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Montag, 12. Dezember 05

«Testfahrer»Jerez - Nach seinem gelun­genen Debüt im For­mel-1-Renn­wagen war die Begeis­terung von Markus Win­kel­hock kaum zu brem­sen, doch ob der 25-Jäh­rige auch in Zukunft in der „Kö­nigs­klas­se” des Motor­sports Gas geben darf...

-Oxford - Der bri­tische Renn­stall Wil­liams hat als fünftes Team dem neuen Con­corde Agree­ment der Formel 1 zuge­stimmt und damit die auf eine eigene Renn­serie pochen­den Her­stel­ler um Ex-Part­ner BMW weiter aus­gebremst.

Frank­fur­t/Main - Der sie­ben­malige For­mel-1-Welt­meis­ter Michael Schu­macher wird noch in diesem Jahr seine ersten Test­fahr­ten für die nächste Saison absol­vie­ren. Der 36-Jäh­rige soll im spa­nischen Jere­z...

Wien - Der Öster­rei­cher Chris­tian Klien fährt in der neuen For­mel-1-Sai­son neben dem Schot­ten David Coul­thard für das Red-Bull-Team.

Winkelhock hofft nach Formel-1-Debüt

Jerez - Nach seinem gelungenen Debüt im Formel-1-Rennwagen war die Begeisterung von Markus Winkelhock kaum zu bremsen, doch ob der 25-Jährige auch in Zukunft in der „Königsklasse” des Motorsports Gas geben darf, ist fraglich.

«Testfahrer»

Markus Winkelhock lacht 2004 bei der DTM-Präsentation in Hamburg ins Publikum.

„Wir müssen sehen, dass wir jetzt ein paar Sponsoren finden. Es ist natürlich mein Ziel, in einem Team unterzukommen”, sagte der Sohn des vor 20 Jahren tödlich verunglückten Rennfahrers Manfred Winkelhock der dpa.

Bei seinen ersten Fahrten im Midland F1 hinterließ Markus Winkelhock im spanischen Jerez einen guten Eindruck. „Das war eine gigantische Erfahrung, fantastisch, ein Traum für jeden Rennfahrer”, schwärmte er. Im Rennwagen des Nachfolge-Teams von Jordan erzielte Winkelhock die schnellste Zeit der vier MF-1-Piloten, darunter auch der niederländische Stammfahrer Christijan Albers.

„Es war absolut beeindruckend, die Fliehkräfte enorm”, sagte Winkelhock, der nach einem missglückten Ausflug in das Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) in der vergangenen Saison Dritter in der Formel 3000 geworden war. In Jerez lag der Schwabe in 1:20,856 Minuten rund zwei Sekunden über dem Tagesschnellsten, Jacques Villeneuve. Der kanadische Weltmeister von 1997 strafte seine Kritiker vorerst einmal Lügen und verwies im BMW-Sauber den spanischen McLaren-Mercedes-Testpiloten Pedro de la Rosa auf den zweiten Rang.

Doch zählt für Winkelhock nur der Vergleich mit den drei Konkurrenten um den Testfahrer-Platz bei Midland F1, dem Rennstall des russischen Öl-Milliardärs Alex Schnaider. „Das Team war mit mir zufrieden und ich war es auch”, sagte Winkelhock, der über eine Sekunden schneller als der Russe Roman Rusinow war und rund dreieinhalb Sekunden vor dem Italiener Fabrizio del Monte lag.

Insgesamt drehte Winkelhock 52 Runden auf dem 4,428 km langen Circuit de Jerez. „Aber zur ersten Runde rauszufahren, war etwas ganz besonderes”, meinte Winkelhock. Erinnerungen an seinen Vater, der am 10. August 1985 im kanadischen Mosport verunglückte und einen Tag später seinen schweren Verletzungen erlag, seien ihm in diesem Moment zwar nicht gekommen. „Mein Vater wäre aber stolz auf mich gewesen”, sagte Winkelhock, der mit MF1-Teamchef Colin Kolles über eine mögliche weitere Zusammenarbeit reden will. „Wir werden in der kommenden Woche telefonieren.” Ein positives Resümee zog der leitende Test- und Renningenieur von MF 1, Dominic Harlow. „Alle drei Fahrer fügten sich sehr gut ein, machten den ganzen Tag über keinen Fehler.”

Sollte Winkelhock sich einen Platz als Fahrer bei den Freitags-Testrunden sichern können, wäre er nach dem siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher (Ferrari), dessen Bruder Ralf (Toyota), dem gebürtigen Mönchengladbacher Nick Heidfeld (BMW Sauber) und dem Neueinsteiger Nico Rosberg (Wiesbaden/Williams) der fünfte Deutsche in der aktuellen Formel 1.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/12/sport/formel1/t/rzo204808.html
Sonntag, 11. Dezember 2005, 14:58 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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