunden dauert der „Studierfähigkeitstest”, der seit dem Jahr 2000 zweimal jährlich abgehalten wird. Im Multiple-Choice-Verfahren werden etwa Textverständnis, Sprachgefühl und schlussfolgerndes Denken geprüft. Mit dabei sind die Fachhochschulen Pforzheim, Heilbronn, Nürtingen, Esslingen und Albstadt-Sigmaringen und jedes Jahr rund 4500 Abiturienten.

Überhaupt ist Baden-Württemberg ganz vorn dabei, was die eigene Auswahl der Studierenden angeht: Dort gelten bereits seit dem Wintersemester 2003/04 neue Vergabevorschriften für Studienplätze in zulassungsbeschränkten Fächern. Dabei kann jede Hochschule innerhalb eines vorgegebenen Rahmens festlegen, nach welchen Kriterien sie die Auswahl der zukünftigen Studierenden vornehmen will. Standard sind Auswahlverfahren lange bei privaten Hochschulen.

Unabhängig vom tatsächliches Verfahren hält Psychologie-Professor Schmidt-Atzert eine eigene Auswahl der Universitäten auch für einen Vorteil für die angehenden Studierenden. „Die jungen Leute müssen sich schon im Vorfeld viel mehr mit dem Studium auseinander setzen”, sagt er. Auch die kleinen Hochschulen könnten von der eigenen Auswahl profitieren: „Sie können sich ihre Studierenden regelrecht anwerben.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/12/service/berufbildung/t/rzo187211.html
Donnerstag, 01. Dezember 2005, 12:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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