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Dienstag, 11. Aug. 20
RZ-Akademie

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Studieren geht auch ohne Abitur

Hannover/Bonn - Erwin Teufel hat kein Abitur, studiert jetzt aber trotzdem.

Studenten

Rund ein Prozent der Studierenden hat kein Abitur. (Bild: Schierenbeck/dpa/gms)

So wie dem früheren Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg geht es etwa einem Prozent der Studierenden in Deutschland.

Der Bildungshunger hat verschiedene Gründe: „Das kann individueller Ehrgeiz sein, das Streben nach Höherem oder schlicht die Unzufriedenheit im Job”, sagt Stefan Grob, Sprecher des Deutschen Studentenwerks in Berlin.

Zwischen 23 und 30 Jahre ist das Gros derer alt, die ihren Beruf gegen die weitere Ausbildung im Hörsaal eintauschen. „Durch die Anforderungen wird ihnen ja direkt oder indirekt ein Mindestalter für das Studium vorgeschrieben”, sagt Prof. Andrä Wolter vom Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover. Nach dem Schulabschluss eine erfolgreiche Ausbildung und einige Jahre Berufserfahrung - das sind die Mindestqualifikationen, die die Hochschulen vor eine Aufnahmeprüfung stellen.

„Die Bundesländer haben das unterschiedlich liberal geregelt”, sagt Wolter. Im Norden ist der Zugang zu den Hochschulen für die Ausgebildeten einfacher, Bayern und Baden-Württemberg legen die Latte für Nicht-Abiturienten höher. Manche Unis und FHs verlangen eine Hochschulzugangsprüfung, andere ein Probestudium, wieder andere die Fortbildung zum Meister, Fachwirt oder Techniker. Auch ein Beratungsgespräch gehört an zahlreichen Hochschulen zum Bewerbungsprozedere. „Einheitlich ist, dass sich jeder Bewerber für einen bestimmten Studiengang entscheiden muss”, sagt Grob. Ein Fachwechsel ist mit weiteren Schwierigkeiten verbunden.

„Die Hürden sind für viele zu hoch”, bemängelt Kerstin Mucke, wissenschaftliche Angestellte beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Hinzu komme, dass viele Seiteneinsteiger an eine Region oder einen Ort gebunden sind. „Sie sind schon verheiratet oder haben Kinder”, sagt Wolter. Und auch die Hochschulen lassen keine große Wahlfreiheit zu: „Eine Zugangsberechtigung bekommt man nur in dem Bundesland, in dem man die letzten Jahre gewohnt hat.”

Studien zeigen, dass die späten Akademiker den Abiturienten in ihren Leistungen nicht nachstehen. „Wer sich so einer Ochsentour unterzieht, dem ist es mit dem Studium ernst”, sagt Grob. Mucke hat festgestellt, dass die Seiteneinsteiger häufig erfolgreicher studieren. „Auch die Studienzeiten sind etwas kürzer”, sagt Wolter.

Hinzu komme, dass sie ein Studium in vielen Fällen auf ihren gelernten Beruf draufsatteln. „Damit haben sie in Sachen Praxis den Abiturienten eine Menge voraus”, sagt Wolter. Oft haben sie in Ausbildung und Beruf Strategien entwickelt, mit Problemen besser fertig zu werden. In Fremdsprachen und der Mathematik dagegen hinkten die Seiteneinsteiger den Gymnasiasten mitunter hinterher.

Der Bewerbung um einen Studienplatz will auf jeden Fall gut durchdacht sein. „Diesen Bildungsweg zu gehen, verlangt eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, der Belastbarkeit, Risikobereitschaft und Stärke”, sagt Grob. Unterstützung in der Familie sei ebenso wichtig wie die fachliche Qualifikation. Auch die Geldfrage müsse geklärt werden: „Einige Stiftungen bieten Stipendien an, auch die BAföG-Förderung ist möglich”, sagt Grob.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/12/service/berufbildung/t/rzo204932.html
Montag, 12. Dezember 2005, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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